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Ihr Name lebt weiter

Stolpersteine - Deckblatt der Broschüre

Stolpersteine - Deckblatt der Broschüre

Broschüre zu den Gütersloher Stolpersteinen stellt inhaltlich und grafisch den Bezug her zwischen Geschichte und Gegenwart

Ihr Leben wurde gewaltsam beendet - "ihr Name lebt weiter". In einer Broschüre, die die Stadt Gütersloh jetzt zu den "Stolpersteinen" in Gütersloh herausgegeben hat, sind die Lebensgeschichten derjenigen Mitbürger und Mitbürgerinnen aufgezeichnet, die in den Todeslagern der Nationalsozialisten ermordet wurden oder deren Spur sich mit der Deportation in Richtung Theresienstadt oder Auschwitz verliert. 

Insgesamt erinnern 44 Quadrate aus Messing, die in das Pflaster der Gehwege eingelassen sind, an Orte jüdischen Lebens in Gütersloh und an die Menschen, die hier gewohnt haben. Die Mitglieder der Geschichts AG der Elly-Heuss-Knapp-Realschule haben außerdem mit Ihrer Lehrerin Katrin Geweke auf Basis der Informationen aus der Broschüre eine „Stolpersteine-App“ erstellt. Sie spricht diejenigen besonders an, die sich mit dem Smartphone auf den Weg machen, um diesem Kapitel Lokalgeschichte nachzuspüren.

„Mit Büchern von Jehuda Barlev und Dr. Helmut Gatzen, mit den Stolpersteinen selbst, der Broschüre, der App (www.stolpersteine-guide.de) und den Informationen auf der städtischen Website (www.stolpersteine.guetersloh.de) machen wir das, was wir in den vergangenen Jahrzehnten über das Leben und das Schicksal unserer jüdischen Mitbürger und Mitbürgerinnen in Erfahrung bringen konnten, auf vielfältige Weise Bürgern und Besuchern unserer Stadt zugänglich,“ erklärte Bürgermeisterin Maria Unger bei der Vorstellung der Broschüre und der App. In der Erforschung der lokalen Ereignisse werde „Geschichte konkret“, betonte die Bürgermeisterin: „Hier wird jedem klar, dass nicht nur Millionen für uns Unbekannte von Deportation und Vernichtung  betroffen waren, sondern dass das Terrorregime der Nationalsozialisten auch ein Teil der Gütersloher Geschichte ist.

Situation Feldstraße 2015Hier wurden Menschen aus unserer unmittelbaren Nachbarschaft getötet, die in Gütersloh über Generationen zu Hause waren, die gedemütigt, verfolgt und in die Vernichtungslager deportiert wurden…“ Es bleibe daher auch für die folgenden Generationen, in denen keine Zeitzeugen mehr berichten könnten, wichtig, Anhaltspunkte zu finden für das was geschehen ist und nie mehr geschehen sollte: „Ohne Erinnerung haben wir keine Zukunft.“

Maria Unger hob besonders den Einsatz der Geschichts AG der Elly-Heuss-Knapp-Schule hervor: „Es ist nicht selbstverständlich, dass Schüler und Schülerinnen sich außerhalb ihres Stundenplans so intensiv mit dem Thema Nationalsozialismus auseinandersetzen und viel Zeit investieren, um Informationen in dieser Weise aufzubereiten.“ Feldstraße 25 während des AbbruchsAnna Hombach, Mitglied der Geschichts AG, brachte die Absicht der Schülerinnen und Schüler mit klaren Worten auf den Punkt:   „Was wir nicht auf dem Handy haben, gerät bei uns in Vergessenheit. Doch es gibt Themen, bei denen das nicht passieren darf - der Holocaust ist eines davon.“ Die App sei eine Alternative besonders für Jugendlich, etwas über Menschen zu erfahren, die ganz in ihrer Nähe gelebt hätten und die unterdrückt worden seien, nur weil sie Juden waren. „Wir wollen aufmerksam machen, damit jeder darauf achtet, wie man mit Menschen in seiner Umgebung umgeht. Denn keiner hat es verdient, so behandelt zu werden.



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Eine Meldung vom 20.01.2015


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