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Im Stadtarchiv entdeckt Justus Corsmeyer seine Heimatstadt

Justus Corsmeyer hat ein Faible für Geschichte. Schon immer. Bis zum Abitur war es der Geschichte-Leistungskurs, jetzt macht er ein sechswöchiges Praktikum im Stadtarchiv. "Mehr über die Stadtgeschichte erfahren, begreifen, wie sich die Dinge entwickelt haben und welche Persönlichkeiten oder auch Zufälle eine Rolle spielten", das macht für den 18-Jährigen die Attraktivität seines Praktikums aus.


Erfasst, beschrieben und für jeden auffindbar: Justus Corsmeyer, hier mit einer Darstellung aus dem Jahre 1757 vom Dorf Gütersloh, hat die gerahmten Bilder im Stadtarchiv in einer Datenbank zusammengestellt.

Stadtarchivar Grimm hat dem Abiturienten die Aufgabe anvertraut, die gesamte gerahmte Bildersammlung ins Archivsystem einzupflegen. Das verlangt Spürsinn und Sorgfalt, denn nicht jedes Bild ist mit den nötigen Informationen beschriftet. Wo Datum und Herkunft fehlen, setzt die Recherche ein. „Entweder sucht man im Archivbestand nach Vergleichsmotiven oder man schaut im Internet nach“, sagt Corsmeyer. Solange, bis man eine befriedigende Lösung gefunden hat, so dass das Bild mit den Angaben zum Motiv, Art des Werkes, zur Größe und Erscheinungsdatum, Erwerb und Herkunft in die Datenbank aufgenommen werden kann.

Hilfreich seien auch die Nachfragen bei den älteren Kollegen, die sich ehrenamtlich im Stadtarchiv engagieren.  Ob Rudolf Herrmann, Bruno Kortemeier oder Günter Feisel: Meistens bekommt er schnell den rettenden Tipp. Im Gegenzug bietet er gern seine technische Unterstützung rund um den PC an,  falls es da mal irgendwo hakt. „Wir ergänzen uns gut“, sagt der Praktikant, der demnächst sein Studium der Politikwissenschaft aufnehmen wird.

In den letzten Wochen sind viele Gütersloher Bilder durch seine Hände gegangen. Auch die älteste gedruckte Darstellung des Dorfes Gütersloh aus dem Jahre 1757, ein Kupferstich, der den Feldzug der Franzosen im Siebenjährigen Krieg und das Camp du Gütersloh aufzeigt. „Manches ist einfach verschwunden“, hat Justus Corsmeyer bei den Ansichten von Gütersloh festgestellt. „Zum Beispiel die Mauerstraße vor dem Rathaus oder die kleine Kirchstraße.“ Von den rund 250 Bildern sind bereits 175 katalogisiert.

„Das ist unser Praktikant de luxe“, sagt Stadtarchivar Stephan Grimm, denn Justus Corsmeyer sei aus purem Interesse im Stadtarchiv tätig und nicht, weil er wie viele andere ein Pflichtpraktikum ableisten müsse. Das Interesse für Geschichte ist für Corsmeyer auch dann noch nicht zu Ende, wenn er seine Arbeit im Stadtarchiv abgeschlossen hat. Er liest gerne. Am liebsten natürlich Bücher zur Geschichte.


Eine Meldung vom 05.10.2016


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