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Preisgekrönte Geschichtsstudien: Gütersloher Schülerinnen und Schüler freuen sich über Auszeichnungen

Von Bonn bis nach Berlin - wenn man an die Entstehung der deutschen Geschichte denkt, sind der aktuelle Regierungssitz und die einstige Bundeshauptstadt der Republik für viele die ersten Assoziationen. Dass Geschichte aber nicht nur in politischen Zentren geschrieben wird, sondern auch Gütersloh und seine Umgebung von spannenden Ereignissen berichten können, bewiesen die Schülerinnen und Schüler des Evangelisch Stiftischen Gymnasiums und der Anne-Frank-Gesamtschule.

(v.l.) Stephan Grimm, Greta Zumbansen, Emmeli Beidinger, Pauline Husemann, Aleksandar Mitrović, Marius Mischke und Dr. Bernward Fahlbusch freuten sich über den erfolgreichen Wettbewerb.
(v.l.) Stephan Grimm, Greta Zumbansen, Emmeli Beidinger, Pauline Husemann, Aleksandar Mitrović, Marius Mischke und Dr. Bernward Fahlbusch freuten sich über den erfolgreichen Wettbewerb.

Im Rahmen des Geschichtswettbewerbs des Bundespräsidenten 2016/17 in Zusammenarbeit mit der Körber-Stiftung zum Thema „Gott und die Welt. Religion macht Geschichte“ recherchierten und erarbeiteten die Elftklässler selbstgewählte Themen mit lokalem Bezug und nahmen mit einer eigenständig erstellten Arbeit am Wettbewerb teil. Dass diese Teilnahme für  Gütersloh ein voller Erfolg war, zeigten die drei Auszeichnungen, mit denen die Arbeiten honoriert wurden.

„Bei dem Wettbewerb hatte man einfach mal die Chance tiefer zu recherchieren, was im Geschichtsunterricht oftmals nicht möglich ist“, betonte Greta Zumbansen vom Evangelisch Stiftischen Gymnasium, die sich gemeinsam mit ihren Gruppenmitgliedern Pauline Husemann und Marius Mischke über einen Landespreis freuen durfte. Täglich würden sie ein Gymnasium besuchen, das sich als evangelisch stiftisch bezeichnet, und stellten sich deshalb die Frage: „Wie ist der Name der Schule zustande gekommen?“, so Marius Mischke. So fiel die Wahl schnell auf das Thema „Die Geschichte des ESGs unter Betrachtung religiöser Aspekte“. Auch ihre Mitschülerin Emmeli Beidinger entschied sich für ein Thema mit konkretem Bezug zu ihrer Schule, indem sie die Geschichte eines ehemaligen Schulleiters des Evangelisch Stiftischen Gymnasiums recherchierte. Für ihren Beitrag zum Thema  „Die Widersprüchlichkeit Dr. Friedrich Fliedners (1883-1953). Wie konnte der mit christlichen Werten aufgewachsene Fliedner zu einem Unterstützer des Nationalsozialismus werden?“ wurde die Schülerin mit einem Förderpreis ausgezeichnet. Der Gewinner der Anne-Frank-Gesamtschule, Aleksandar Mitrović, ließ sich bei seiner Themenwahl von seinen jugoslawischen Wurzeln inspirieren und befasste sich mit der Entstehung der serbisch-orthodoxen Kirche in Osnabrück und ihrer Entwicklung in den vergangenen Jahren. Seine Arbeit „Die Serbisch-Orthodoxe Kirche in Osnabrück“ wurde dabei ebenfalls mit einem Landespreis NRW honoriert.

Unterstützung erfuhren die Schülerinnen und Schüler bei der Erstellung ihrer Arbeit von ihren Tutoren, dem Stadtarchivar Stephan Grimm und dem Geschichtslehrer der Anne-Frank-Schule, Dr. Bernward Fahlbusch. Beide zeigten sich begeistert von der Leistung ihrer Schützlinge: „Emmeli musste nicht nur recherchieren, sondern richtige Archivarbeit leisten und die Aufzeichnungen erstmal strukturieren und sortieren“, lobte Stephan Grimm die Schülerin. Strukturieren, sortieren und vor allem ganz viel lesen musste auch Aleksandar Mitrović, der von Dr. Bernward Fahlbusch betreut wurde. Bei seinem Thema konnte dem Schüler das Internet nahezu gar nicht weiterhelfen, sodass er hauptsächlich im Osnabrücker Stadtarchiv und Zeitungsartikeln der Neuen Osnabrücker Zeitung fündig wurde. „Die Leute von der Neuen Osnabrücker Zeitung waren sehr freundlich und haben mir bei meiner Recherche wirklich gut helfen können“, freute sich der Elftklässler über die gelungene Zusammenarbeit. Einen ähnlich großen Arbeitsaufwand hatten auch Greta, Marius und Pauline, die anstatt einer schriftlichen Arbeit einen selbst animierten Film beim Wettbewerb einreichten. „Wir dachten uns, das Thema interessiert bestimmt nicht nur uns, sondern auch unsere Mitschüler und so ein Film ist natürlich viel angenehmer als eine seitenlange Arbeit“, weiß Pauline Husemann, die viele Stunden Arbeit in die Erstellung des animierten Films investiert hat.

Der Geschichtswettbewerb des Bundespräsidenten findet in Zusammenarbeit mit der Körber-Stiftung seit 1973 alle zwei Jahre statt und richtet sich primär an Jugendliche unter 21 Jahren. Beim diesjährigen Wettbewerb wurden von über 5000 Jugendlichen fast 1650 Beiträge eingereicht. Neben den ersten drei Plätzen auf Bundesebene werden zusätzlich auf der Landesebene 250 Landespreise zu je 250 Euro und 250 Förderpreise zu je 100 Euro verliehen. Insgesamt wurden in Nordrhein-Westfalen 138 Arbeiten mit jeweils 69 Landespreisen und 69 Förderpreisen gewürdigt.


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Eine Meldung vom 14.06.2017


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