Die erhaltene Mühlentechnik
Eine Exkursion durch das Denkmal der Mühle Avenstroth mit einer Kurzbeschreibung zur Mühlentechnik aus 1921 - 1935
Bild 1: Unterste Ebene
Kurzbeschreibung:
Ansicht vom Mühlen E – Hauptantrieb (Elektromotor) , Baujahr 1921 Leistung 15 KW mit 965 U/min. Der Elektromotor treibt mittels Flachriemenscheibe / Übersetzung die Hauptantriebswelle der Mühle an.
Bild 2: Unterste Ebene
Kurzbeschreibung:
Teilansicht der Hauptantriebswelle Ø 100 mm mit Flachriemenscheiben Breite: 200mm und Flachriemen. Dient zum Antrieb der entsprechenden Müllereimaschinen (In Gruppen wie Reinigung, Schälen, Vermahlen und Sieben) über Vorgelegewellen, die sich auf den verschiedenen Etagen (Ebenen) in der Mühle befinden.
Bild 3: Erste Ebene
Kurzbeschreibung:
Ansicht vom Doppelwalzenstuhl. Hersteller: Adolf Baumgarten, Typ 600 x 300, Baujahr: ca. 1935 mit 2 gegenüberliegenden Riemenantrieben zum Antrieb des jeweiligen Walzenpaares (Mahlwerksorgan).
Funktionsbeschreibung:
In dem Vorbehälter über dem Doppelwalzenstuhl liegt das zu vermahlende Getreide.
Über eine Walzenspeisung wird das Getreide auf das Walzenpaar geführt.
Mit dem Walzenpaar wird das Getreide ( z.B. Roggen) je nach Voreinstellung des Müllers, in mehreren Arbeitsabläufen vermahlen. Hierbei entsteht das Endprodukt Mehl. Also vom „Korn zum Mehl“. Ziel ist es - je nach gewünschter Anforderung ( Mehltype) - den Mehlkern (Endosperm) von der Schale (Frucht- und Samenschale) aufzubrechen und aufzulösen. Hierzu zählen die Vermahlungsphasen wie „Schroten“, „ Auflösen“ oder „Ausmahlen“ zum Prozess der „Feinmüllerei“.
Enderzeugnisse der Müllerei sind Mehltypen wie beispielsweise ein Weizenmehl T 405 bzw. T 550 oder ein Roggenmehl T 997 bzw. T 1150. Die Mehltype gibt eine Aussage über den Aschegehalt ( Mineralanteil). Prinzipiell kann gesagt werden: „je höher der Aschegehalt / Mehltypezahl desto höher ist der Anteil an wertvollen Ballaststoffen ( Vitamin + Mineralstoff) in der Mehltype“.
Bild 4: Erste/zweite Ebene
Kurzbeschreibung:
Ansicht des Mehlmischers Hersteller: Adolf Baumgarten, Volumen: ca.4,5 m³ Mehl mit stehende Mischschnecke. Flachriemenantrieb mit Winkelgetriebe über Vorgelegewelle.
Bild 5: Dritte Ebene
Kurzbeschreibung:
Ansicht von dem Plansichter ( Stapelsichter, 2-Teilig) Hersteller: Adolf Baumgarten. Besteht aus 2 Stapeln mit verschiedenen Sieben / Siebmaschen für Schrot-, Grieß-, Dunst- und Mehlsiebe. Hier findet die Trennung des Mehlkerns von der Schale durch Siebung und Sichtung statt. Die zu vermahlenden Erzeugnisse vom Doppelwalzenstuhl werden mechanisch über die 3 Stockwerke in den Plansichter befördert.
Die Umweltstiftung Gütersloh bedankt sich bei Herrn Müllermeister Siegfried Friese (Pächter der Mühle Avenstroth) für die Zurverfügungstellung des Text- und Bildmaterials.
Stand: 05/2011


