Accesskeys

1 2 3
4 5 6
7 8 9
0

Zugänglichkeit

Schriftgröße

130 Orte auf Rollstuhlfreundlichkeit überprüft

Dass ein Praktikum in der Stadtverwaltung Gütersloh alles andere als langweilig ist, kann Lorenz Henke nur bestätigen. Der 14-jährige Schüler des Evangelisch-Stiftischen Gymnasiums absolvierte drei Wochen lang ein Schülerpraktikum im Fachbereich Zentrale Öffentlichkeitsarbeit und Repräsentation der Stadt Gütersloh. Und dass seine Arbeit nachhaltig sogar anderen helfen kann, freut den jungen Mann aus Spexard ganz besonders.

Wheelmaps-Projekt Lorenz Henke HBF
Lorenz Henke hat während seines Praktkumprojektes Orte auf deren Rollstuhlgerechtigkeit überprüft, wie den Hauptbahnhof Gütersloh, der mit einer „grüne Ampel“ gekennzeichnet wurde.

 „Wheelmap“, so hieß das Praktikumsprojekt von Lorenz Henke. „Wheelmap“ ist eine Online-Karte zum Suchen und Finden rollstuhlgerechter Orte. Wie bei Wikipedia kann jeder mitmachen und öffentlich zugängliche Orte entsprechend ihrer Rollstuhlfreundlichkeit markieren. Markiert wird dabei nach einem einfachen Ampelsystem: Ein grün gekennzeichneter Ort bedeutet rollstuhlgerecht, ein gelb markierter Ort ist eingeschränkt rollstuhlgerecht und ein rot gekennzeichneter Ort ist nicht rollstuhlgerecht.

Im Stadtgebiet Güterslohs gibt es jetzt zahlreiche markierte Orte. 130 von Ihnen hat Lorenz Henke überprüft und dabei 72 dem Stadtplan neu hinzugefügt. "Ich habe mir zuerst eine Route zusammengestellt, die Orte untersucht und anschließend die Ergebnisse ausgewertet und in die Karte übertragen", resümiert der junge Mann. Feststellen konnte er bei seinem Praktikumsprojekt, dass die Gütersloher Innenstadt, also die Kaufhäuser, Apotheken und kleineren Geschäfte in Gütersloh rollstuhlgerecht sind, genau so wie der ZOB und der Gütersloher Hauptbahnhof. Bei  älteren Gebäuden sind häufig viele Treppen ein Nachteil. Nur Elf waren dies im untersuchten Stadtzentrum. Durch die aktualisierte Karte können sich Bürgerinnen und Bürger nun noch genauer über mögliche Barrieren in Gütersloh informieren.

Das Schülerpraktikum lehnte an die Aktion „Stolperfallen“ der Stadt Gütersloh an, das vor wenigen Wochen initiiert wurde. Bei dem Projekt geht es darum, Beobachtungen, Hinweise und Anregungen von Bürgerinnen und Bürgern zu erhalten, die auf mögliche Barrieren für Rollstuhlfahrer und Sehbehinderte hinweisen. Dafür hatte die Stadtverwaltung die E-Mail Adresse stolperfalle@guetersloh.deeingerichtet und damit eine weitere Möglichkeit geschaffen, an der Barriere-Freiheit in Gütersloh mitzuwirken.

Lorenz Henke hat mit seinem Praktikum dazu beigetragen, körperlich benachteiligten Menschen eine Orientierungshilfe zu geben. Besonders der Kontakt zu Menschen vor Ort hat ihm bei seinen täglichen Recherchen viel Freude bereitet. Wheelmap wird statistisch von rund 35.000 Menschen monatlich genutzt, das war zusätzlich eine "tolle Motivation" für seine Arbeit, so der Schüler.

Weitere Informationen und die Online-Karte finden Sie unter http://wheelmap.org/
Beobachtungen, Hinweise und Anregungen zu Stolperfallen schicken Sie an stolperfalle@guetersloh.de.

Offizielles Onlineportal der Stadt Gütersloh | Datum: Mi, 20. September 2017