Ärzte
Mit dem Bevölkerungswachstum und der zunehmenden Urbanisierung Güterslohs nahm der Bedarf an professioneller medizinischer Betreuung deutlich zu. Die Zahl der niedergelassenen Ärzte stieg im Laufe des 19. Jahrhunderts kontinuierlich an. Ärzte übernahmen dabei nicht nur die Behandlung einzelner Patienten, sondern gewannen auch als Sachverständige für Hygiene, Seuchenbekämpfung und Gesundheitsprävention an Bedeutung. Sie wirkten beratend für städtische Gremien und waren an Entscheidungen zur Verbesserung der Lebens- und Umweltbedingungen beteiligt.
Ein wichtiger Schritt war die stärkere staatliche Regulierung des ärztlichen Berufs. Approbationsvorschriften, medizinische Ausbildung an Universitäten sowie verbindliche Prüfungen trugen zur Professionalisierung bei. Damit setzte sich die akademisch ausgebildete Ärzteschaft zunehmend gegenüber traditionellen Heilberufen durch. Gleichzeitig wuchs das Vertrauen der Bevölkerung in ärztliche Diagnosen und Therapien, auch wenn medizinische Behandlungen weiterhin mit Risiken verbunden waren.
Dr. Friedrich Wilhelm Stohlmann (1803 - 1866)
Carl Zumwinkel (1821-1913)
Ärztedichte
Im Stadtarchiv geben die Gütersloher Adressbücher einen Überblick über die Personen und Praxen. Die wesentlichen Akten zur Gütersloher Medizingeschichte sind allerdings beim Gesundheitsamt des Kreises entstanden und werden deshalb im Kreisarchiv archiviert.
Einzelne Unterlagen aus dem Nachlass der Familie Stohlmann befinden sich im Stadtarchiv im Bestand "NL Stohlmann".

