Apotheken
Noch bis zum Ende des 19. Jahrhunderts war der Verkauf selbst gefertigter Medikamente die einzige Möglichkeit der Beschaffung von Arzneimitteln. Sie wurden nach dem Rezept des Arztes im Arbeitsraum der Apotheke gefertigt. Je nach Anwendungszweck und Wirkungsweise stellte der Apotheker das Medikament aus pflanzlichen, tierischen oder mineralischen Stoffen in Form von Pillen, Pulvern, Salben, Tinkturen und Sirup her.
Später wurden sie zunehmend zur Verkaufsstätte für industriell hergestellte Arzneimittel aus mehr oder weniger großen Betrieben. Diese hatten neue, synthetische Verfahren zur Herstellung immer neuer Heilung versprechender Mittel entwickelt. Auf dieser Basis entstand die chemische Industrie in Deutschland, lange Zeit eine Vorreiterrolle für die Entwicklung von Arzneien in der Welt spielte (z.B. Aspirin von Bayer).


