Zum Inhalt (Access key c)Zur Hauptnavigation (Access key h)Zur Unternavigation (Access key u)

Privatsphäre-Einstellung

Unsere Webseite nutzt externe Komponenten (Schriften von Fonts.com, Youtube-Videos, Google Maps, OpenStreetMaps). Diese helfen uns unser Angebot stetig zu verbessern und Ihnen einen komfortablen Besuch zu ermöglichen. Durch das Laden externer Komponenten, können Daten über Ihr Verhalten von Dritten gesammelt werden, weshalb wir Ihre Zustimmung benötigen. Ohne Ihre Erlaubnis, kann es zu Einschränkungen bei Inhalt und Bedienung kommen. Detaillierte Informationen finden Sie in unserer Datenschutzerklärung.

Google Translate

Mit Google Translate kann diese Webseite in andere Sprachen übersetzt werden. Wenn Sie eine Sprache auswählen, rufen Sie Inhalte auf Google-Servern ab. Der Webseitenbetreiber hat keinen Einfluss auf die Verarbeitung Ihrer Daten durch Google. Wenn Sie nicht möchten, dass Ihre Daten an Google übermittelt werden, schließen Sie dieses Fenster mit einem Klick auf "X".

Um die Sprachwahl nutzen zu können, müssen Sie zunächst das Laden von externen Komponenten erlauben.

Jungenbildung

Zu Beginn des 19. Jahrhunderts war die schulische Bildung von Jungen vor allem auf grundlegende Fähigkeiten wie Lesen, Schreiben und Rechnen ausgerichtet. Für viele Jungen aus Handwerker-, Bauern- oder Arbeiterfamilien endete der Schulbesuch früh, da sie bereits in jungen Jahren zur Mitarbeit im elterlichen Betrieb oder als Lehrlinge herangezogen wurden. Bildung erfolgte daher häufig in Kombination mit praktischer Arbeit und beruflicher Ausbildung.

Mit den preußischen Schulreformen und der Ausweitung der Schulpflicht gewann die Jungenbildung im Laufe des Jahrhunderts zunehmend an Struktur. Volksschulen vermittelten neben grundlegenden Kenntnissen auch Disziplin, Ordnung und moralische Werte. Körperliche Ertüchtigung, Religionsunterricht und staatsbürgerliche Erziehung waren feste Bestandteile des Unterrichts und spiegelten die zeitgenössischen Erziehungsideale wider.

Für Jungen aus bürgerlichen Familien eröffneten höhere Schulen wie das Evangelisch Stiftische Gymnasium weiterführende Bildungswege. Als höhere Schule mit evangelischer Prägung war es eng mit der Geschichte der Stadt, der Kirche und des aufstrebenden Bürgertums verbunden. Es diente nicht nur der Wissensvermittlung, sondern verstand sich auch als Institution zur religiösen, moralischen und gesellschaftlichen Erziehung junger Menschen.

Seine Wurzeln liegen in älteren kirchlichen Bildungsinitiativen, aus denen sich im Verlauf des 19. Jahrhunderts eine fest etablierte höhere Lehranstalt entwickelte. Das Gymnasium war zunächst vor allem auf die Ausbildung männlicher Schüler ausgerichtet und bereitete sie auf ein Studium, kirchliche Laufbahnen oder verantwortungsvolle Positionen in Verwaltung, Wirtschaft und Bildung vor. Der Lehrplan orientierte sich an den klassischen Bildungsidealen der Zeit und umfasste unter anderem Latein, Griechisch, Geschichte, Theologie und später auch Naturwissenschaften.