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Die Bauerschaften und das Amt Gütersloh

Neben dem eigentlichen Dorf Gütersloh war das Umland bis in das frühe 19. Jahrhundert hinein von mehreren Bauerschaften geprägt, die das wirtschaftliche und soziale Gefüge der Region bestimmten. Diese Bauerschaften bestanden aus verstreut liegenden Höfen, Kötterstellen und kleinen Ansiedlungen und waren überwiegend landwirtschaftlich ausgerichtet. Ackerbau und Viehzucht bildeten die wirtschaftliche Grundlage, ergänzt durch Nebenerwerbe wie Leinenherstellung und handwerkliche Tätigkeiten.

Verwaltungsmäßig gehörten die Bauerschaften seit 1843 zum Amt Gütersloh, das getrennt verwaltet wurde von der Stadt Gütersloh.  Für diese Landgemeinde Gütersloh, die Nordhorn, Pavenstädt, Sundern und Blankenhagen umfasste, wurde im März 1843 die Landgemeindeordnung eingeführt, die bis zur Eingemeindung in die Stadt Gütersloh zum 1. April 1910 bestand hatte. 

Auf der ehrenamtlich geführten Webseite Westfalenhöfe finden sich viele Informationen zu einzelnen Höfen des heutigen Stadtgebiets.

Die amtlichen Unterlagen der ehemaligen Landgemeinde befinden sich heute im Stadtarchiv Gütersloh und können über Archive.NRW recherchiert werden.

Eine hochauflösende Karte der Bauerschaften findet sich auch im Geoportal der Stadt. Hierzu über den Stadtplan auf "Fachdaten" und dort die Kategorie "Historische Karten" auswählen.