Apotheken
Noch bis zum Ende des 19. Jahrhunderts war der Verkauf selbst gefertigter Medikamente die einzige Möglichkeit der Beschaffung von Arzneimitteln. Sie wurden nach dem Rezept des Arztes im Arbeitsraum der Apotheke gefertigt. Je nach Anwendungszweck und Wirkungsweise stellte der Apotheker das Medikament aus pflanzlichen, tierischen oder mineralischen Stoffen in Form von Pillen, Pulvern, Salben, Tinkturen und Sirup her.
Später wurden sie zunehmend zur Verkaufsstätte für industriell hergestellte Arzneimittel aus mehr oder weniger großen Betrieben. Diese hatten neue, synthetische Verfahren zur Herstellung immer neuer Heilung versprechender Mittel entwickelt. Auf dieser Basis entstand die chemische Industrie in Deutschland, lange Zeit eine Vorreiterrolle für die Entwicklung von Arzneien in der Welt spielte (z.B. Aspirin von Bayer).
Krönig’sche Apotheke
Die Krönig’sche Apotheke ist als 1731 errichtete Apotheke die älteste Einrichtung zur Versorgung der Menschen mit Arzneimitteln in Gütersloh.
Die Krönig’sche Apotheke wurde im heutigen Veerhoffhaus an der Kirchstraße gegründet, bestand aber zwischen 1785 und 1966 an der Münsterstraße in einem stattlichen Fachwerkhaus mit einer beeindruckenden Barocktür. Nur zwei Häuser weiter wohnte der praktizierende Arzt Dr. Carl Zumwinkel (1821 - 1913).
1972 wurde das bisherige Gebäude abgerissen. Die Apotheke befindet sich seither in der Berliner Straße.
Rats-Apotheke
Die Rats-Apotheke ist die erste der seit 1731 gegründeten Apotheken, die neben der Krönig’schen Apotheke in Gütersloh bestehen konnte. Als "Neue Apotheke" wurde sie 1908 am heutigen Standort an der Ecke Berliner Straße/Schulstraße gegründet.





