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Stadtgebiet und Stadtentwicklung der Stadt Gütersloh 1825 - 1910

Am 14. November 1825 wurden für die Wahlen der ständischen Vertretung in der Provinz Westfalen in einer „allerhöchsten Kabinettsordre“ bestimmt, welche Orte zu den Städten gerechnet werden sollten. Darunter befand sich auch das 2404 Einwohnende in 313 Häusern zählende und eine Kirche, eine Synagoge und drei Schulen umfassende Dorf Gütersloh, das damit erstmals in einem amtlichen Schriftstück als Stadt bezeichnet wurde.

Nach der Annahme revidierten Städteordnung und damit der Teilung der Gesamtgemeinde im Jahr 1842 in eine Stadt und eine Landgemeinde und der Festsetzung der städtischen Grenzen im Dezember 1847 betrug das Stadtgebiet ca. einen Quadratkilometer (147 ha). Die geringe Fläche war ein Hindernis für die Ausweisung weiterer Gewerbebetriebe und Wohnflächen. 1868 wurde eine Fläche von 23 Hektar östlich des Bahnhofes vom Amt Gütersloh angekauft. 

Zum 1. April 1910 wurde das Amt Gütersloh mit den Bauerschaften Pavenstädt, Blankenhagen, Nordhorn und Sundern und die Bauerschaft Kattenstroth aus dem Amt Reckenberg in die Stadt eingemeindet. Damit wurde das weitere Wachstum der Stadt möglich.

Stadtplan von 1896 (KAM404)
Stadtplan von 1896 (KAM404)

Das virtuelle Stadtmodell "Gütersloh um 1900" von Norbert Jebramcik kann man sich hier anschauen.