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Löschen, retten, bergen – Wenn jede Sekunde zählt

Dass Feuerwehrfrauen genauso viel leisten wie ihre männlichen Kollegen beweisen momentan eine Hauptbrandmeisterin, eine Oberbrandmeisterin und eine Brandmeisteranwärterin bei der Feuerwehr Gütersloh.

Josi Bussieweke - Berufsfeuerwehr Gütersloh
Josi Bussieweke - Berufsfeuerwehr Gütersloh

Immer dann, wenn es brennt oder Menschen in einer Notlage Hilfe benötigen, sind sie zur Stelle – die Einsatzkräfte der Berufsfeuerwehr der Stadt Gütersloh. Josi Bussieweke unterstützt seit 2020 das Team der Feuer- und Rettungswache. Nach ihrem Arbeitsverhältnis als tariflich Beschäftigte im Rettungsdienst legte sie noch eine Ausbildung drauf und arbeitet jetzt als Brandmeisteranwärterin bei der Stadt Gütersloh.

„Einen anderen Job möchte ich nicht haben“, sagt Josi Bussieweke. „In meinem Beruf ist kein Tag wie der andere.“ Seit Anfang 2021 ist sie als Brandmeisteranwärterin zwei bis drei Mal die Woche im 24-Stunden-Dienst von acht bis acht Uhr eingesetzt. Ob Wohnungsbrand, Unwettereinsatz oder Verkehrsunfall – im Einsatz zählt jede Sekunde. Ausgerüstet mit Schutzkleidung stellt Bussieweke sich gemeinsam mit ihren Kollegen jeder Situation. „Als Angriffstrupp identifizieren wir die Gefahrenquelle, bringen Menschen und Tiere in Sicherheit und leisten Erstversorgung und technische Hilfe“, berichtet Sie. Dabei rückt ihr Team nicht nur zur Löschung eines Brandes aus, sondern kommt auch bei Verkehrsunfällen zum Einsatz.

Als Brandmeisteranwärterin gibt es für Josi Bussieweke viele Einsatzmöglichkeiten. Zum Berufsalltag gehört auch der Dienst auf der Wache. Dann kümmert sie sich um Wartungsarbeiten und die Fahrzeugübernahme oder -reinigung. Nach 19:30 Uhr endet die normale Arbeitszeit auf der Wache, dann beginnt der Bereitschaftsdienst. In dieser Zeit können die Teams Sport treiben, kochen oder fernsehen und schlafen – so lange, bis sie zu einem neuen Einsatz gerufen werden. „Teamarbeit wird bei uns großgeschrieben“, unterstreicht Bussieweke. Nicht nur auf der Wache, sondern auch im Einsatz können sich die Kollegen jederzeit aufeinander verlassen.

Ihre Karriere bei der Feuerwehr Gütersloh startete Josi Bussieweke mit als Notfallsanitäterin.  „Ich wollte schon immer in einen medizinischen Beruf arbeiten“, erklärt sie ihre berufliche Entscheidung. Die Notfallsanitäter-Ausbildung ist die höchste nicht-ärztliche Qualifizierung im Rettungsdienst. Durch eine staatliche dreijährige Ausbildung hat Josi Bussieweke die Qualifizierung zur Notfallsanitäterin abgeschlossen. Nach zwei Jahren Berufserfahrung entschied sich die Gütersloherin zur 18-monatigen Brandmeisteranwärterausbildung und den mittleren feuerwehrtechnischen Dienst. Bevor sie die Ausbildung beginnen konnte, musste sie einen Eignungstest absolvieren. Dort wurden außer der sportlichen Leistungsfähigkeit und der Motorik auch das Allgemeinwissen sowie Deutsch- und Mathekenntnisse geprüft. „Die Ausbildung ist umfangreich und anspruchsvoll, aber auf jeden Fall machbar“, unterstreicht die Brandmeisteranwärterin.

Im Ausbildungsverlauf stehen Themenkomplexe wie „Brennen und Löschen“, „Mechanik“ oder „Elektrizitätslehre“ auf dem Lehrplan. Genauso wie „Fahrzeug- und Gerätekunde“ oder „Einsatzlehre“. Theorie und praktische Einsatzübungen absolviert Bussieweke in verschiedenen Rettungsszenarien innerhalb der Aufbauausbildung. Ein Motorsägen-Lehrgang und das Steuern der großen Drehleiter gehörten genauso dazu wie der Erwerb der Fahrerlaubnis Klasse C, um große Fahrzeuge lenken zu dürfen. Ein Rettungssanitäter-Lehrgang sowie zwei Wachpraktika als Angriffstrupp der taktischen Einheit der Berufsfeuerwehren in Gütersloh komplettierten ihre Ausbildung. Im September 2022 ist die Abschlussprüfung zur Brandmeisterin.

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