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Nachlässe und Deposita - Firmen

Deposita sind Archivmaterialien, die dem Stadtarchiv lediglich zur Aufbewahrung und Nutzung übergeben wurden, ihm aber nicht übereignet wurden. Die Einsicht ist nur mit Zustimmung des Eigentümers möglich.

Zu folgenden 16 Firmen und Betrieben liegen Sammlungs- und Aktenbestände vor:

Bäckerei und Lebensmittel August Bottemöller

Blaues Bild

Im November 2011 übergab Jörg Weltzer die ca. 100 Ordner umfassende Geschäftsregistratur der ehemaligen Bäckerei August Bottemöller (1893-1968), die sich auf dem Dachboden des früheren Firmensitzes am Nordring 15 (Ecke Bismarckstraße) befand.  Wegen des schlechten Erhaltungszustandes konnte nur ein Teil der Unterlagen übernommen werden, insgesamt 225 Akten.

Bandweberei Güth & Wolf

Bandweberei Güth & Wolf, Arbeit an Webstühlen 1912

Im Juli 2002 übergab die Bandweberei Güth & Wolf GmbH, Herzebrocker Str. 1-3, vertreten durch Willi Reckmann und Joachim Fritsche, 28 Kartons zur Firmengeschichte von 1886 bis 2001. Im Wesentlichen handelt es sich um Dokumente, Texte, Druckschriften, Bücher, Fotos, Filme zu Geburtstagen, Jubiläen, Betriebsausflüge und -feste, Auszubildende, Baumaßnahmen, Maschinen und Produkte.


Baugeschäft Adolf Schlüpmann

Firma Adolf Schlüpmann, um 1930

Der Aktenbestand Firmenarchiv Schlüpmann enthält die Registraturreste der ehemaligen Baufirmen Heinrich Wilhelm Schlüpmann, Adolf Schlüpmann, Gebr. Schlüpmann, Walter Schlüpmann und der Bautischlerei Walter Schlüpmann, dazu einige Familienunterlagen. Die Betriebsgebäude befanden sich an der Hohenzollernstraße 30a (s. Foto). In dem Kontor- und Wohngebäude ist seit 1987 das Stadtarchiv untergebracht. Der Bestand umfasst 229 Einheiten, weitere Unterlagen sollen zu einem späteren Zeitpunkt hinzukommen. Die Unterlagen (bis 1990)  wurden schrittweise von Dagmar Schlüpmann an das Archiv abgegeben.

Druckerei Ludwig Flöttmann

Druckerei Flöttman vor dem 2. Weltkrieg

Ab 2000 übergab Hans Flöttmann schrittweise dem Archiv Unterlagen und Druckerzeugnisse  der 1866 gegründeten Firma Es handelt sich vorwiegend um Geschäftsbücher, Akten, Vordrucke, Formulare, Druckschriften, Bücher, Fotos, Zeitungen, Zeitschriften, Pläne und Zeichnungen aus den Jahren 1895 bis 2003, ebenso privaten Schriftverkehr von Mitgliedern der Inhaberfamilie und Unterlagen der Tochterfirmen Kurt Böttcher & Co., Klausmeier und Ritter KG und des Rudolf Walter Verlages. Das Foto zeigt das 1928 neu erbaute Druckereigebäude, Berliner Straße 63 (heute Fachhochschule Bielefeld, Schulstraße 10). Die Firma befand sich seit 1906 an der Kökerstraße 314/315 (später Nr. 5).

Einrichtungshaus Goldbecker, Walter Goldbecker Fußbodenbeläge und Estriche

Möbelhaus Goldbecker, 1980
 Walter Goldbecker Fußbodenbeläge, Königstraße. 1981

Depositum mit 73 Verzeichnungseinheiten, darunter auch familiengeschichtliche Dokumente

Fahrzeugbau Franz Gehle, Avenwedde

Der Bahnwärter Franz Gehle (1871-1934) gründete vermutlich nach dem Ersten Weltkrieg, ein Fahrzeug- und Maschinenhaus mit Kraftfahrzeugwerkstatt in Avenwedde-Bahnhof Nr. 184. Dem Betrieb war ein Fahrradgeschäft angegliedert. Sein Sohn, der Mechanikermeister Franz Gehle jun. (1907-1962), führte den Betrieb weiter. 1962 führte seine Ehefrau, Margarete Gehle, den Betrieb an der Bahnhofstraße Nr. 184, weiter. Am 1. Januar 1964 wurde das Geschäft von Hubert Johannhörster, Friedrichsdorfer Str. 462, übernommen (später: Avenwedder Autohaus Mersch, Friedrichsdorfer Straße). Die alten Geschäftsbücher wurden Gertrud Gehle (1910-2001), der Schwester von Franz Gehle, übergeben. Gertrud Gehle war seit 1939 verheiratet mit dem Metzger Johann Faryn, Avenwedde Nr. 281. Sie überließ die Bücher dem Druckereibesitzer und Avenwedder Heimatkundler, Erwin zum Stickling. 2005 übergab Egon Faryn die Geschäftsunterlagen (29 Verzeichnungseinheiten) dem Stadtarchiv.

29 Verzeichnungseinheiten

Fahrzeugbau Wilhelm Kramer KG, Avenwedde

Fahrzeugbau Kramer, Luftaufnahme von 1975

Am 1. April 1910 gründete der aus Gütersloh stammende Schmiedemeister Wilhelm Kramer (1884-1952) in Avenwedde-West 262, später Carl-Miele Straße 207-209, eine Anhänger- und Karosseriefabrik. Hergestellt wurden Anhänger für Landwirte, später Transporter, Pritschen-, Verkaufs- und Kofferfahrzeuge, Kipper, Auflieger und nach individuellen Kundenwünschen konstruierte Einzelfahrzeuge. 1929 trat der älteste Sohn Willy (1914-1954) in den Betrieb ein, 1948 ein weiterer Sohn, Werner (1925-1999), letzterer leitete die Abteilung Bremsendienst, Hydraulik und Pneumatik.1953 wurde die Firma als Kommanditgesellschaft in das Handelsregister eingetragen. Inhaberin und für die Geschäftsführung verantwortlich war ab 1954 Hilde Kramer, geb. Husemann (1920-2004). Kommanditisten waren die Kinder Renate, Sigrid und Rainer, die Prokura übernahm 1955 der Schwager und jüngste Sohn des Firmengründers, Diplom-Volkswirt Helmut Kramer (1927-1980). Nach dessen Tod wurde der Diplom-Ingenieur Rainer Kramer Geschäftsführer. 1997 erfolgte die Verlegung des Betriebes nach Verl. Am 9. Juli 2002 wurde Konkurs angemeldet und das Insolvenzverfahren am 31. Oktober 2002 mit dem Verkauf an die Fa. MAN Sirp abgeschlossen. Unter dem Namen Kramer Fahrzeugbau GmbH & Co. wird der Betrieb mit kleiner Belegschaft bis heute weitergeführt. Die ehemaligen Gebäude an der Carl-Miele-Straße wurden 2006 bis auf das Wohnhaus abgerissen und das Gelände überbaut.

511 Verzeichnungseinheiten

Konzertdirektion Steinhaus

Konzertdirektion Steinhaus

Lebensmittelgroßhandlung Gustav Vossiek KG

Am 1. April 1904 wurde die Firma Ellerbracke & Vossiek als Nachfolgerin des 1896 gegründeten Kolonialwarengroßhandels Georg Jasper Nachf., Lindenstraße 1 in Gütersloh, gegründet. Der aus Osnabrück stammende Kaufmann Carl Ellerbracke absolvierte bei der Firma seine Kaufmannslehre. Sein Kompagnon, Gustav Vossiek, geb. 1877 in Loxten bei Versmold, gest. 11. Februar 1954, zog 1905 nach Gütersloh. Mit Emma Gerhold aus Hörste hatte er zwei Kinder, Martha (1906-1990) und Helmuth (* 1909). Im März 1912 wurde die Besitzung des Kaufmanns und Fleischbeschauers Wilhelm Beckmann in der Bahnhofstraße (später Eickhoffstraße) Nr. 7 erworben und der Betrieb dorthin verlagert. Das Gewerbe bestand in dem Großhandel mit Lebensmitteln, Wasch-, Putz- und Reinigungsmitteln. Durch zwei Bombentreffer 1944 und 1945 entstand ein Totalschaden, bei dem auch nahezu sämtliche Firmenunterlagen verbrannten. Das neue Domizil im Bockskrug wurde ebenfalls durch Bomben zerstört. Mit Wirkung vom 1. Oktober 1945 wurde die Firma geteilt. Ellerbracke baute das Unternehmen Ellerbracke & Sohn neu auf, Ende 1970 wurde es eingestellt. Die Lebensmittelgroßhandlung Gustav Vossiek KG wurde am 8. Februar 1946 in das Handelsregister eingetragen. Am 1. Juli 1949 traten Helmuth Vossiek als persönlich haftender Gesellschafter und Martha Vossiek trat als Kommanditistin in die Firma ein und erweiterten das Sortiment um den Bereich Spirituosen. Ein Jahr nach Gustav Vossiek starb der Sohn Helmuth am 21. April 1955, die Witwe, Else Vossiek, geb. Krüger, trat als Gesellschafterin ein. Inhaberin der Firma wurde Martha Asshauer, geb. Vossiek. Ihr Ehemann, Dr. Rudolf Asshauer (1902-1988), fungierte als Geschäftsführer. Er verkaufte das 1900 qm große durch Bomben zerstörte Lagerbäude. 1955 trat der Neffe von Helmuth, Alfred Vossiek, als Komanditist ein. Am 31. März 1969 wurde der Betrieb aus wirtschaftlichen Gründen eingestellt und am 20. Mai 1970 aus dem Handelsregister gelöscht. Das Lagerhaus, Eickhoffstraße 7a, wurde an die Fa. Bertelsmann vermietet und am 1. Februar 1976 mit dem Grundstück an den Mieter in der Nachbarbesitzung Eickhoffstraße Nr. 9 (Wolff), auf Rentenbasis verkauft.

52 Verzeichnungseinheiten

Mechanische Baumwollweberei Greve & Güth

Weberei Greve & Güth um 1925

9 Verzeichnungseinheiten

Mietwäscherei Magdalene Dischmann

Magdalene Dischmann, 1959

7 Verzeichnungseinheiten

Möbelfabrik Gebr. Hälker

Möbelfabrik Gebr. Hälker

Porzellanwaren- und Glashandlung J.F. Zumwinkel

J. F. Zumwinkel, 1924

38 Verzeichnungseinheiten

Seidenstoffweberei Hellmut Waltenberg

Blaues Bild

Die 1890 gegründete Firma Heinrich Spreen & Sohn stellte hauptsächlich Militärschemel und Bettgestelle her. Nach einem Brand 1921 wurde der Betrieb an der Straße Bartels Feld A 13 neu aufgebaut und die Produktion um Matratzen, Rodelschlitten, Kasten- und Leiterwagen sowie Preß- und Stanzteile erweitert. 1935 trat der aus Schwerte stammende Hellmuth Waltenberg (1902-1970) als Mitinhaber in die Firma ein, in der er bereits als Angestellter tätig war. Der seitdem unter dem Namen Spreen & Waltenberg geführte Betrieb stellte Ende der 1950er Jahre die Produktion ein. Gleichzeitig war ab Oktober 1948 in den Räumen die Kleiderfabrik Waltenberg & Co. untergebracht. Hergestellt wurden Konfektionen für Damenoberbekleidung und Herrenoberhemden. Ab 1959, mit Bündelung der Kleiderfabrik Waltenberg & Co. und der Frottierweberei Hellmut Waltenberg unter der Firma Hellmut Waltenberg, wurden die Räumlichkeiten Bartels Feld A 13 für Frottiernäherei, Lager und Verwaltung genutzt. Heute befindet sich an dieser Stelle der Bürogroßhandel Brüggershemke & Reinkemeier. 1936 gründete Hellmut Waltenberg als dritte Firma eine Seidenweberei. Das Gelände lag am Bäckerkamp 21. 1954 stellte er den Betrieb auf Frottierwaren und die Herstellung von Blusen und Damenröcken um. In Delbrück wurde ein Zweigwerk errichtet, das 1970 über 200 Mitarbeiter beschäftigte. 1976 stellte die Firma den Betrieb ein. Von den Räumlichkeiten steht heute nur noch das Verwaltungsgebäude Nr. 21. Die übrigen Fabrikhallen, die noch mit Sheddächern ausgestattet waren, wurden 2003/04 abgerissen und durch neue Gebäude ersetzt. Nach Schließung der Firma 1977 war hier zunächst das Bielefelder Modeteam ansässig, zu dem u.a. die Firma Dinomoda, Kleiderfabrikation, gehörte. Nachdem die übrigen Mitinhaber ausgestiegen waren, nutzte die Firma Dinomoda die Räumlichkeiten allein weiter. Allerdings hat auch sie inzwischen die Produktion eingestellt und am 3. Mai 2008 wegen Betriebsaufgabe endgültig ihre Pforten geschlossen.

58 Verzeichnungseinheiten

Seidenweberei Gebr. Bartels (Einzelstücke)

Gebrüder Bartels, 1970

Einzelstücke verschiedener Bestände und Provenienzen

Wurstwarenfabrik Heinrich Poppenburg

29 Verzeichnungseinheiten

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