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Nachlässe und Deposita - Privatpersonen

Das Stadtarchiv verfügt über Deposita, Vor- und Nachlässe, Nachlasssplitter und Sammlungen zur Familien- und Stadtgeschichte von 87 Personen:

Dr. Wilhelm Angenete (1890-1984), praktischer Arzt

Dr. Wilhelm Angenete

Dr. Heinrich Gottfried Wilhelm Angenete wuchs zusammen mit seinen 4 Geschwistern in Gütersloh auf wo er das Evangelisch Stiftischen Gymnasium bis zum Abitur besuchte. Für sein Studium verließ er seine Heimatstadt und legte 1914 das medizinische Staatsexamen ab. Wenig später  nahm er als Feldarzt am 1. Weltkrieg teil und arbeitete anschließend als praktischer Arzt in verschiedenen Städten. 1925 kehrte Dr. Angenete nach Gütersloh zurück und bezog eine Praxis in der Kökerstraße 13. Auch nach seiner Rückkehr blieb das Reisen eines seiner Hobbys, das beweisen Reisen als Schiffsarzt vor dem 2. Weltkrieg, den er wiederrum als hochrangiger Truppenarzt und als Lazarettarzt in Bielefeld miterlebte. In seiner Heimat war Dr. Angenete bis ins hohe Alter mit seinem weißen VW-Käfer für seine Patienten unterwegs. Erst kurz vor seinem Tod zog er sich in den Ruhestand zurück.
Zuvor hatten er und seine Schwester ihren Nachlass geordnet. Sie schenkten dem Turnverein ein Grundstück und ein Gebäude für die Jugendarbeit (die Tennisanlage am Postdamm ist daraus entstanden). Dem Heimatverein, dessen Mitglied Dr. Angenete über 50 Jahre war, schenkten die Geschwister bereits 1982 die Gebäude der elterlichen Kornhandlung in der Kökerstraße samt den darauf befindlichen Fachwerk- und Backstein-Häusern Nr. 7, 9 und 11 a (Gartenhaus). In ihnen befindet sich heute das Stadtmuseum, dessen medizinische Dauerausstellung im Wesentlichen auf die Einrichtung von Dr. Angenetes Praxis zurückzuführen ist.

Im umfangreichen "Nachlass Angenete" befinden sich Aufzeichnungen aus seiner Zeit als Arzt und beim Militär, persönliche und geschäftliche Korrespondenzen, Fotoalben und Reisetagebücher sowie Aufzeichnungen über die Familiengeschichte.

Hermann Augustin (1906-1986), Kaufmann und Stadtverordneter

Hermann Augustin

Hermann Augustin wurde als jüngster Sohn des Louis Augustin (1849 – 1943) und seiner zweiten Frau Martha Grote in Gütersloh geboren. Der Vater war als Kaufmann und Prokurist in verschieden Firmen tätig und kam 1894 nach Gütersloh wo er 1902 eine Agentur für technische Artikel, Mehl und Getreide eröffnete. Hermann Augustin trat 1925 nach seiner Lehre in das väterliche Geschäft ein. 1931 heiratete er seine Frau Elfriede Arnz (1905 – 1995). Beide lernten sich im Haushalt des befreundeten Stadtbaurats Ludwig Schluckebier kennen. Als der Vater 1943 starb, war Hermann Augustin zur Marineverwaltung abkommandiert, konnte die Agentur jedoch nach seiner Rückkehr aus dem Krieg weiterführen.
Hermann Augustin war Zeit seines Lebens politisch interessiert. Anfang der 1920er Jahre wurde er Mitglied des Jungdeutschen Ordens. Nach dem Krieg setzte die Militärregierung ihn als Stadtverordneten ein, dieses Amt behielt er bis 1948, später wurde er auch zum Abgeordneten des Kreistages in Wiedenbrück gewählt.
Er setzte sich für Friedensprojekte ein, war Mitglied der Artur-Mahraun-Gesellschaft und in der von dieser initiierten Aktionsgemeinschaft „Deutsche Ombudsmann“.

Dem Stadtarchiv wurden Teile des Nachlasses von seiner Tochter Roswitha Bergk (*1937) übergeben. Darunter finden sich Schriftwechsel zu politischen Themen, ein Fotoalbum mit Postkarten des 1. Weltkriegs und Briefe von Louis Augustin an seine Familie.

Jehuda Barlev (1911-1997)

Jehuda Barlev

 Jehuda Barlev wurde 1911 in Gütersloh als Kurt Herzberg geboren. 1929 verließ der Sohn jüdischer Eltern für eine Lehre als Textilkaufmann seine Heimatstadt. 1938 wanderte er nach Palästina aus und entging so der nationalsozialistischen Verfolgung, der u. a. seine Mutter Klara Herzberg zum Opfer fiel. In Israel änderte er seinen Namen in Jehuda Barlev („Sohn des Herzens“). 1956 kehrte er mit seiner Familie nach Deutschland zurück und ließ sich in Köln nieder. Dort arbeitete er bei der israelischen Handelsmission, dem Konsulat und der Botschaft mit. Anfang der 1970er Jahre begann er mit der Erforschung der Geschichte der jüdischen Gemeinde seiner Heimatstadt. Hierzu veröffentlichte er mehrere Publikationen und Beiträge. Außerdem Korrespondierte er mit Überlebenden und Nachkommen jüdischer Familien, sodass ein Besuch dieser in den Jahren 1985 und 1986 in Gütersloh stattfinden konnte. Der Heimatverein verlieh ihm zur Würdigung seines Gesamtwerkes die „Eickhoff-Palette“. Auch die Stadt würdigte seine Verdienste im Dezember 1988 mit der Verleihung des Ehrenrings.

Dem Stadtarchiv übergab Jehuda Barlev seine Aufzeichnungen noch zu Lebzeiten. Im Bestand finden sich Unterlagen zur Vorbereitung seiner Publikationen zur Geschichte jüdischer Familien (darunter Abschriften aus anderen Archiven), Korrespondenzen mit Angehörigen und Überlebenden und genealogische Aufzeichnungen. Seine gesammelten Zeitungsausschnitte und Druckschriften wurden den entsprechenden Archivbeständen zugeordnet.

 

Ferdinand Bartels (1834-1905), Fabrikant und Stadtverordneter

Christian Ferdinand Bartels

Christian Ferdinand Bartels war das jüngste von 8 Kindern des Kaufmanns Johann Wilhelm Bartels (1782 - 1851) und seiner Frau Sophie geb. Stahl (1791 – 1855). Nach dem Besuch des Gymnasiums in Duisburg, einer Lehre im Großhandel und anschließender Berufserfahrung, gründete er mit seinem ältesten Bruder Wilhelm (1818 - 1892) 1857 die Seidenweberei Gebr. Bartels. Die Firma war zeitweise der größte Arbeitgeber in der Stadt und bezog 1887 einen Neubau in der Berliner Straße. Für seine Familie, er heiratete seine Frau Maria geborene Kuhfuß 1859 und bekam mit ihr 14 Kinder, baute er das Haus Kirchstraße 18 aus (später Kreismusikschule). Auch innerhalb der Stadt war Ferdinand Bartels sehr engagiert. Seit 1892 war er Mitglied, seit 1899 Vorsitzender des Kuratoriums des Evangelisch Stiftischen Gymnasiums. Zudem trat er als Mitbegründer mehrerer Vereine auf, so z. B. des Landwehrvereins, des Gesangvereins und des Verschönerungsvereins. Politisch war er Mitglied der "Konservativen Partei für Gütersloh und Umgegend", die ihn 1898 und 1903 als Kandidat für die Reichstagswahl aufstellte. Von 1887 bis 1904 war er Vorsitzender des Stadtverordnetenkollegiums. Ferdinand Bartels war eine einflussreiche Persönlichkeit der Stadt, ihm wurde 1896 der Titel "Kommerzienrat" und 1901 der Rote Adler-Orden 4. Klasse verliehen.

Der Nachlass der Familie Ferdinand Bartels wurde von seinem Sohn Martin (1875 – 1947) zusammengetragen. Da seine Ehe kinderlos blieb, verfügte er in seinem Testament, dass jeweils der älteste Nachkomme den Familiennachlass verwahren sollte. 1996 übergab die Familie den Nachlass als Depositum dem Stadtarchiv. Erschlossen wurde dieser, im Rahmen eines Werkvertrags, von Dr. Karsten Kelberg.
Der Bestand enthält überwiegend Dokumente privater Art (darunter einen großen Teil Briefe, genealogische Aufzeichnungen und Kriegstagebücher bzw. -erinnerungen). Die Seidenweberei Gebr. Bartels taucht nur durch eigene Drucksachen oder im privaten Schriftverkehr auf. Eine Besonderheit stellen die sog. „Geschwister-Rundbriefe“ und Gedenkmappen für verstorbene Familienmitglieder da. Die Schwerpunkte des Bestandes liegen auf folgenden Personen: Ferdinand Bartels (1834 – 1905), Hermann Bartels (1865 – 1950), Martin Bartels (1875 – 1947), Walter Bartels (1868 – 1927) und Gerhard Bartels (1883 – 1919).

Wilhelm Bartels (1818-1892), Fabrikant und Stadtverordneter

Wilhelm Bartels

Wilhelm Burkhard Bartels wurde als ältester Sohn von Johann Wilhelm Bartels (1782 - 1851) in Gütersloh geboren. 1837 trat er in das Tuchgeschäft des Vaters ein, welches er nach dessen Tod übernahm und ausbaute. Mit seinem jüngsten Bruder Ferdinand Bartels (1834 – 1905) gründete er 1857 die erste Seidenweberei Gebr. Bartels, überließ dem Bruder doch weitestgehend die Produktion. Wilhelm Bartels heiratete zwei Mal und bekam insgesamt 10 Kinder.  Als Stadtverordneter regte er 1862 die Gründung der Städtischen Sparkasse an (in der Seidenweberei richtete der die erste Betriebssparkasse ein). Zeit seines Lebens war er ein großer Unterstützer des Evangelisch Stiftischen Gymnasiums. Dieses gründete er 1851 mit und war Mitglied des Kuratoriums. Zur Grundsteinlegung am 26.03.1852 reiste der preußische König Friedrich Wilhelm IV an und übernachtete im Anschluss in seinem Haus (Kirchstraße 21). Des Weiteren war er Präsens des Verwaltungsrats der Barthschen Stiftung, Stadtverordnetenvorsteher, Mitglied des Presbyteriums und der christlich-konservativen Partei. Für seinen vielfältigen Einsatz für die Stadt und ihre Bürger wurde ihm der Kronenorden 4. Klasse (1865) und der Titel „Kommerzienrat“ (1874) verliehen.

Im Oktober 1997 übergab Mechthild Wittkamp (geb. Bartels), Ur-Enkelin von Wilhelm Bartels, den Nachlass ihres Zweigs der Familie Bartels dem Stadtarchiv. Zwar ist der Nachlass wesentlich kleiner, als der der Linie um Ferdinand Bartels. Allerdings enthält er nicht weniger interessante Dokumente, so z. B. Wahlaufrufe von 1848 oder Schriftverkehr mit der Königin Elisabeth von Preußen zur Übersendung des Altarschmucks für die Neue Kirche (Martin-Luther-Kirche) 1860.

Heinz Beck (1900-1981), Maler und Kunsterzieher

Heinz Beck (rechts im Bild) mit Wilhelm Kieker am 04.05.1980

Heinz Beck wuchs als viertes von 13 Kindern in einer Lehrerfamilie in Nordrath (Kreis Mettmann) auf. Am 1. Weltkrieg nahm er als 15jähriger zunächst freiwillig als „Bursche“ des Etappen-Delegierten des Roten Kreuzes in Verviens bei Loan teil, wurde dann mit 18 Jahren als Soldat eingezogen und an die Westfront geschickt. Dort kam er nicht mehr zum Einsatz, da der Krieg bereits zu Ende war. Zwischendurch hatte er eine Lehre zum Dekorationsmaler absolviert und die Kunstgewerbeschule besucht. Nach dem Krieg wurde er in diesem Beruf tätig und verdiente so sein Geld für die Kunstakademie in Düsseldorf, wo er sein Examen mit Auszeichnung ablegte. 1926 zog Heinz Beck mit seiner Familie nach Gütersloh. Hier trat er eine Stelle als Kunsterzieher am Evangelisch Stiftischen Gymnasium an, diese hatte er bis 1945 inne. Im letzten halben Jahr des 2. Weltkriegs war er Luftwaffenunteroffizier bei Wien. Nach seiner Rückkehr nach Gütersloh, verdiente er seinen Lebensunterhalt fünf Jahre als freier Maler, ein Jahr unterrichtete er an einem Dortmunder Gymnasium und zum Ende seines Berufslebens (1950 – 1963) war er als Kunsterzieher an der Freiherr-vom-Stein Schule tätig.
Heinz Beck war zwei Mal verheiratet und hatte insgesamt 5 Kinder.

2016 übergab der Sohn Wolfgang Beck Bilder seines Vaters an das Stadtarchiv. Darunter Zeichnungen, Ölgemälde, Aquarelle und Drucke mit Motiven aus Gütersloh und von zahlreichen Reisen Becks.

Günther Behnke (geb. 1928), Bierverleger

Günther Behnke wurde 1928 in Neukirchen (Pommern) geboren und zog im Dezember 1947 als Flüchtling nach Gütersloh. Er wohnte vorrübergehend im Herzebrocker Lager und bezog 1954 eine Wohnung im Neißeweg, wo er 1955 sein Gewerbe als Bierverleger anmeldete. 1966 zog Günther Behnke zusammen mit seiner Familie und seinem Gewerbe nach Avenwedde an die Osnabrücker Landstraße.

Durch seinen Sohn Jürgen wurden dem Stadtarchiv Nachlasssplitter zugetragen, darunter u. a. Postkarten an die Familien Orthwirt und Sunderkötter.

Hans-Martin Betz (1937-2000), Realschullehrer

Hans-Martin Betz

Hans-Martin Betz zog 1971 mit seiner Familie nach Gütersloh, wo er bis 1994 an der Freiherr-vom-Stein Realschule die Fächern Deutsch, Geschichte, Religion und Musik unterrichtete. Sein historisches Interesse galt vor allem der Zeit des Nationalsozialismus und der Judenverfolgung. Er wirkte u. a. an der Aufstellung des Synagogengedenksteins mit und kümmerte sich um ehemalige Zwangsarbeiterinnen und ihren Besuch in Gütersloh. Neben einigen Publikationen und Ausstellungen zum Nationalsozialismus führte er mit Schülern eine Bestandsaufnahme der Gräber des Jüdischen Friedhofs durch und unterstütze seine Schüler bei Schülerwettbewerben. Hans-Martin Betz engagierte sich in der Evangelischen Kirchengemeinde, wo er 1980 Presbyter wurde und schon vor dem Fall der Mauer Kontakte zur orthodoxen St.-Georg-Gemeinde in Witebsk (Weißrussland) und anderen Gemeinden in der DDR und Osteuropa knüpfte.
1997 zeichnete ihn die Stadt Gütersloh für sein Engagement mit der Verdienstmedaille aus.

Hans-Martin Betz gelange durch seinen Kontakt mit dem Pfarrer Eberhard Warns (1927 – 2007) an Unterlagen zu dessen Brüdern Dieter (1919 – 1943) und Rüdiger (1922 - 1944) Warns, für deren Deponierung im Archiv er sorgte.

Die insgesamt 4 Brüder Warns wuchsen in einer Pastorenfamilie auf. Ihr Vater Martin Warns (1883 – 1964) war Pfarrer in der Heil- und Pflegeanstalt Gütersloh (heute LWL-Klinikum).
Dieter Warns besuchte, wie alle seine Brüder, das Evangelisch Stiftische Gymnasium und machte dort sein Abitur. Er war Mitglied des HJ-Musikzugs und wurde später Kameradschaftsführer.
Rüdiger Warns war ebenfalls Mitglied der Hitlerjugend und wurde 1939 zum Jungzugführer des HJ-Fähnleins 49, Jungbann 158. Beide Brüder nahmen als Mitglied des Infanterie Regiments 18 am 2. Weltkrieg teil und fielen.
Der Nachlass Warns besteht hauptsächlich aus Kontrollbücher, Dienstunterlagen und Notizen von Rüdiger Warns.

Edith Böhmer (1911-1999), Kindergärtnerin

Edith Böhmer wurde 1911 als Tochter eines Pfarrers in Haigerloch (Baden-Württemberg) geboren. 1916 zog sie zusammen mit ihrer Mutter und ihren Geschwistern nach Gütersloh. An der Cecilienschule in Bielefeld wurde sie zur Kindergärtnerin ausgebildet. 1938 nahm sie eine Stelle im Kindergarten der Evangelischen Kirchengemeinde in der Fichtenstraße an und wurde bereits 1939 dessen Leiterin. Bis zu ihrem Ruhestand 1976 blieb sie Leiterin dieses Kindergartens. Edith Böhmer war darüber hinaus auch Leiterin der Frauenhilfe des damaligen Pfarrbezirks Lukaskirche-Kattenstroth.

Der Nachlass von Edith Böhmer wurde 2000 zum 75jährigen Bestehen des Kindergartens Fichtenstraße (gegründet 1925 als „Evangelische Kleinkinderschule Kattenstroth“) ausgestellt und anschließend von der damaligen Leiterin Annette Holtkamp (+) an das Stadtarchiv übergeben. Im Nachlass enthalten sind u. a. Kinderbücher und Spiele, ein Fotoalbum mit Ausflügen der Frauenhilfe und ein Tagebuch über die Kindergartenarbeit.

August Bottemöller (1893-1968), Bäckermeister

August Bottemöller als Schützenkönig von 1931/1932

August Bottemöller wurde in Börninghausen (Kreis Lübbecke) als ältestes von 5 Kindern geboren. 1907 zog seine Familie von Bielefeld nach Gütersloh. Sein gleichnamiger Vater (1868 - 1933) hatte die an der Ringstraße liegende Besitzung Nr. 843 (später Nordring Nr. 15) gekauft. Zunächst betrieb die Familie hier nur eine Bäckerei, 1922 wurde das Geschäft um eine Kolonialwarenhandlung erweitert. Ab 1957 verpachtete August Bottemöller (jun.) die Bäckerei an H. Lüttich, am 1. Juli 1964 wurde der Betrieb eingestellt. Das Ehepaar bezog anschließend eine Zweitwohnung in Bad Salzuflen.
August Bottemöller verstarb 1968 in Schöttmar. Aus der 1923 geschlossenen Ehe mit Elise geb. Wittler (1896-1970) aus Isselhorst ging die Tochter Anneliese, hervor.
Im 100. Jubiläumsjahr 1931/1932 des Schützenvereins Gütersloh amtierte August Bottemöller als Schützenkönig, daher finden sich im Nachlass auch einige Betreffe zum Schützenwesen.

Im November 2011 übergab Jörg Weltzer, Eigentümer des Hauses Nordring Nr. 15, dem Stadtarchiv die ca. 100 Ordner umfassende Geschäftsregistratur der ehemaligen Bäckerei August Bottemöller, die sich auf dem Dachboden des früheren Firmensitzes befand. Das Schriftgut befand sich in einem derart schlechten Zustand, dass mehr als die Hälfte kassiert werden musste (in der Regel Rechnungen und Belege). Die verbliebenen Unterlagen wurden im Dezember 2011 gesäubert, von Metallteilen befreit, in Archivkartons abgelegt und anschließen verzeichnet.

Friedrich Bradler (geb. 1947)

Sammlungen Wiltmann, Dresdner Bank, Fa. Gebr. Bartels

Hubert Brentrup (1889-1970), Kaufmann

Hubert Brentrup

Werner Brockmann (1905-1992), Handelsvertreter

Werner Brockmann, 1930er Jahre
Familiengeschichte

August Dreskornfeld (1912-1994), Familienforscher

August Dreskornfeld wurde als vorletztes von 6 Kindern der Eheleute August und Anna geb. König in Gütersloh geboren. Seine Eltern besaßen den Hof Blankenhagen Nr. 35 (später Berliner Straße 393). 1944 heiratete August Dreskornfeld seine Frau Elfriede geb. Hustadt in Brackwede und bekam mit ihr 2 Kinder. Die Familie wohnte eine Zeit lang in Brackwede und zog 1959 zurück nach Gütersloh in die Mangelsdorfstraße 25. August Dreskornfeld verstarb 1994 in seiner Heimatstadt.

Der Nachlass von August Dreskornfeld wurde 2012 im Archiv erschlossen und umfass Unterlagen zur Familienforschung Dreskornfeld, Nottebrock, Fortmann und Güthenke.

Annemarie Engbert (1915-1975), Lehrerin

Annemarie Engbert

Annemarie Engbert geb. Eversloh wurde 1915 in Hamm geboren. Von 1933 bis 1935 machte sie eine Ausbildung zur Kindergärtnerin und arbeitete anschließend in unterschiedlichen Kindergärten in Westfalen. 1939 zog Annemarie Engbert nach Gütersloh, heiratete hier den Rechtsanwalt und Notar Heinrich Engbert und bekam mit ihm 3 Kinder. Trotz ihrer familiären Aufgaben bildete sie von 1942 bis 1962 hauswirtschaftliche Lehrlinge in ihrem Lehrhaushalt aus. Von 1955 bis 1963 war sie Vorsitzende des Ortsausschusses Gütersloh für hauswirtschaftliche Berufsausbildung. Annemarie Engbert bildete sich zur Haushaltsmeisterin und zur Volksschullehrerin fort, sodass sie von 1964 bis 1966 als Aushilfskraft an der Overbergschule unterrichten konnte. Anschließend begann sie ein Studium und legte 1968 die 1. Staatsprüfung für das Lehramt an Volksschulen ab. Ab 1968 unterrichtete Annemarie Engbert an der Luise-Hensel-Schule und legte 1970 die 2. Staatsprüfung für das Lehramt an Grund- und Hauptschulen ab. 1971 übernahm sie eine Stelle an der Grundschule Blankenhagen. 1973 wechselte sie an die Grundschule Sundern, unterrichtete aber noch bis November 1974 mit 6 Wochenstunden weiterhin an der Grundschule Blankenhagen.

Im November 2008 übergab Frau Dorothea Ackermann 5 Einzelstücke aus dem Nachlass von Annemarie Engbert dem Stadtarchiv, darunter ihre beiden Examensarbeiten.

Heinrich Falke (1916-1992), Arbeiter

Heinrich Falke wurde 1916 als sechstes von sieben Kindern das Schlossers Franz Falke (1877 - 1937) und seiner Frau Katharina (1880 - 1958) in Neuenkirchen geboren. 1918 zog die Familie erst nach Spexard und dann 1920 nach Gütersloh. Dort bauten sie und zogen 1931 in die Viktoriastraße 10. Heinrich Falke machte ab 1930 eine Lehre bei der Firma Miele. 1948 heiratete er seine Frau Julia geb. Siekaup und bekam mit ihr 2 Kinder.

2008 übergab die Tochter Maria Schreiber geb. Falke dem Stadtarchiv Unterlagen ihres Vaters Heinrich Falke und der Familie Franz Falke. Darin enthalten sind Zeichnungen vom Haus Viktoriastraße 10, alte Sparbücher, Testamente sowie Suchanfragen und Berichte von ehemaligen Kameraden des im 2. Weltkrieg verschollenen Bernhard Falke (*1920).

Heinz Fissenwert (1913-1980), Fabrikant

Heinz Fissenwert

Irmela Fliedner (1918-2004), Studiendirektorin

Irmela Fliedner, 1960er Jahre

Irmela Fliedner

Reinhard Goldstein (1910-1999), Buchhändler

Reinhard Goldstein

Reinhard Goldstein

Wilhelm Haberecht (1892-1979), Ortsvorsitzender des Bundes der Vertriebenen in Gütersloh - Avenwedde

Wilhelm Haberecht

Joachim Halfpap (geb. 1927)

Geschichte der Gütersloher Post

Tassilo Hardung (geb. 1935)

Tassilo Hardung

Ehemaliges Ratsmitglied der F.D.P. (bis 2009)

Friedrich Hark (1870-1949), Heimat- und Familienforscher

Friedrich Hark

Friedrich Hark

Martin Harlinghausen (1902-1986), Generalleutnant

Martin Harlinghausen, um 1970

Martin Harlinghausen

Christiane Hartmann (geb. 1924)

Familiennachlass Winkelhagen, Greve, Muncke, Krebs

Renate Hermstrüwer (1929-2009), Lehrerin

Renate Hermstrüwer

Rudolf Herrmann (geb. 1930)

Rudolf Herrmann

Sammlungen zur Geschichte der Eisenbahn in mehreren Ordnern, von der Planung 1832 bis heute. Sowie verschiedene Dokumentationen über den 2. Weltkrieg und die Besatzungszeit.

Dr. Werner Husemann (1913-2010), Prokurist der Seidenweberei Gebr. Bartels

Dr. Werner Husemann, Prokurist der Seidenweberei Gebr. Bartels

Dr. Werner Husemann

Horst Imkamp (geb. 1938)

Posaunenchor Isselhorst

Wilhelm Kipp (1899-1985), Buchhalter

Wilhelm Kipp

Friedrich-Wilhelm Kleßmann (geb. 1928)

Familiengeschichte

Thomas Köhler, Hof Kuhlmann/Köhler, Sundern Nr. 14

Hof Kuhlmann/Köhler, Sundern Nr. 14

Heinrich Kornfeld (1921-1999), Heimatforscher

Heinrich Kornfeld

Heinrich Kornfeld

Harald Krämer (1939-2010), Kaufmann

Porträts und Autographen von Komponisten und Künstlern

Dr. Waldemar Kramer (1909-1994), Familienforscher

Dr. Waldemar Kramer

Joachim Kriele (geb. 1936)

Nachlass des Familienverbands Kriele/Wulfhorst

Friedrich Wilhelm Kuhlmann (geb. 1928), Luftwaffe

Friedrich Wilhelm Kuhlmann an der 2 cm Flak auf der Westseite des Flughafens

Friedrich Wilhelm Kuhlmann

Ursela Langenkämper (1921-2013), Heimatforscherin

Ursela Langenkämper, 1996

Ursela Langenkämper

Werner Lenz (1926-1986), Kreisheimatpfleger

Werner Lenz, ca. 1976

Werner Lenz

Ilse Lohmann (geb. 1930), Lehrerin

Tochter des Superintendenten Heinrich Lohmann (1904-1975)

Fritz (Friedel) Maaß (1905-1983), Realschullehrer

Friedel Maaß, ca. 1950

Fritz (Friedel) Maaß

Wilhelm Mahne (1872-1956), Tischlermeister, Brasilienauswanderer

Wilhelm Mahne

Arthur Mahraun, ca. 1920

Gründer des Jungdeutschen Ordens (Sammlungen Heinrich Wolf, Helga Rethfeld, Dietrich Güth, Rudolf Jehner)

Prof. Dr. Robert Meldau (1891-1978), Patentanwalt

Prof. Dr. Robert Meldau

Prof. Dr. Robert Meldau

Helmuth Metelmann (1913-1988), Dipl.-Ing.

Erbschaft Dr. Angenete

Hermann Meyer (1904-1991), Lehrer und Rektor

Hermann Meyer

Karl Meyer (1913-1993), Heimatforscher

Sammlung zu Gaststätten

Dr. med. dent. Walther Murken (1856-1937)

Karten 1. Weltkrieg

Hans-Dieter Musch (geb. 1934), Leiter des Presseamtes der Stadt 1978-1998

Hans-Dieter Musch, 1987

Hans-Dieter Musch

Ekkehard Niemöller (geb. 1929), Fabrikant und Heimatforscher

Fritz Ekkehard Niemöller, um 1975

Ekkehard Niemöller

Ella Ortwirth (geb. Kornfeld) (1903-1984), Wirtin der Gaststätte Ortwirth

Gastwirtschaft August Ortwirth, Ella Ortwirth in der MItte mit weißem Kleid Ella

Ella Ortwirth (geb. Kornfeld)

Rosemarie Ossenkämper (1930-2005), Vorsitzende des Gütersloher Hausfrauenbundes

Rosemarie Ossenkämper, 1992

Rosemarie Ossenkämper

Fritz Poggenklas (1903-1985), Triebwerkprüfer Flughafen

Fritz Poggenklas, um 1940

Fritz Poggenklas

Erich Pott (1906-1987), Heimat- und Familienforscher

Erich Pott

Elisabeth Power geb. Micheel (geb. 1947)

Westfälische Teigwarenfabrik C. H. Diestelkamp

Harald Rethage, Hof Amtenbrink, Sundern Nr. 6

Harald Rethage

Paul Roehse (1884-1953), Baumschulenbesitzer und Gartenarchitekt

Paul Roehse

Paul Roehse

Anne-Margrit Roehse (1919-2014)

Anne-Margrit Roehse, ca. 2010

Anne-Margrit Roehse

Waltraut Roehse (1923-2015), Kranken- und Heilgymnastin

Waltraud Roese

Waltraut Roehse

Dr. Rudolf Rübesam (1905-1980), Gymnasiallehrer

Dr. Rudolf Rübesam

Ernst Ruhe (1896-1984), Journalist

Ernst Ruhe, ca. 1950

Zeitungsausschnittsammlung

Edmund Ruhenstroth (geb. 1936)

stadtgeschichtliche Sammlung des Kneipp-Vereins Gütersloh e.V.

Kurt Schapitz (1899-1992), Oberbrandmeister

Kurt Schapitz

Georg-Wilhelm Schluckebier (1919-2008), Lehrer und Heimatforscher

Georg-Wilhelm Schluckebier

Ludwig Schluckebier (1876-1951), Stadtbaurat

Ludwig Schluckebier, ca. 1915

Familiennachlass von Roswitha Bergk (geb. 1937)

Dr. Dietlind Schlüter (1929-2014), Ärztin

Dr. Dietlind Schlüter

Eugen Schmidt (1905-1982), Journalist, Zeitungsausschnittsammlung

Eugen Schmidt

Paul Schürmann (1906-2002), Schlossermeister

Paul Schürmann

Hanna Siekmann (1905-1999), Kindergärtnerin

Hanna Siekmann

Dr. August Stohlmann (1849-1912), Arzt

Dr. August Stohlmann

August Strothotte (1900-1995), Familienforscher (mit Dr. Waldemar Kramer)

August Strothotte

Wilfried Strothotte (geb. 1931), Familienforscher

Wilfried Strothotte bei seiner Arbeit im Stadtarchiv

Wilfried Strothotte

Prof. Dr. Martin Tegtmeyer (1906-1983), Familienforscher

Martin Tegtmeyer, 1974

Prof. Dr. Martin Tegtmeyer

Luise Lotte Puwelle (geb. 1927)

Familiengeschichte Vogt/Wolf/Sager/Puwelle

Walther Voigt, Redakteur (1902-1964)

Walter Voigt, 1962

Zeitungsausschnittsammlung

Erich Vornholt (1915-2013), Mitbegründer des Kuratoriums Rshew

Erich Vornholt und Maria Unger

Erich Vornholt

Otto Walger (geb. 1927), Ehrenvorsitzender des Heimatvereins

Otto Walger, 1990

Otto Walger

Rüdiger Warns (1922-1944) und Dieter Warns (1919-1943), Fähnlein- bzw. Kameradschaftsführer der Hitlerjugend

Rüdiger Warns, ca. 1942

Die insgesamt 4 Brüder Warns wuchsen in einer Pastorenfamilie auf. Ihr Vater Martin Warns (1883 – 1964) war Pfarrer in der Heil- und Pflegeanstalt Gütersloh (heute: LWL-Klinikum).
Dieter Warns (1919 - 1943) besuchte, wie alle seine Brüder, das Evangelisch Stiftische Gymnasium und machte dort sein Abitur. Er war Mitglied des HJ-Musikzugs und wurde später Kameradschaftsführer.
Rüdiger Warns (1922 - 1944) war ebenfalls Mitglied der Hitlerjugend und wurde 1939 zum Jungzugführer des HJ-Fähnleins 49, Jungbann 158. Beide Brüder nahmen als Mitglied des Infanterie Regiments 18 am 2. Weltkrieg teil und fielen.
Der Nachlass Warns besteht hauptsächlich aus Kontrollbücher, Dienstunterlagen und Notizen von Rüdiger Warns.

Walter Weigel (1924-2002)

Walter Weigel, 1963

amerikanische und britische Besatzung

Herbert Witt (1906-1988), Heimat- und Familienforscher

Herbert Witt

Dr. Gerd Wixforth (1934 - 2014)

Dr. Gerd Wixforth

Dr. Gerd Wixforth

Hermann Wulfhorst (1910-2009), Fabrikant, Familiengeschichte

Hermann Wulfhorst, 1938

Hermann Wulfhorst

Eva Zander (geb. 1929)

Familie Gustav Hanstein (1870-1947, Prokurist der Firma Niemöller & Lütgert) und Georg Hanstein (1898-1996, Direktor der Carl-Schurz-Gesellschaft)

Hans-Jürgen Zumwinkel (1943-1994), Familienforscher

Hans-Jürgen Zumwinkel

Hanna Zurmühlen (1909-2008), Ratsfrau

Hanna Zurmühlen, 1974

Hanna Zurmühlen

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Herr Stephan Grimm
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StadtarchivErdgeschossRaumnummer
Tel+49 5241 / 82-2302
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Frau Jana Knufinke
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33330 Gütersloh

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