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Nachlässe und Deposita - Privatpersonen

Das Stadtarchiv verfügt über Deposita, Vor- und Nachlässe, Nachlasssplitter und Sammlungen zur Familien- und Stadtgeschichte von 87 Personen:

Dr. Wilhelm Angenete (1890-1984), praktischer Arzt

Dr. Wilhelm Angenete

Dr. Heinrich Gottfried Wilhelm Angenete wuchs zusammen mit seinen 4 Geschwistern in Gütersloh auf wo er das Evangelisch Stiftischen Gymnasium bis zum Abitur besuchte. Für sein Studium verließ er seine Heimatstadt und legte 1914 das medizinische Staatsexamen ab. Wenig später  nahm er als Feldarzt am 1. Weltkrieg teil und arbeitete anschließend als praktischer Arzt in verschiedenen Städten. 1925 kehrte Dr. Angenete nach Gütersloh zurück und bezog eine Praxis in der Kökerstraße 13. Auch nach seiner Rückkehr blieb das Reisen eines seiner Hobbys, das beweisen Reisen als Schiffsarzt vor dem 2. Weltkrieg, den er wiederrum als hochrangiger Truppenarzt und als Lazarettarzt in Bielefeld miterlebte. In seiner Heimat war Dr. Angenete bis ins hohe Alter mit seinem weißen VW-Käfer für seine Patienten unterwegs. Erst kurz vor seinem Tod zog er sich in den Ruhestand zurück.
Zuvor hatten er und seine Schwester ihren Nachlass geordnet. Sie schenkten dem Turnverein ein Grundstück und ein Gebäude für die Jugendarbeit (die Tennisanlage am Postdamm ist daraus entstanden). Dem Heimatverein, dessen Mitglied Dr. Angenete über 50 Jahre war, schenkten die Geschwister bereits 1982 die Gebäude der elterlichen Kornhandlung in der Kökerstraße samt den darauf befindlichen Fachwerk- und Backstein-Häusern Nr. 7, 9 und 11 a (Gartenhaus). In ihnen befindet sich heute das Stadtmuseum, dessen medizinische Dauerausstellung im Wesentlichen auf die Einrichtung von Dr. Angenetes Praxis zurückzuführen ist.

Im umfangreichen "Nachlass Angenete" befinden sich Aufzeichnungen aus seiner Zeit als Arzt und beim Militär, persönliche und geschäftliche Korrespondenzen, Fotoalben und Reisetagebücher sowie Aufzeichnungen über die Familiengeschichte.

Hermann Augustin (1906-1986), Kaufmann und Stadtverordneter

Hermann Augustin

Hermann Augustin wurde als jüngster Sohn des Louis Augustin (1849 – 1943) und seiner zweiten Frau Martha Grote in Gütersloh geboren. Der Vater war als Kaufmann und Prokurist in verschieden Firmen tätig und kam 1894 nach Gütersloh wo er 1902 eine Agentur für technische Artikel, Mehl und Getreide eröffnete. Hermann Augustin trat 1925 nach seiner Lehre in das väterliche Geschäft ein. 1931 heiratete er seine Frau Elfriede Arnz (1905 – 1995). Beide lernten sich im Haushalt des befreundeten Stadtbaurats Ludwig Schluckebier kennen. Als der Vater 1943 starb, war Hermann Augustin zur Marineverwaltung abkommandiert, konnte die Agentur jedoch nach seiner Rückkehr aus dem Krieg weiterführen.
Hermann Augustin war Zeit seines Lebens politisch interessiert. Anfang der 1920er Jahre wurde er Mitglied des Jungdeutschen Ordens. Nach dem Krieg setzte die Militärregierung ihn als Stadtverordneten ein, dieses Amt behielt er bis 1948, später wurde er auch zum Abgeordneten des Kreistages in Wiedenbrück gewählt.
Er setzte sich für Friedensprojekte ein, war Mitglied der Artur-Mahraun-Gesellschaft und in der von dieser initiierten Aktionsgemeinschaft „Deutsche Ombudsmann“.

Dem Stadtarchiv wurden Teile des Nachlasses von seiner Tochter Roswitha Bergk (*1937) übergeben. Darunter finden sich Schriftwechsel zu politischen Themen, ein Fotoalbum mit Postkarten des 1. Weltkriegs und Briefe von Louis Augustin an seine Familie.

Jehuda Barlev (1911-1997)

Jehuda Barlev

 Jehuda Barlev wurde 1911 in Gütersloh als Kurt Herzberg geboren. 1929 verließ der Sohn jüdischer Eltern für eine Lehre als Textilkaufmann seine Heimatstadt. 1938 wanderte er nach Palästina aus und entging so der nationalsozialistischen Verfolgung, der u. a. seine Mutter Klara Herzberg zum Opfer fiel. In Israel änderte er seinen Namen in Jehuda Barlev („Sohn des Herzens“). 1956 kehrte er mit seiner Familie nach Deutschland zurück und ließ sich in Köln nieder. Dort arbeitete er bei der israelischen Handelsmission, dem Konsulat und der Botschaft mit. Anfang der 1970er Jahre begann er mit der Erforschung der Geschichte der jüdischen Gemeinde seiner Heimatstadt. Hierzu veröffentlichte er mehrere Publikationen und Beiträge. Außerdem Korrespondierte er mit Überlebenden und Nachkommen jüdischer Familien, sodass ein Besuch dieser in den Jahren 1985 und 1986 in Gütersloh stattfinden konnte. Der Heimatverein verlieh ihm zur Würdigung seines Gesamtwerkes die „Eickhoff-Palette“. Auch die Stadt würdigte seine Verdienste im Dezember 1988 mit der Verleihung des Ehrenrings.

Dem Stadtarchiv übergab Jehuda Barlev seine Aufzeichnungen noch zu Lebzeiten. Im Bestand finden sich Unterlagen zur Vorbereitung seiner Publikationen zur Geschichte jüdischer Familien (darunter Abschriften aus anderen Archiven), Korrespondenzen mit Angehörigen und Überlebenden und genealogische Aufzeichnungen. Seine gesammelten Zeitungsausschnitte und Druckschriften wurden den entsprechenden Archivbeständen zugeordnet.

 

Ferdinand Bartels (1834-1905), Fabrikant und Stadtverordneter

Christian Ferdinand Bartels

Christian Ferdinand Bartels war das jüngste von 8 Kindern des Kaufmanns Johann Wilhelm Bartels (1782 - 1851) und seiner Frau Sophie geb. Stahl (1791 – 1855). Nach dem Besuch des Gymnasiums in Duisburg, einer Lehre im Großhandel und anschließender Berufserfahrung, gründete er mit seinem ältesten Bruder Wilhelm (1818 - 1892) 1857 die Seidenweberei Gebr. Bartels. Die Firma war zeitweise der größte Arbeitgeber in der Stadt und bezog 1887 einen Neubau in der Berliner Straße. Für seine Familie, er heiratete seine Frau Maria geborene Kuhfuß 1859 und bekam mit ihr 14 Kinder, baute er das Haus Kirchstraße 18 aus (später Kreismusikschule). Auch innerhalb der Stadt war Ferdinand Bartels sehr engagiert. Seit 1892 war er Mitglied, seit 1899 Vorsitzender des Kuratoriums des Evangelisch Stiftischen Gymnasiums. Zudem trat er als Mitbegründer mehrerer Vereine auf, so z. B. des Landwehrvereins, des Gesangvereins und des Verschönerungsvereins. Politisch war er Mitglied der "Konservativen Partei für Gütersloh und Umgegend", die ihn 1898 und 1903 als Kandidat für die Reichstagswahl aufstellte. Von 1887 bis 1904 war er Vorsitzender des Stadtverordnetenkollegiums. Ferdinand Bartels war eine einflussreiche Persönlichkeit der Stadt, ihm wurde 1896 der Titel "Kommerzienrat" und 1901 der Rote Adler-Orden 4. Klasse verliehen.

Der Nachlass der Familie Ferdinand Bartels wurde von seinem Sohn Martin (1875 – 1947) zusammengetragen. Da seine Ehe kinderlos blieb, verfügte er in seinem Testament, dass jeweils der älteste Nachkomme den Familiennachlass verwahren sollte. 1996 übergab die Familie den Nachlass als Depositum dem Stadtarchiv. Erschlossen wurde dieser, im Rahmen eines Werkvertrags, von Dr. Karsten Kelberg.
Der Bestand enthält überwiegend Dokumente privater Art (darunter einen großen Teil Briefe, genealogische Aufzeichnungen und Kriegstagebücher bzw. -erinnerungen). Die Seidenweberei Gebr. Bartels taucht nur durch eigene Drucksachen oder im privaten Schriftverkehr auf. Eine Besonderheit stellen die sog. „Geschwister-Rundbriefe“ und Gedenkmappen für verstorbene Familienmitglieder da. Die Schwerpunkte des Bestandes liegen auf folgenden Personen: Ferdinand Bartels (1834 – 1905), Hermann Bartels (1865 – 1950), Martin Bartels (1875 – 1947), Walter Bartels (1868 – 1927) und Gerhard Bartels (1883 – 1919).

Wilhelm Bartels (1818-1892), Fabrikant und Stadtverordneter

Wilhelm Bartels

Wilhelm Burkhard Bartels wurde als ältester Sohn von Johann Wilhelm Bartels (1782 - 1851) in Gütersloh geboren. 1837 trat er in das Tuchgeschäft des Vaters ein, welches er nach dessen Tod übernahm und ausbaute. Mit seinem jüngsten Bruder Ferdinand Bartels (1834 – 1905) gründete er 1857 die erste Seidenweberei Gebr. Bartels, überließ dem Bruder doch weitestgehend die Produktion. Wilhelm Bartels heiratete zwei Mal und bekam insgesamt 10 Kinder.  Als Stadtverordneter regte er 1862 die Gründung der Städtischen Sparkasse an (in der Seidenweberei richtete der die erste Betriebssparkasse ein). Zeit seines Lebens war er ein großer Unterstützer des Evangelisch Stiftischen Gymnasiums. Dieses gründete er 1851 mit und war Mitglied des Kuratoriums. Zur Grundsteinlegung am 26.03.1852 reiste der preußische König Friedrich Wilhelm IV an und übernachtete im Anschluss in seinem Haus (Kirchstraße 21). Des Weiteren war er Präsens des Verwaltungsrats der Barthschen Stiftung, Stadtverordnetenvorsteher, Mitglied des Presbyteriums und der christlich-konservativen Partei. Für seinen vielfältigen Einsatz für die Stadt und ihre Bürger wurde ihm der Kronenorden 4. Klasse (1865) und der Titel „Kommerzienrat“ (1874) verliehen.

Im Oktober 1997 übergab Mechthild Wittkamp (geb. Bartels), Ur-Enkelin von Wilhelm Bartels, den Nachlass ihres Zweigs der Familie Bartels dem Stadtarchiv. Zwar ist der Nachlass wesentlich kleiner, als der der Linie um Ferdinand Bartels. Allerdings enthält er nicht weniger interessante Dokumente, so z. B. Wahlaufrufe von 1848 oder Schriftverkehr mit der Königin Elisabeth von Preußen zur Übersendung des Altarschmucks für die Neue Kirche (Martin-Luther-Kirche) 1860.

Heinz Beck (1900-1981), Maler und Kunsterzieher

Heinz Beck (rechts im Bild) mit Wilhelm Kieker am 04.05.1980

Heinz Beck wuchs als viertes von 13 Kindern in einer Lehrerfamilie in Nordrath (Kreis Mettmann) auf. Am 1. Weltkrieg nahm er als 15jähriger zunächst freiwillig als „Bursche“ des Etappen-Delegierten des Roten Kreuzes in Verviens bei Loan teil, wurde dann mit 18 Jahren als Soldat eingezogen und an die Westfront geschickt. Dort kam er nicht mehr zum Einsatz, da der Krieg bereits zu Ende war. Zwischendurch hatte er eine Lehre zum Dekorationsmaler absolviert und die Kunstgewerbeschule besucht. Nach dem Krieg wurde er in diesem Beruf tätig und verdiente so sein Geld für die Kunstakademie in Düsseldorf, wo er sein Examen mit Auszeichnung ablegte. 1926 zog Heinz Beck mit seiner Familie nach Gütersloh. Hier trat er eine Stelle als Kunsterzieher am Evangelisch Stiftischen Gymnasium an, diese hatte er bis 1945 inne. Im letzten halben Jahr des 2. Weltkriegs war er Luftwaffenunteroffizier bei Wien. Nach seiner Rückkehr nach Gütersloh, verdiente er seinen Lebensunterhalt fünf Jahre als freier Maler, ein Jahr unterrichtete er an einem Dortmunder Gymnasium und zum Ende seines Berufslebens (1950 – 1963) war er als Kunsterzieher an der Freiherr-vom-Stein Schule tätig.
Heinz Beck war zwei Mal verheiratet und hatte insgesamt 5 Kinder.

2016 übergab der Sohn Wolfgang Beck Bilder seines Vaters an das Stadtarchiv. Darunter Zeichnungen, Ölgemälde, Aquarelle und Drucke mit Motiven aus Gütersloh und von zahlreichen Reisen Becks.

Günther Behnke (geb. 1928), Bierverleger

Günther Behnke wurde 1928 in Neukirchen (Pommern) geboren und zog im Dezember 1947 als Flüchtling nach Gütersloh. Er wohnte vorrübergehend im Herzebrocker Lager und bezog 1954 eine Wohnung im Neißeweg, wo er 1955 sein Gewerbe als Bierverleger anmeldete. 1966 zog Günther Behnke zusammen mit seiner Familie und seinem Gewerbe nach Avenwedde an die Osnabrücker Landstraße.

Durch seinen Sohn Jürgen wurden dem Stadtarchiv Nachlasssplitter zugetragen, darunter u. a. Postkarten an die Familien Orthwirt und Sunderkötter.

Hans-Martin Betz (1937-2000), Realschullehrer

Hans-Martin Betz

Hans-Martin Betz zog 1971 mit seiner Familie nach Gütersloh, wo er bis 1994 an der Freiherr-vom-Stein Realschule die Fächern Deutsch, Geschichte, Religion und Musik unterrichtete. Sein historisches Interesse galt vor allem der Zeit des Nationalsozialismus und der Judenverfolgung. Er wirkte u. a. an der Aufstellung des Synagogengedenksteins mit und kümmerte sich um ehemalige Zwangsarbeiterinnen und ihren Besuch in Gütersloh. Neben einigen Publikationen und Ausstellungen zum Nationalsozialismus führte er mit Schülern eine Bestandsaufnahme der Gräber des Jüdischen Friedhofs durch und unterstütze seine Schüler bei Schülerwettbewerben. Hans-Martin Betz engagierte sich in der Evangelischen Kirchengemeinde, wo er 1980 Presbyter wurde und schon vor dem Fall der Mauer Kontakte zur orthodoxen St.-Georg-Gemeinde in Witebsk (Weißrussland) und anderen Gemeinden in der DDR und Osteuropa knüpfte.
1997 zeichnete ihn die Stadt Gütersloh für sein Engagement mit der Verdienstmedaille aus.

Hans-Martin Betz gelange durch seinen Kontakt mit dem Pfarrer Eberhard Warns (1927 – 2007) an Unterlagen zu dessen Brüdern Dieter (1919 – 1943) und Rüdiger (1922 - 1944) Warns, für deren Deponierung im Archiv er sorgte.

Die insgesamt 4 Brüder Warns wuchsen in einer Pastorenfamilie auf. Ihr Vater Martin Warns (1883 – 1964) war Pfarrer in der Heil- und Pflegeanstalt Gütersloh (heute LWL-Klinikum).
Dieter Warns besuchte, wie alle seine Brüder, das Evangelisch Stiftische Gymnasium und machte dort sein Abitur. Er war Mitglied des HJ-Musikzugs und wurde später Kameradschaftsführer.
Rüdiger Warns war ebenfalls Mitglied der Hitlerjugend und wurde 1939 zum Jungzugführer des HJ-Fähnleins 49, Jungbann 158. Beide Brüder nahmen als Mitglied des Infanterie Regiments 18 am 2. Weltkrieg teil und fielen.
Der Nachlass Warns besteht hauptsächlich aus Kontrollbücher, Dienstunterlagen und Notizen von Rüdiger Warns.

Edith Böhmer (1911-1999), Kindergärtnerin

Edith Böhmer wurde 1911 als Tochter eines Pfarrers in Haigerloch (Baden-Württemberg) geboren. 1916 zog sie zusammen mit ihrer Mutter und ihren Geschwistern nach Gütersloh. An der Cecilienschule in Bielefeld wurde sie zur Kindergärtnerin ausgebildet. 1938 nahm sie eine Stelle im Kindergarten der Evangelischen Kirchengemeinde in der Fichtenstraße an und wurde bereits 1939 dessen Leiterin. Bis zu ihrem Ruhestand 1976 blieb sie Leiterin dieses Kindergartens. Edith Böhmer war darüber hinaus auch Leiterin der Frauenhilfe des damaligen Pfarrbezirks Lukaskirche-Kattenstroth.

Der Nachlass von Edith Böhmer wurde 2000 zum 75jährigen Bestehen des Kindergartens Fichtenstraße (gegründet 1925 als „Evangelische Kleinkinderschule Kattenstroth“) ausgestellt und anschließend von der damaligen Leiterin Annette Holtkamp (+) an das Stadtarchiv übergeben. Im Nachlass enthalten sind u. a. Kinderbücher und Spiele, ein Fotoalbum mit Ausflügen der Frauenhilfe und ein Tagebuch über die Kindergartenarbeit.

August Bottemöller (1893-1968), Bäckermeister

August Bottemöller als Schützenkönig von 1931/1932

August Bottemöller wurde in Börninghausen (Kreis Lübbecke) als ältestes von 5 Kindern geboren. 1907 zog seine Familie von Bielefeld nach Gütersloh. Sein gleichnamiger Vater (1868 - 1933) hatte die an der Ringstraße liegende Besitzung Nr. 843 (später Nordring Nr. 15) gekauft. Zunächst betrieb die Familie hier nur eine Bäckerei, 1922 wurde das Geschäft um eine Kolonialwarenhandlung erweitert. Ab 1957 verpachtete August Bottemöller (jun.) die Bäckerei an H. Lüttich, am 1. Juli 1964 wurde der Betrieb eingestellt. Das Ehepaar bezog anschließend eine Zweitwohnung in Bad Salzuflen.
August Bottemöller verstarb 1968 in Schöttmar. Aus der 1923 geschlossenen Ehe mit Elise geb. Wittler (1896-1970) aus Isselhorst ging die Tochter Anneliese, hervor.
Im 100. Jubiläumsjahr 1931/1932 des Schützenvereins Gütersloh amtierte August Bottemöller als Schützenkönig, daher finden sich im Nachlass auch einige Betreffe zum Schützenwesen.

Im November 2011 übergab Jörg Weltzer, Eigentümer des Hauses Nordring Nr. 15, dem Stadtarchiv die ca. 100 Ordner umfassende Geschäftsregistratur der ehemaligen Bäckerei August Bottemöller, die sich auf dem Dachboden des früheren Firmensitzes befand. Das Schriftgut befand sich in einem derart schlechten Zustand, dass mehr als die Hälfte kassiert werden musste (in der Regel Rechnungen und Belege). Die verbliebenen Unterlagen wurden im Dezember 2011 gesäubert, von Metallteilen befreit, in Archivkartons abgelegt und anschließen verzeichnet.

Friedrich Bradler (geb. 1947)

Sammlungen Wiltmann, Dresdner Bank, Fa. Gebr. Bartels

Hubert Brentrup (1889-1970), Kaufmann

Hubert Brentrup lebte zunächst in Wiedenbrück. Von 1922 bis 1960 betrieb er einen Modewarengroßhandel in Gütersloh, zunächst in der Berliner Straße 4, später in der Kurfürstenstraße 17. Er war verheiratet mit Maria Wiesenhöfer; aus der Ehe gingen drei Kinder hervor.
Das Stadtarchiv verwahrt Korrespondenzbücher, Kassenbücher, Wareneingangs- und Warenausgangsbücher sowie ein Stoffmusterbuch aus den 1930er und 1940er Jahren. Die Bücher dokumentieren beispielhaft die Geschäftsbeziehungen und den Geschäftsverlauf eines Grossisten in einer westfälischen mittelgroßen Stadt zwischen Weltwirtschaftskrise und Kriegsbeginn.

Werner Brockmann (1905-1992), Handelsvertreter

Werner Brockmann, 1930er Jahre

Werner Brockmann war einer von zwei Söhnen des Dekorateurs und Polstermeisters Wilhelm Brockmann (1871-1952), der bis zu seinem Tod ein Möbel- und Dekorationsgeschäft in der Hohenzollernstrasse 26 in Gütersloh betrieb. Werner Brockmann führte das Geschäft seines Vaters unter der Firma Brotex bis 1974 fort. Etwa 1940 heiratete Werner Brockmann Friedel Fricke. Aus der Ehe gingen eine Tochter und ein Sohn hervor.
Martin Brockmann überließ dem Stadtarchiv zahlreiche Fotos der Familienmitglieder sowie des Geschäftes, ferner Urkunden und Aufzeichnungen zur Familiengeschichte.

August Dreskornfeld (1912-1994), Familienforscher

August Dreskornfeld wurde als vorletztes von 6 Kindern der Eheleute August und Anna geb. König in Gütersloh geboren. Seine Eltern besaßen den Hof Blankenhagen Nr. 35 (später Berliner Straße 393). 1944 heiratete August Dreskornfeld seine Frau Elfriede geb. Hustadt in Brackwede und bekam mit ihr 2 Kinder. Die Familie wohnte eine Zeit lang in Brackwede und zog 1959 zurück nach Gütersloh in die Mangelsdorfstraße 25. August Dreskornfeld verstarb 1994 in seiner Heimatstadt.

Der Nachlass von August Dreskornfeld wurde 2012 im Archiv erschlossen und umfass Unterlagen zur Familienforschung Dreskornfeld, Nottebrock, Fortmann und Güthenke.

Annemarie Engbert (1915-1975), Lehrerin

Annemarie Engbert

Annemarie Engbert geb. Eversloh wurde 1915 in Hamm geboren. Von 1933 bis 1935 machte sie eine Ausbildung zur Kindergärtnerin und arbeitete anschließend in unterschiedlichen Kindergärten in Westfalen. 1939 zog Annemarie Engbert nach Gütersloh, heiratete hier den Rechtsanwalt und Notar Heinrich Engbert und bekam mit ihm 3 Kinder. Trotz ihrer familiären Aufgaben bildete sie von 1942 bis 1962 hauswirtschaftliche Lehrlinge in ihrem Lehrhaushalt aus. Von 1955 bis 1963 war sie Vorsitzende des Ortsausschusses Gütersloh für hauswirtschaftliche Berufsausbildung. Annemarie Engbert bildete sich zur Haushaltsmeisterin und zur Volksschullehrerin fort, sodass sie von 1964 bis 1966 als Aushilfskraft an der Overbergschule unterrichten konnte. Anschließend begann sie ein Studium und legte 1968 die 1. Staatsprüfung für das Lehramt an Volksschulen ab. Ab 1968 unterrichtete Annemarie Engbert an der Luise-Hensel-Schule und legte 1970 die 2. Staatsprüfung für das Lehramt an Grund- und Hauptschulen ab. 1971 übernahm sie eine Stelle an der Grundschule Blankenhagen. 1973 wechselte sie an die Grundschule Sundern, unterrichtete aber noch bis November 1974 mit 6 Wochenstunden weiterhin an der Grundschule Blankenhagen.

Im November 2008 übergab Frau Dorothea Ackermann 5 Einzelstücke aus dem Nachlass von Annemarie Engbert dem Stadtarchiv, darunter ihre beiden Examensarbeiten.

Heinrich Falke (1916-1992), Arbeiter

Heinrich Falke wurde 1916 als sechstes von sieben Kindern das Schlossers Franz Falke (1877 - 1937) und seiner Frau Katharina (1880 - 1958) in Neuenkirchen geboren. 1918 zog die Familie erst nach Spexard und dann 1920 nach Gütersloh. Dort bauten sie und zogen 1931 in die Viktoriastraße 10. Heinrich Falke machte ab 1930 eine Lehre bei der Firma Miele. 1948 heiratete er seine Frau Julia geb. Siekaup und bekam mit ihr 2 Kinder.

2008 übergab die Tochter Maria Schreiber geb. Falke dem Stadtarchiv Unterlagen ihres Vaters Heinrich Falke und der Familie Franz Falke. Darin enthalten sind Zeichnungen vom Haus Viktoriastraße 10, alte Sparbücher, Testamente sowie Suchanfragen und Berichte von ehemaligen Kameraden des im 2. Weltkrieg verschollenen Bernhard Falke (*1920).

Heinz Fissenwert (1913-1980), Fabrikant

Heinz Fissenewert wurde 1913 als ältester Sohn von Wilhelm Fissenewert (1882 - 1954) und seiner Frau Emilie geb. Kerkhof (1886 - 1967) in Gütersloh geboren. Sein Vater gründete 1912 mit dessen Bruder die Gelenkkettefabrik Wilhelm Fissenewert. 1916 zog die Firma an die Neuenkirchener Straße und wurde dort über die Jahre immer wieder erweitert. 1933 trat Heinz Fissenewert als Mitarbeiter in die Firma ein, die Geschäftsführung behielt weiterhin Wilhelm Fissenewert. Dieser errichtete 1950 auf dem Firmengelände Werkswohnungen zur Linderung der Wohnungsnot. Das Werksgelände vergrößerte sich so auf insgesamt 6000 Quadratmeter. 1954 starb Wilhelm Fissenewert und Heinz übernahm die Firma. Er erweiterte und rationalisierte den Betrieb. 1989 wurde die Firma im Zuge der Innenstadtsanierung nach Bielefeld-Ummeln umgesiedelt und firmierte dort unter dem Namen „Kettentechnologie Bielefeld, Fissenewert, Gieselberg und Schomäker GmbH & Co.“. 1991 wurde das ehemalige Betriebsgelände in Gütersloh saniert und mit Wohn- und Geschäftshäusern neu bebaut.

Heinz Fissenewert war mehrmals verheiratet und hatte keine Kinder.
Seine letzte Ehefrau Ilse geb. Maas übergab dem Stadtarchiv einige Unterlagen zur Geschichte der Firma Fissenewert und ihres Vaters Realschullehrer Fritz Maaß.

Irmela Fliedner (1918-2004), Studiendirektorin

Irmela Fliedner, 1960er Jahre

Irmela Fliedner wurde 1918 als drittes von fünf Kindern des Oberlehrers Dr. Friedrich Fliedner und seiner Frau Sophie geb. Faulhaber in Berlin geboren. Der Vater arbeitete als Oberlehrer am Arndt-Gymnasium in Berlin-Dahlem. 1922 zog die Familie nach Gütersloh, wo Dr. Friedrich Fliedner von 1922 bis 1945 als Direktor das Evangelisch Stiftische Gymnasium leitete. Die Familie Fliedner hat eine lange Geschichte, die in enger Verbundenheit mit der evangelischen Kirche steht. So gründete der „Urvater“ Theodor Fliedner 1836 das berühmte Diakonissenhaus in Kaiserswerth.
Irmela Fliedner besuchte die Altstadtschule und das Mädchengymnasium und bestand an der Bavink-Schule in Bielefeld 1936 das Abitur. In Berlin studierte sie anschließend Musik mit Chemie im Nebenfach. Außerdem legte sie das Privatlehrerexamen für Klavierunterricht ab.
1947 begann sie ihre offizielle Lehrtätigkeit am Mädchengymnasium (heute Städtisches Gymnasium), dem sie bis zu ihrer Pensionierung 1982 treu blieb. Sie erteilte dort nicht nur den Musikunterricht in allen Stufen, sondern war auch Leiterin des Chors und des Orchesters und initiiere die seit 1948 alljährlich stattfindenden „Musikabende“. Darüber hinaus gilt sie als eine der Mitinitiatorinnen der Kreismusikschule.
Außerhalb ihres schulischen Engagements war sie Nachlasspflegerin des dichterischen Werks von Hermann Sundermann und Rolf Lauckner.

Der Nachlass von Irmela Fliedner besteht im Wesentlichen aus 2 Teilen. Zum einen Unterlagen aus ihrer Tätigkeit als Lehrerin am Städtischen Gymnasium (Fotoalben von Auftritten und Ausflügen, Noten und Programme von Aufführungen) sowie persönliche Dokumente. Im anderen Teil des Nachlasses befinden sich persönliche Aufzeichnungen ihres Vaters Dr. Friedrich Fliedner über sein Leben und das seiner Familie.

Reinhard Goldstein (1910-1999), Buchhändler

Reinhard Goldstein

Reinhard Goldstein wurde 1910 als mittleres von drei Kindern des Buchhändlers August Goldstein und seiner Frau Anna geb. Tigges geboren. Die Eltern führten die Buchhandlung von Friedrich Tigges (dem Vater von Anna) in der Königstraße.
Reinhard Goldstein studierte in Königsberg Geographie, Literatur und Kunstgeschichte. Anschließend besuchte der die Leipziger Buchhändlerschule und trat 1937 in das Geschäft seiner Eltern ein. 1939 wurde er als Soldat eingezogen (er stieg bis zum Leutnant auf) und war bis 1945 an 3 verschiedenen Fronten im Einsatz. Nach seiner Flucht aus der Kriegsgefangenschaft baute er die Buchhandlung wieder neu auf und etablierte verschiedene Vortragsreihen und Vorlesungen.
1953 heiratete Reinhard Goldstein seine Frau Irmgard geb. Brand und bekam mir ihr 3 Töchter.
Nach langem Wirken in seiner Buchhandlung übergab Reinhard Goldstein diese 1985 an Brüne-Udo Niere. Nach der Geschäftsübergabe gründete er den „Gütersloher Freundeskreises“, eine Vereinigung literarisch Interessierter die sich für Vorträge und Autorenlesungen zusammen fand. Über seine Buchhandlung hinaus war Reinhard Goldstein u. a. Mitglied des Heimat- und des Kunstvereins.

Der Nachlass von Reinhard Goldstein wurde 2012 verzeichnet und enthält im Wesentlichen Geschäftsunterlagen der Buchhandlung Tigges, sowie persönliche Aufzeichnungen zur Familiengeschichte und zum Bau des Hauses Königstraße 32.

Wilhelm Haberecht (1892-1979), Ortsvorsitzender des Bundes der Vertriebenen in Gütersloh - Avenwedde

Wilhelm Haberecht wurde 1892 im Nassau (Schlesien) geboren. Im ersten Weltkrieg kämpfte er an der Front und wurde mit verschiedenen Ehrungen ausgezeichnet, auch im zweiten Weltkrieg diente er an der Front (1940 bis 1945) und war zum Schluss Rittmeister. Seit 1926 war Wilhelm Haberecht selbstständiger Kaufmann und Rendant der Spar- und Darlehnskasse, bevor seine Familie 1946 das Schicksal der Vertreibung traf. So kam die Familie ins damalige Amt Avenwedde. Dort unterstütze er andere Vertrieben und hatte verschiedene Ämter in diesem Bereich inne. Von 1948 bis 1950 war er Kreisflüchtlingshelfer im Kreis Wiedenbrück, von 1946 bis 1952 und von 1956 bis 1964 war er im Gemeinde-, Amts- und Vertriebenenbeirat. Von 1946 bis 1965 war er erster Vorsitzender im Ortsverband Avenwedde im Bund der Vertriebenen. 1966 wurde ihm für seine Verdienste um die Unterstützung und Integration der Vertriebenen das Bundesverdienstkreuz verliehen.

Wilhelm Haberecht hatte mit seiner Frau Martha geb. Kesselhut (1898 - 1960) 2 Töchter.
Der Nachlass von Wilhelm Haberecht wurde von seinem Schwiegersohn Olaf Eimer dem Stadtarchiv übergeben. Darunter befinden sich Unterlagen der Sparkasse aus Schönwalde (von vor der Vertreibung) und Unterlagen aus seiner Arbeit im Vertriebenenverband.

Joachim Halfpap (geb. 1927)

Joachim Halfpap, 1943

Joachim Halfpap wurde 1927 in Stettin geboren. 1944 wurde er für den Wehrdienst gemustert und kam als Luftwaffenhelfer in und um Stettin zum Einsatz. 1945 trat er in die Wehrmacht ein und wurde daraufhin an die Ostfront geschickt, wo er einige Monate später in sowjetische Gefangenschaft geriet. Erst 1949 wurde er entlassen und kehrte zu seinen Eltern, die sich in der Zwischenzeit in Gütersloh angesiedelt hatten, zurück. Hier besuchte er die Handelsschule und wurde 1951 bei der Deutschen Post eingestellt, wo er bis zu seinem Ruhestand 1989 arbeitete. 1955 heiratete er seine Frau Erika, geb. Varnholt (1933 - 2017) und bekam mit ihr eine Tochter.

Dem Stadtarchiv überließ Joachim Halfpap Aufzeichnungen über seine Erlebnisse im 2. Weltkrieg und besonders während der Kriegsgefangenschaft. Zudem legte er eine Sammlung zur Postgeschichte an.

Tassilo Hardung (geb. 1935)

Tassilo Hardung

Tassilo Hardung wurde 1935 als Sohn eines Spediteurs in Bielefeld geboren. Er erlernte den Beruf des Großhandelskaufmanns und machte anschließend noch eine Lehre als KFZ-Mechaniker. 1959 trat er in die von seiner damaligen Ehefrau gegründete Fahrschule ein und wurde ebenfalls Fahrlehrer. 1964 zog die Fahrschule an die Friedrich-Ebert-Straße und wurde 1999 an einen langjährigen Mitarbeiter verkauft. Die Liebe zu seinem Beruf lies Tassilo Hardung nie los, so blieb er bis ins hohe Alter seinen Fahrschülern treu.
1983 wurde Tassilo Hardung Mitglied der FDP und hatte den Posten des Ortsvorsitzenden von 1995 bis 2004 inne. 1999 trat er für die FDP als Bürgermeisterkandidat in Gütersloh an und belegte den 3. Platz. 2009 verließ er auf Grund von Streitigkeiten die FDP und wechselte zur BfGT.

Dem Stadtarchiv überlies Tassilo Hardung Zeitungsausschnitte, die der entsprechenden Sammlung des Archivs zugeordnet wurden. Darüber hinaus Briefe und Aufzeichnungen von seinem im 2. Weltkrieg gefallenen Verwandten Roland Herbst (geb. 20.12.1921 in Heepen/Bielefeld, gefallen 26.09.1942 in Rshew).

Friedrich Hark (1870-1949), Heimat- und Familienforscher

Friedrich Hark

Friedrich Heinrich Hark wurde als ältestes von 6 Kindern des Rangierers Heinrich Ludwig Hark und seiner Frau Margarethe geb. Bischoff am 28.10.1870 geboren. Nach seiner kaufmännischen Ausbildung arbeitete er in verschiedenen auswärtigen Firmen. Im Ersten Weltkrieg kam er nach Gütersloh zurück und ließ sich nach dem Krieg als Bücherrevisor [Bücherprüfer] nieder, erst 1942 gab er diesen Beruf auf. Am 08.12.1949 starb Friedrich Hark, er wohnte zuletzt in der Siegfriedstraße 19.

In seiner Freizeit galt Friedrich Harks Interesse der Geschichte seiner Heimat und seiner Vorfahren, hierzu besuchte er viele Archive und trug Kopien von Urkunden zusammen. In seinem Nachlass befinden sich Aufzeichnungen über die Geschichte des Hofes Hark in Blankenhagen, der Besitzung Nordhorn Nr. 53 und zur Geschichte des Dorfes Gütersloh.

Martin Harlinghausen (1902-1986), Generalleutnant

Martin Harlinghausen, um 1970

Martin Harlinghausen wurde am 17.01.1902 als Sohn des Schulmöbelfabrikanten Wilhelm Harlinghausen und dessen Frau Therese geb. Zurmühlen in Rheda geboren. Er besuchte die Gymnasien in Gütersloh, Soest und Gumbinnen, bevor er am 1. April 1923 als Seekadett in die Reichsmarine eintrat. Dort stieg er zum Oberleutnant zur See auf und qualifizierte sich zum Torpedobootskommandanten. Martin Harlinghausen wechselte jedoch 1933 zur Luftwaffe und lies sich dort zum Flugzeugführer ausbilden. Innerhalb der Luftwaffe wurde er zum Gruppenleiter der Abteilung Ausbildung befördert. Von Dezember 1937 bis Dezember 1938 leitete der die Staffel 88 in der Legion Condor im Spanischen Bürgerkrieg. In dieser Zeit wurde er zum Major befördert. In den folgenden Jahren stieg er in der Luftwaffe weiter auf und wurde 1944 Generalleutnant. Von April 1945 bis zum Kriegsende war er Befehlshaber des Luftwaffenkommandos West. Nach dem Krieg geriet er in Kriegsgefangenschaft aus der er erst im September 1947 entlassen wurde.
Martin Harlinghausen heiratete 1940 Inge geb. Ruhenstroth und bekam mit ihr 3 Kinder.
Nach der Rückkehr aus der Kriegsgefangenschaft trat er in die Firma seines Schwiegervaters, Willi Ruhenstroth (Wirus) ein. Nach Erlernung der kaufmännischen Tätigkeit wurde er Leiter der Verkaufsabteilung. 1957 ging Martin Harlinghausen zur Bundeswehr und wurde dort Kommandierender General der Luftwaffengruppe Nord in Münster. Ende 1961 schied er wegen Differenzen mit dem damaligen Verteidigungsminister Strauß aus der Bundeswehr aus.
Martin Harlinghausen war von 1952 – 1956 als Mitglieder der FDP im Rat der Stadt Gütersloh, 1970 trat er jedoch aus der FDP aus. Er war Präsident des Rotary-Clubs Münster. Von 1963 bis 1969 war er Geschäftsführendes Vorstandsmitglied der Deutschen Gesellschaft für Ortung und Navigation in Düsseldorf. Er starb am 23.03.1986 in Gütersloh.

Dem Stadtarchiv übergab Inge Harlinghausen Briefwechsel, Aufzeichnungen zu Vorträgen, Fotos, Stammbäume und Auszeichnungen ihres Mannes, nach dessen Tod.

Christiane Hartmann (geb. 1924)

2011 übergab Christiane Hartmann dem Stadtarchiv Unterlagen und Fotos zur Familiengeschichte ihrer Vorfahren aus den Familien Krebs, Muncke, Greve, Hartmann und Zahn. Darunter einige auffällige Stücke wie eine Urkunde zur Bestätigung der Titelverleihung "Ritter von Wazières" an André de Fourmestraux durch Philipp IV.

Renate Hermstrüwer (1929-2009), Lehrerin

Renate Hermstrüwer wurde 1929 als Tochter von Walter und Elisabteh geb. Strertkamp geboren. Ihr Großvater war der Kaufmann Ludwig Stertkamp (1858 – 1939).
Sie war Lehrerin und im Heimatverein aktiv.
Nach ihrem Tod 2009 wurden dem Stadtarchiv aus ihrem Nachlass Aufzeichnungen zur Familienforschung Hermstrüwer, Stertkamp und Flöttmann übergeben. Des Weiteren befinden sich einige Fotos der Familie Stertkamp aus ihrem Besitz in der Fotosammlung des Stadtarchivs

Rudolf Herrmann (geb. 1930)

Rudolf Herrmann

Rudolf Herrmann wurde als Ältester von insgesamt 5 Söhnen des Lokomotivführers Emil Herrmann und dessen Frau Lina geb. Burmester in Gütersloh geboren. 1944 ging er, wie sein Vater vor ihm, zur Reichsbahn und erlebte dort das Ende des 2. Weltkriegs mit. Er stieg bei der Deutschen Bahn auf und ging 1988 als Fahrdienstleiter des Stellwerks Gütersloh in den Ruhestand. 1954 heiratete er seine Frau Lieselotte geb. Rethage und bekam mit ihr 2 Kinder.

Nach seiner Pensionierung arbeitet er ehrenamtlich für das Stadtarchiv und ist hier besonders an der Dokumentation der Geschichte der Eisenbahn und der Aufarbeitung der Zeit des 2. Weltkriegs und der Nachkriegszeit beteiligt. Von Rudolf Herrmann liegen zahlreiche selbst verfasste Berichte und Dokumentationen zu diesen Themen vor. Darüber hinaus ist der Hobbyfotograf für das Stadtarchiv unterwegs und dokumentiert die Veränderungen in der Stadt.

Dr. Werner Husemann (1913-2010), Prokurist der Seidenweberei Gebr. Bartels

Dr. Werner Husemann, Prokurist der Seidenweberei Gebr. Bartels

Werner Husemann wurde 1913 als einziges Kind von Paul Husemann und seiner Frau Maria geb. Weiser in Gütersloh geboren. Paul Husemann fiel 1914 im ersten Weltkrieg und seiner Frau zog den Sohn alleine groß. 1943 heiratete Dr. Werner Husemann Sigrid geb. Bartels, aus der Ehe ging ein Sohn hervor. Werner Husemann verstarb 2010 in Gütersloh.

Ernst Imkamp (1907 - 2005), Dirigent

Ernst Imkamp wurde 1907 als Sohn von Wilhelm Imkamp und seiner Frau Johanna geb. Siewert in Isselhorst geboren. Als jüngster Sohn übernahm der den elterlichen Hof.
1937 heiratete er seine Frau Erna geb. Wiehenstroth, gemeinsam bekamen sie 3 Söhne.
Während des 2. Weltkriegs diente Horst Imkamp als Soldat an der Ostfront und kehrte 1945 aus der Kriegsgefangenschaft heim.
Horst Imkamp gehörte von 1946 bis 1961 als CDU-Mitglied dem Rat der Gemeinde Isselhorst an. Von 1946 bis 1980 war er Vorstandsmitglied der Spar- und Darlehnskasse, ab 1968 dessen Vorsitzender. Darüber hinaus war er als Direktor des Isselhorster Feuerversicherungsvereins tätig. Er zählt als Mitbegründer des evangelischen Kirchchors Isselhorst.
Obwohl er sich in vielen Bereichen um Isselhorst verdient gemacht hat, war seine bekannteste Tätigkeit wohl die der Leitung des Isselhorster Posaunenchors. Diese Position füllte er ab 1928 für insgesamt 59 Jahre aus. In dieser Zeit etablierte Imkamp, zusammen mit seinem Posaunenchor, viele Veranstaltungen und veranstaltete gemeinsame Bläserkonzerte mit anderen Posaunenchören der Umgebung. Da Ernst Imkamp bei seinem ersten Einsatz als Dirigent 1927, keine Ausbildung zum Dirigenten absolviert hatte, ging er in den folgenden Jahren bei „Posaunengeneral“ Pastor Kuhlo in die Lehre. Dieser blieb ihm in seiner weiteren Tätigkeit stets ein Vorbild.
1987 wurde Ernst Imkamp das Bundesverdienstkreuz verliehen.

Nach dem Tod von Ernst Imkamp 2005, wurde dem Stadtarchiv durch dessen der ältesten Sohn, Horst Imkamp, eine Sammlung von Programmen und Presseartikeln über den evangelischen Posaunenchor Isselhorst übergeben.

Wilhelm Kipp (1899-1985), Buchhalter

Wilhelm Kipp wurde 1899 als Sohn von Friedrich Wilhelm Kipp und dessen Frau Anna geb. Niedermark in Gütersloh geboren. Da sein Vater seit 1898 Hausmeister des Lehrerseminars in der Hohenzollernstraße 43 [später Volkshochschule] war, wohnte die Familie im Seminar. 1927 bezogen die Eltern ein eigenes Haus am Nordring 93.
Wilhelm Kipp zog, nach seiner Zeit bim Militär, 1925 nach Bielefeld. Er heiratete Frieda, geb. Osthus und arbeitete lange Jahre als Buchalter bei den Anker-Werken

Über das Stadtarchiv Bielefeld wurde dem Stadtarchiv 2003 ein kleiner Nachlass übertragen. In diesem befinden sich Quittungen und Rechnungsbelege sowie 47 Zeitungsausschnitte zum Ersten Weltkrieg, zusammengestellt vom Vater Friedrich Wilhelm Kipp.

Friedrich-Wilhelm Kleßmann (geb. 1928)

Friedrich Wilhelm Kleßmann

Friedrich-Wilhelm Kleßmann wurde als ältestes von fünf Kindern der Eheleute Wilhelm (1894-1981) und Helene (1904-1992), geb. Depenbrock, am 4. August 1928 geboren. Die Familie bewirtschaftete seit dem 11. Jahrhundert (unter den Namen Clesphen, Clesman und Klessman) einen Bauernhof in Nordhorn auf dem Gebiet der späteren Stadt Gütersloh. Mit der Ausbreitung der Firma Miele musste die Familie ihren Hof nach Sundern verlegen. Kleßmann ist ein Urenkel der Eheleute Peter Friedrich Ludwig Klessmann (1814-1885) und der Johanna Margarethe Zurmühlen (1819-1890), zu deren zahlreichen Nachkommen der Theologe Dr. Ernst Kleßmann (*1899), der Begründer der Firma IMA, Erich Kleßmann (1909?-2000) und der Arzt Dr. Gustav Kleßmann (1893-1976), Onkel von Friedrich-Wilhelm gehörten.
Nach dem Schulbesuch begann Friedrich-Wilhelm Kleßmann 1945 eine Lehre zum Elektriker. Zwischen 1952 und 1955 bildete er sich auf technischem und auf kaufmännischem Gebiet fort. Anschließend war Kleßmann bei verschiedenen Elektrogroßhandlungen tätig, bevor er im Herbst 1962 eine Arbeitsstelle beim Elektrobetrieb Gustav Schröder in Gütersloh aufnahm. Hier schied er Ende 1992 aus dem Erwerbsleben aus.
Kleßmanns gesellschaftliches Engagement in der Dalkestadt umfasste von 1968 bis 1975 das Amt eines Presbyters in der Matthäusgemeinde; seit Mitte der 1970er Jahre war er Mitglied im Heimatverein Gütersloh und im Bürgerverein Sundern. Hier übernahm er die Funktion des Pressesprechers und Vereinsfotografen und baute ein umfangreiches Vereinsarchiv auf. Die „Holskenbälle“ des Bürgervereins wurden wiederholt auf dem Bauernhof der Familie Kleßmann gefeiert, der von Kleßmanns jüngerem Bruder Otto bewirtschaftet wurde. Kleßmann führte ehrenamtlich Aufsicht im Gütersloher Stadtmuseum und beteiligte sich über 40 Jahre am Adventssingen in Sundern. Seine im Stadtarchiv Gütersloh aufbewahrten Lebenserinnerungen "Rückblick" beinhalten auch die Jahre des Zweiten Weltkrieges und die Nachkriegskontakte zu ehemaligen Zwangsarbeitern.

Thomas Köhler, Hof Kuhlmann/Köhler, Sundern Nr. 14

Hof Kuhlmann/Köhler, Sundern Nr. 14

Heinrich Kornfeld (1921-1999), Heimatforscher

Heinrich Kornfeld

Heinrich Kornfeld wurde am 22. Juli 1920 als ältestes von vier Kindern der Eheleute Heinrich (*1883) und Elisabeth, geborene Schmitz (1894-1962) in Gütersloh geboren. 1935 begann er eine Lehre als technischer Zeichner bei Miele. Nach seinem Dienst bei der Marine in den Jahren 1941 bis 1945 kehrte er zu seinem Arbeitgeber Miele zurück. Seit 1960 leitete Kornfeld die Konstruktionsabteilung. In den kommenden Jahren veränderte sich die Waschmaschinentechnik rasant: der Waschvollautomat und der erste Elektroniktrockner kamen auf den Markt. Kornfeld blieb bis zur Pensionierung bei Miele, sein Arbeitsverhältnis währte fast 50 Jahre. Seit 1960 war Kornfeld mit Lieselotte Barkey (1928-2018) verheiratet, die sich jahrzehntelang ehrenamtlich als Schriftführerin im Vorstand des Bezirksverbandes der evangelischen Frauenhilfe engagierte; aus der Ehe gingen zwei Kinder hervor.
Kornfeld engagierte sich seit Mitte der 1980er Jahre als Mitglied des Eickhoff-Kreises im Gütersloher Heimatverein. Er fertigte Quellendokumentationen zur Geschichte alter Bauernhöfe in den früheren Bauerschaften Pavenstädt und Blankenhagen und stellte Informationen zur Historie alter Gütersloher Wassermühlen sowie zum Hanfanbau und zum Hausgewerbe der Garnspinner im ehemaligen Kirchspiel Gütersloh zusammen. Seit der Gründungsphase des Stadtmuseums gehörte Kornfeld daher zu den wichtigsten Beratern bei Ausstellungen. Besonders geschätzt wurden seine Ausdauer, seine akribische Sammel- und Dokumentationsarbeit und seine einfühlsame Art, Lokalgeschichte aufzubereiten und zu erzählen. Im Arbeitskreis Denkmalschutz und Stadtbildpflege übernahm Kornfeld die Aufgabe des Wanderwartes und war einer der Initiatoren der jährlichen Pflanzaktion zum „Tag des Baumes“, an der er sich über 20 Jahre beteiligte. Kornfeld baute auch die Vereinsbibliothek aus und dokumentierte mit einer Fotoserie Grabstätten berühmter Gütersloher Persönlichkeiten auf dem alten Friedhof „Unter den Ulmen“, darunter die Gräber der ehemaligen Bürgermeister F. W. Friebe, J. Bauer und E. Mangelsdorff sowie des C. H. Walkenhorst, Generaldirektor bei Miele. Der Heimatverein würdigte Kornfelds langjährige Verdienste um die Heimatpflege mit der Ehrenmitgliedschaft im Jahr 1991 und der Verleihung der Eickhoff-Plakette im Jahr 1998.

Harald Krämer (1939-2010), Kaufmann

Porträts und Autographen von Komponisten und Künstlern

Dr. Waldemar Kramer (1909-1988), Familienforscher

© Dr. Henriette Kramer, Oberursel
© Dr. Henriette Kramer, Oberursel

Dr. Waldemar Kramer wurde am 9. März 1909 als Sohn des Druckereibesitzers Ludwig Kramer (1877-1955) und seiner Ehefrau Friederike, geb. Hummel, in Frankfurt am Main geboren. Kramer lernte Schriftsetzer und Verlagsbuchhändler. Sein Studium der Betriebswirtschaftslehre schloss er 1934 mit der Promotion ab. Schwerpunkt seines 1939 gegründeten Verlages war die Geschichte und Kultur Frankfurts. Nach dem Zweiten Weltkrieg kamen die Bereiche Kunst, Philosophie, Psychologie und Naturwissenschaften hinzu, hier vor allem die Schriften der Senckenberg Gesellschaft, in der er jahrzehntelang leitende Funktionen übernahm.
Kramer forschte intensiv zur Geschichte seiner Gütersloher Vorfahren, zu der er 1977 die Schrift „Die Familie Kramer-Strothotte aus Gütersloh in Westfalen“ veröffentlichte. Ein Erschwernis der Forschungen ergab sich aus dem „Namenswechsel bei männlichen Vorfahren…, wenn sie auf einen anderen Hof geheiratet haben.“ Bereits 1963 gab Kramer eine Ahnentafel heraus („Entwurf zu einer Stammtafel der Familie Kramer aus Gütersloh in Westfalen“), die bis in das 16. Jahrhundert „diejenigen Familienväter“ und ihre Abkömmlinge beinhaltete, „die in Gütersloh … während dreihundert Jahren den Namen Kramer… getragen und vererbt haben.“ Da nicht alle Namensträger genannt werden konnten, beschränkte sich Kramer auf diejenigen, „die für die Stammfolge wichtig sind“. Eine besondere Rolle kam daher dem jeweils jüngsten Sohn einer bäuerlichen Familie zu, da er den Hof erbte.
Kramer überließ dem Stadtarchiv Gütersloh umfangreiche Unterlagen, insbesondere Kirchenbuchabschriften, zur Familie Kramer.

Joachim Kriele (1936-2019)

Nachlass des Familienverbands Kriele/Wulfhorst

Friedrich Wilhelm Kuhlmann (geb. 1928), Luftwaffe

Friedrich Wilhelm Kuhlmann an der 2 cm Flak auf der Westseite des Flughafens

Friedrich Wilhelm Kuhlmann wurde am 12. Februar 1928 als Sohn des Geschäftsführers Wilhelm Kuhlmann und seiner Ehefrau Emma, geb. Sundermann, in Gütersloh geboren. 1943 und 1944 legte Kuhlmann als Mitglied des Nationalsozialistischen Fliegerskorps (NSKF) die Segelflieger-Prüfungen A und B ab. Im Herbst 1944 meldete er sich als Freiwilliger zur Wehrmacht. Im Rahmen des Reichsarbeitsdienstes stand er im Februar und März 1945 im „bes. Einsatz im Rahmen der Luftwaffe im Heimatkriegsgebiet.“ In den 1970er Jahren war Kuhlmann als Lehrer am Evangelisch Stiftischen Gymnasium in Gütersloh tätig. Als Zeitzeuge hat er bis in die jüngste Zeit seine Erinnerungen an den Zweiten Wletkrieg und die Geschichte des Gütersloher Flugplatzes geteilt

Ursela Langenkämper (1921-2013), Heimatforscherin

Ursela Langenkämper, 1996

Ursela Langenkämper wurde 12. Dezember 1921 als einziges Kind der Eheleute Heinrich (*1885) und Anna (*1910) Haverkamp geboren. Aus der Ehe mit Karl Langenkämper (1917-1974), dem langjährigen Schriftführer und Geschäftsführer des Gütersloher Heimatvereins, gingen zwei Söhne hervor. Nach mehr als 20jähriger Tätigkeit in der Parfümerie Berwinkel übernahm Ursela Langenkämper 1968 das bekannte Gütersloher Kosmetikfachgeschäft von Wilhelmine Linden, die die Parfümerie 1938 gegründet hatte.
Als Mitglied im Eickhoff-Kreis des Heimatvereins Gütersloh erforschte Langenkämper ein Jahrzehnt lang die zweihundertjährige Geschichte der Berliner Straße; ihre Recherchen umfassten die Eigentumsverhältnisse, die Gestaltung der Straße, die Häuser und ihre Bewohner. Ihre materialreichen Dokumentationen bildeten die Grundlage für drei von ihr für das Gütersloher Stadtmuseum konzipierten Ausstellungen zur ersten befestigten Straße Güterslohs, die heute die Hauptgeschäftsstraße der Stadt ist. Für ihr lokalgeschichtliches Engagement wurde Langenkämper 1991 mit der Ehrenmitgliedschaft und 2002 mit der Eickhoff-Plakette des Heimatvereins ausgezeichnet. Besonders geschätzt wurde ihre sorgfältige und präzise Arbeitsweise, in der sie umfängliche Detailkenntnisse mit Gesamtüberblick verband. Langenkämper war außerdem fast 30 Jahre ehrenamtlich im Stadtarchiv tätig. Hier transkribierte sie in deutscher Schrift erstellte Dokumente und half bei der Restaurierung und Konservierung von Akten.

Werner Lenz (1926-1986), Kreisheimatpfleger

Werner Lenz, ca. 1976

Werner Lenz wurde am 5. August 1926 in Berlin geboren. Nach wenigen Monaten Kriegsdienst und anschließendem Lazarettaufenthalt kehrte er im Herbst 1945 nach Berlin zurück. An das Abitur schloss Lenz ein Studium der Geographie und Biologie an. Nach einigen Jahren als wissenschaftlicher Assistent am Geographischen Institut der Freien Universität arbeitete er ab 1953 als Fachredakteur für naturwissenschaftliche Themen beim C. Bertelsmann Verlag in Güterloh. Lenz stieg in den kommenden Jahren bis zum Verlagsleiter des Programmbereiches Bildung und Wissen (1968) auf.
Lenz war Initiator und langjähriger Schriftleiter der seit 1965 erscheinenden Zeitschrift des Heimatvereins Gütersloh „Gütersloher Beiträge“. Als Mitbegründer des Arbeitskreises für Heimat- und Familienkunde, dem „Eickhoff-Kreis“, verfasste Lenz mehr als 100 Artikel für die „Gütersloher Beiträge“; insbesondere widmete er sich der Chronistentätigkeit in der von ihm begründeten Rubrik „Es geschah in Gütersloh“. Lenz publizierte auch in der Hauszeitschrift seines Arbeitgebers sowie in zahlreichen Heimatjahrbüchern, Festschriften und Zeitungsbeilagen, darunter im Minden-Ravensberger Heimatkalender. 1969 wurde er zum Kreisheimatpfleger des Kreises Wiedenbrück berufen. Sein intensives ehrenamtliches Engagement für die stadtgeschichtliche Forschung wurde 1984 mit der Eickhoff-Plakette des Heimatvereins gewürdigt. Lenz verstarb überraschend mit 59 Jahren.

Ilse Lohmann (geb. 1930), Lehrerin

Ilse Lohmann wurde am 12. September 1930 als ältestes von sechs Kindern der Eheleute Heinrich (1904-1975) und Charlotte Johanne (Karla) Lohmann (1908-2000), geb. Eisenberg in Bochum geboren. Im Gütersloher Heimatverein engagierte sich die vormalige Lehrerin vor allem als Fotografin. Sie dokumentierte Höfe auf Gütersloher Gebiet, die Berliner Straße und Grabsteine auf dem jüdischen Friedhof an der Herzebrocker Straße.
Ihr Vater, Heinrich Lohmann, wurde am 19. Januar 1904 in Menninghüffen bei Herford als Sohn des Rektors und Kantors Hermann Lohmann geboren. Nach dem Studium der Theologie in Marburg und Münster übernahm er seine erste Pfarrstelle in Bochum. Seit 1931 war Lohmann in Gütersloh als einer von vier evangelischen Pfarrern tätig. 1934 gehörte er zu den Mitbegründern des „Männerdienst Gau Minden-Ravensburg“, der sich den Grundsätzen der „ Bekennende Kirche“ verpflichtet hatte. Ende 1948 wurde Lohmann zum ersten Superintendenten des neu gebildeten Kirchenkreises Gütersloh berufen. 1964 zum Generalsekretär der Evangelischen Arbeitsgemeinschaft für Weltmission ernannt, zog er nach Hamburg. Sein Amt führte ihn vor allem nach Afrika und nach Zentralasien. 1965 übernahm Lohmann den Vorsitz der „Ökumenischen Arbeitsgemeinschaft für Bibellese“ (zuvor: Textplanungsausschuss der Kirchlichen Werke). 1971 kehrte Lohmann nach Gütersloh zurück und betreute erneut als Pastor eine Gütersloher Gemeinde. Er starb am 27. Juli 1975.

Fritz (Friedel) Maaß (1905-1983), Realschullehrer

Friedel Maaß, ca. 1950

Friedel Maaß wurde am 10. Juni 1905 als eines von drei Kindern der Eheleute Fritz und Johanne, geb. Gronebaum in Gütersloh geboren. Nach der Ausbildung am Lehrerseminar in Gütersloh und dem Studium in Münster war er als Turnlehrer in Gütersloh, Hannover und Berlin tätig. 1934 trat Maaß in die Reichswehr ein und wurde im Rang eines Leutnants 1937 Oberlehrer an der Heeresfachschule in Kassel. Im selben Jahr heiratete er Ilse Gutzeit (1896-1972) aus „einer altpreußischen Offiziersfamilie“. Im Zweiten Weltkrieg diente der Offizier in Divisionsstäben in Frankreich und Russland und wurde für seine Tapferkeit ausgezeichnet. Nach dem Krieg kehrte Maaß nach Gütersloh und in den Schuldienst zurück. Von 1947 bis 1972 unterrichtete er an der Freiherr-vom-Stein-Realschule in den Fächern Deutsch, Erdkunde, Biologie und Sport.
Der Pädagoge war Mitbegründer des Vereins „Schullandheim der Gütersloher Realschulen“ und im Verein „Michaeliswoche“ viele Jahre für kulturelle Veranstaltungen verantwortlich. Dem Amtsgericht stand Maaß ein Jahrzehnt lang als Schöffe zur Verfügung.

1955 initiierte er im Gütersloher Verkehrsverein die Rundfahrten durch die Stadt und 1972 die Rundfahrten durch den Kreis. Maaß leitete diese Fahrten, die sich großer Beliebtheit erfreuten, mehr als 25 Jahre lang. Er genoss in der Stadtgesellschaft hohe Wertschätzung: Maaß zähle „ohne Übertreibung zu den bekanntesten Bürgern der Stadt Gütersloh“; seine Persönlichkeit sei, so hieß es in einer Würdigung zu seinem 70. Geburtstag „von den Werten des christlichen Glaubens und des Preußentums alter Schule geprägt.“ Maaß verstarb am 17. Januar 1983 in seiner Heimatstadt.

Wilhelm Mahne (1872-1956), Tischlermeister, Brasilienauswanderer

Wilhelm Mahne wurde am 25. Juli 1872 in Bielefeld geboren. Der Tischler wanderte im Januar 1924 mit seiner in Gütersloh am 26. Juli 1872 geborenen Ehefrau Agnes, geb. Friesenhausen und mit fünf ihrer sechs Kinder im Alter von 6 bis 19 Jahren nach Brasilien aus. Die älteste Tochter Änne blieb bei ihrem Verlobten in Deutschland. Die meisten Briefe schrieb Agnes an Änne. Die Enkelin Gerda Schmitz, Tochter von Änne, transkribierte die im Stadtarchiv archivierten, in deutscher Schrift verfassten Briefe und veröffentlichte das gedruckte Manuskript. In den Briefen sind Namen weiterer Verwandter genannt, deren Wohnorte und Berufe die Enkelin benennt und damit Informationen zur geografischen Verbreitung und sozialen Verortung der Familie gibt. Grund der Auswanderung war die schwierige wirtschaftliche Situation der Familie. Nach Gesprächen mit einem Priester, der in Brasilien lebte und nach Aufforderungen von auswanderungswilligen Bekannten, entschloss sich das Ehepaar, in Südamerika eine neue Heimat zu finden. Im Frühjahr 1928 kehrte die Familie nach Gütersloh zurück.

Arthur Mahraun, ca. 1920

Artur Mahraun wurde am 30. Dezember 1890 als Sohn des Geheimen Regierungsrates Hans Mahraun (1853-1944) und seiner Ehefrau Elisabeth (1858-1940), geb. Wohlgemuth, in Kassel geboren. Zwischen dem 18. und dem 30. Lebensjahr diente er in der Armee. 1919/1920 gründete Mahraun den nationalistischen Wehrverband „ Jungdeutscher Orden“, als dessen „Hochmeister“ er amtierte und der in den 1920er Jahren fast 200.000 Mitglieder hatte. Innen- und außenpolitisch war er auf Ausgleich bedacht. Dem von ihm kritisierten Parteiensystem stellte er seine Vorstellung vom „Volksstaat“ entgegen, in dem die politische Willensbildung von der Basis überschaubarer „Nachbarschaften“ bis in die Staatsspitze führen sollte. Den Nationalsozialismus lehnte er ab und betätigte sich bis zum Ende des „Dritten Reiches“ nicht mehr öffentlich. Nach einer kurzen Internierung stellte das Gütersloher Unternehmerehepaar Elfriede und Werner Güth dem Freund eine Wohnung in Gütersloh zur Verfügung. Bis zu seinem Tod am 27. März 1950 veröffentlichte Mahraun politische und autobiographische Schriften, Romane und Gedichte im von ihm begründeten Nachbarschaftsverlag. Noch Jahrzehnte nach Mahrauns Tod trafen sich Anhänger des Ordens zu Veranstaltungen in Gütersloh. 1980 wurde eine Gedenktafel an Mahrauns letztem Wohnort Am Alten Kirchplatz 9 angebracht.
Das Stadtarchiv besitzt zahlreiche Druckschriften Mahrauns, Biographien über ihn und Unterlagen seiner ostwestfälischen Anhänger.

Prof. Dr. Robert Meldau (1891-1978), Patentanwalt

Prof. Dr. Robert Meldau

Prof. Dr. Robert Meldau wurde am 14. Februar 1891 in Köln geboren. Er studiert Ingenieurwissenschaften in Manchester, Paris und Hannover, wo er mit der Promotion abschloss. In den frühen 1920er Jahren arbeitete er in der Industrie. 1926 gründete Meldau das „Laboratorium für Staubtechnik“ und war bis 1945 als selbständiger Patentanwalt in Berlin tätig. Im selben Jahr zog er nach Harsewinkel. Zwischen 1947 bis 1965 hatte Meldau zunächst einen Lehrauftrag in Münster (Mineralogie), dann einen Lehrauftrag für gewerblichen Rechtsschutz in Hannover inne, dort wurde er 1955 Honorarprofessor. Meldau ist der wissenschaftliche Begründer der Staubtechnik, die er seit den 1920er Jahren entwickelte. Er erhielt für seine Staubforschung mit dem Ziel, Maßnahmen zur Luftreinhaltung zu erzielen, mehrere in- und ausländische Ehrungen und Auszeichnungen, darunter das Bundesverdienstkreuz 1. Klasse.
Das Stadtarchiv Gütersloh besitzt eine kleine Sammlung von persönlichen Dokumenten und Tagebuchblättern des Ingenieurs und Patentanwaltes sowie das zweibändig Grundlagenwerk „Handbuch der Staubtechnik“ und – unter dem Pseudonym Gaston Robert – zwei belletristische Schriften des Umweltpioniers.

Helmuth Metelmann (1913-1988), Dipl.-Ing.

Erbschaft Dr. Angenete

Hermann Meyer (1904-1991), Lehrer und Rektor

Hermann Meyer wurde am 17. April 1904 in Hahlen/Kreis Minden geboren. Meyers Vater August war Mitgründer und Schulleiter der „Waldschule“ in Sundern, einer kleinen Schule für die Kinder der Sunderaner Bauernhöfe, in der der Unterricht im Sommer im Freien stattfand. Auch Meyer jun. wählte den Lehrerberuf und besuchte bis 1925 das Lehrerseminar in Gütersloh. Nach vielen Jahren der befristeten Berufstätigkeit an zahlreichen Schulen, erhielt Meyer seine erste feste Stelle 1936 an der „Waldschule“. In der Zeit des Zweiten Weltkrieges leistete er Militärdienst. 1947 wurde ihm die Leitung der „Waldschule“ übertragen; er baute sie in den nächsten 20 Jahren zu einer achtklassigen Hauptschule aus, zu deren Rektor er bestellt wurde. Bereits 1960 zog der Schulbetrieb in ein neu errichtetes Gebäude um. Auch nach seiner Pensionierung 1969 unterrichtete er zeitweise an seiner ehemaligen, zwischenzeitlich in „Hauptschule Ost“ umbenannten, Wirkungsstätte. Meyer verstarb im März 1991.
Meyer war Mitbegründer des „Bürgerverein Sundern“ sowie Mitglied des evangelischen Kirchengemeinderates (Presbyter) und des Landeskirchenparlaments Westfalen (Synodaler). Für Gütersloher Heimatzeitschriften verfasste er Beiträge zur Geschichte der „Waldschule“, der Kirchengemeinde Sundern, der Gütersloher Reformation und Gütersloher Denkmälern.
In Meyers Leben spiegeln sich sieben Jahrzehnte Bildungswesen (Schule und Lehrerausbildung) vom Deutschen Kaiserreich bis zur jungen Bundesrepublik. Dem Stadtarchiv Gütersloh überließ Meyers Sohn Dr. Dietrich Meyer-Gieseking persönliche Unterlagen sowie zahlreiche Fotos und Feldpostbriefe aus der Militärzeit seines Vaters.

Karl Meyer (1913-1993), Heimatforscher

Karl Meyer wurde am 7. Januar 1913 in Gütersloh geboren. Der gelernte Maler studierte mehrere Semester an der Werkkunstschule in Bielefeld und legte 1940 seine Meisterprüfung ab . Nach seiner Rückkehr aus alliierter Gefangenschaft eröffnete Meyer 1945 einen Malerbetrieb in seiner Heimatstadt. In der Handwerkskammer übernahm er von 1950 bis 1964 den Posten des Lehrlingswartes; er war auch Vorsitzender des Gesellenprüfungsausschusses der Malerinnung des Kreises Gütersloh.
Meyer war ein begeisterter Philatelist: Dem Verein für Philatelie gehörte er seit 1940 an, davon 25 Jahre als Vorsitzender. 1968 erhielt Meyer für sein Engagement den Ehrenpreis der Stadt Gütersloh. Meyer gehörte auch viele Jahre dem Heimatverein Gütersloh an, zwischen 1977 und 1989 als Mitglied des Vorstands. 1981 gestaltete er die Ausstellung „300 Jahre Post im Raum Gütersloh“ im Heimathaus „Am Domhof“ (Vorgänger des heutigen Stadtmuseums Gütersloh).
Dem Stadtarchiv Gütersloh überließ Meyer seine reichhaltige Sammlung zum Postwesen in Stadt und Kreis Gütersloh sowie seine umfangreiche Fotosammlung zur Gütersloher Gastronomie. Beide Sammlungen bieten die Möglichkeit, die Sozial- und Wirtschaftsgeschichte der Region zu erforschen.

Dr. med. dent. Walther Murken (1856-1937)

Karten 1. Weltkrieg

Hans-Dieter Musch (geb. 1934), Leiter des Presseamtes der Stadt 1978-1998

Hans-Dieter Musch, 1987

Hans-Dieter Musch

Ekkehard Niemöller (geb. 1929), Fabrikant und Heimatforscher

Fritz Ekkehard Niemöller, um 1975

Fritz-Ekkehard Niemöller wurde am 13. Juli 1929 als Sohn des Fabrikanten Fritz Niemöller (1892-1956) und seiner Ehefrau Ella (1898-1984), geb. Wulfhorst (Tochter eines Gütersloher Fleischwarenfabrikanten) geboren. Beide Familien sind schon seit Generationen im Gütersloher Gebiet ansässig, dem Niemöller Hof in Pavenstädt und dem Wulfhorsthof in Blankenhagen. Niemöllers Vorfahren engagierten sich politisch, kirchlich und kulturell. So war sein Urgroßvater Kommerzienrat August Niemöller (1820-1880) unter anderem Erster Beigeordneter der Stadt Gütersloh und Mitbegründer des Evangelisch Stiftischen Gymnasiums. Ekkehards Vater Fritz war Vorsitzender des Volksbundes Deutsche Kriegsgräberfürsorge und Presbyter der Evangelischen Kirchengemeinde Gütersloh.
Nach dem Abitur und praktischen Tätigkeiten in verschiedenen Betrieben der Textilindustrie besuchte Niemöller Textilfachschulen. Seit 1954 war er in der 1887 von seinem Vorfahr Albert Niemöller mitbegründeten Textilfabrik Niemöller & Abel tätig. Zwei Jahre später stieg er zum Prokuristen auf, 1958 wurde er Teilhaber, 1975 Alleininhaber des Unternehmens.
Niemöller war Mitglied in kulturellen, kirchlichen, sozialen und wirtschaftlichen Institutionen, zum Teil in führender Funktion (Gütersloher Heimatverein, Evangelische Kirchengemeinde Gütersloh, Deutsch-Griechische Gesellschaft Gütersloh, Städtischer Musikverein, Arbeitsgemeinschaft Selbständiger Unternehmer, Tanzturnierclub Gütersloh). Er verfasste Beiträge zur Gütersloher Geschichte (Revolutionsjahr 1848, Kommunale Neuordnung 1875, Raumplanung 1968) und erstellte eine Dokumentation zur Geschichte der Gütersloher Textilindustrie seit dem späten 18. Jahrhundert.????
Niemöller war auch Ritter des evangelischen Johanniterordens. Aus der Ehe mit der Johanniter-Schwester Amélie Rotmann gingen die vier Söhne Claas Gerrit, Friedrich-Wilhelm, Christian und Cord hervor.
Das Stadtarchiv besitzt umfangreiche Sammlungen (Dokumente, Fotografien) zu den Familien Niemöller und Wulfhorst, die Forschungen zur Familiengeschichte, zur Stadtgeschichte sowie zur Sozialgeschichte und regionaler Industriegeschichte ermöglichen.

Ella Ortwirth (geb. Kornfeld) (1903-1984), Wirtin der Gaststätte Ortwirth

Gastwirtschaft August Ortwirth, Ella Ortwirth in der MItte mit weißem Kleid Ella

Ella Ortwirth (geb. Kornfeld)

Rosemarie Ossenkämper (1930-2005), Vorsitzende des Gütersloher Hausfrauenbundes

Rosemarie Ossenkämper, 1992

Rosemarie Ossenkämper

Fritz Poggenklas (1903-1985), Triebwerkprüfer Flughafen

Fritz Poggenklas, um 1940

Fritz Poggenklas

Erich Pott (1906-1987), Heimat- und Familienforscher

Erich Pott

Elisabeth Power geb. Micheel (geb. 1947)

Westfälische Teigwarenfabrik C. H. Diestelkamp

Harald Rethage, Hof Amtenbrink, Sundern Nr. 6

Harald Rethage

Paul Roehse (1884-1953), Baumschulenbesitzer und Gartenarchitekt

Paul Roehse

Paul Roehse

Anne-Margrit Roehse (1919-2014)

Anne-Margrit Roehse, ca. 2010

Anne-Margrit Roehse

Waltraut Roehse (1923-2015), Kranken- und Heilgymnastin

Waltraud Roese

Waltraut Roehse

Dr. Rudolf Rübesam (1905-1980), Gymnasiallehrer

Dr. Rudolf Rübesam

Ernst Ruhe (1896-1984), Journalist

Ernst Ruhe, ca. 1950

Zeitungsausschnittsammlung

Edmund Ruhenstroth (geb. 1936)

stadtgeschichtliche Sammlung des Kneipp-Vereins Gütersloh e.V.

Kurt Schapitz (1899-1992), Oberbrandmeister

Kurt Schapitz

Georg-Wilhelm Schluckebier (1919-2008), Lehrer und Heimatforscher

Georg-Wilhelm Schluckebier

Ludwig Schluckebier (1876-1951), Stadtbaurat

Ludwig Schluckebier, ca. 1915

Familiennachlass von Roswitha Bergk (geb. 1937)

Dr. Dietlind Schlüter (1929-2014), Ärztin

Dr. Dietlind Schlüter

Eugen Schmidt (1905-1982), Journalist, Zeitungsausschnittsammlung

Eugen Schmidt

Paul Schürmann (1906-2002), Schlossermeister

Paul Schürmann

Hanna Siekmann (1905-1999), Kindergärtnerin

Hanna Siekmann

Dr. August Stohlmann (1849-1912), Arzt

Dr. August Stohlmann

August Strothotte (1900-1995), Familienforscher (mit Dr. Waldemar Kramer)

August Strothotte

Wilfried Strothotte (geb. 1931), Familienforscher

Wilfried Strothotte bei seiner Arbeit im Stadtarchiv

Wilfried Strothotte

Prof. Dr. Martin Tegtmeyer (1906-1983), Familienforscher

Martin Tegtmeyer, 1974

Prof. Dr. Martin Tegtmeyer

Luise Lotte Puwelle (geb. 1927)

Familiengeschichte Vogt/Wolf/Sager/Puwelle

Walther Voigt, Redakteur (1902-1964)

Walter Voigt, 1962

Zeitungsausschnittsammlung

Erich Vornholt (1915-2013), Mitbegründer des Kuratoriums Rshew

Erich Vornholt und Maria Unger

Erich Vornholt

Otto Walger (geb. 1927), Ehrenvorsitzender des Heimatvereins

Otto Walger, 1990

Otto Walger

Rüdiger Warns (1922-1944) und Dieter Warns (1919-1943), Fähnlein- bzw. Kameradschaftsführer der Hitlerjugend

Rüdiger Warns, ca. 1942

Die insgesamt 4 Brüder Warns wuchsen in einer Pastorenfamilie auf. Ihr Vater Martin Warns (1883 – 1964) war Pfarrer in der Heil- und Pflegeanstalt Gütersloh (später: LWL-Klinikum).
Dieter Warns (1919 - 1943) besuchte, wie alle seine Brüder, das Evangelisch Stiftische Gymnasium und machte dort sein Abitur. Er war Mitglied des HJ-Musikzugs und wurde später Kameradschaftsführer.
Rüdiger Warns (1922 - 1944) war ebenfalls Mitglied der Hitlerjugend und wurde 1939 zum Jungzugführer des HJ-Fähnleins 49, Jungbann 158. Beide Brüder nahmen als Mitglied des Infanterie Regiments 18 am 2. Weltkrieg teil und fielen im Feld.
Der Nachlass Warns besteht fast ausschließlich aus Kontrollbüchern, Dienstunterlagen und Notizen von Rüdiger Warns aus seiner Mitgliedschaft bei der Hitlerjugend.

Walter Weigel (1924-2002)

Walter Weigel, 1963

amerikanische und britische Besatzung

Herbert Witt (1906-1988), Heimat- und Familienforscher

Herbert Witt

Dr. Gerd Wixforth (1934 - 2014)

Dr. Gerd Wixforth

Dr. Gerd Wixforth

Hermann Wulfhorst (1910-2009), Fabrikant, Familiengeschichte

Hermann Wulfhorst, 1938

Hermann Wulfhorst

Eva Zander (geb. 1929)

Familie Gustav Hanstein (1870-1947, Prokurist der Firma Niemöller & Lütgert) und Georg Hanstein (1898-1996, Direktor der Carl-Schurz-Gesellschaft)

Hans-Jürgen Zumwinkel (1943-1994), Familienforscher

Hans-Jürgen Zumwinkel

Hanna Zurmühlen (1909-2008), Ratsfrau

Hanna Zurmühlen, 1974

Hanna Zurmühlen

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