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Dichtheitsprüfung von privaten Schmutzwasserleitungen

Das Land NRW hat mit Datum vom 17. Oktober 2013 die "Verordnung zur Selbstüberwachung von Abwasseranlagen - Selbstüberwachungsverordnung Abwasser - SüwVO Awb" erlassen, welche auf den Landesseiten eingesehen werden kann.

Diese Verordnung ist die Rechtsgrundlage für die Anforderungen an die Dichtheitsprüfung von privaten und gewerblichen Abwasseranlagen.

Weitere Informationen zur Dichtheitsprüfung erhalten Sie in den folgenden Seiten des Landes NRW.

Die Anforderungen zur Dichtheitsprüfung in der technischen Entwässerungssatzung der Stadt Gütersloh werden Anfang 2014 an die neue Verordnung angepasst.

Dichtheitsprüfung in den Wasserschutzgebieten

Die bisherigen Regelungen der Stadt Gütersloh zur Festlegung der Fristen in den Wasserschutzgebieten wurden durch eine Satzung vom 29.08.2014 aufgehoben und gelten somit nicht mehr. In Wasserschutzgebieten besteht allerdings aufgrund der neuen Selbstüberwachungsverordnung Abwasser (SüwVO Abw) vom 17. Oktober 2013 weiterhin eine Pflicht zur Dichtheitsprüfung.

Wer darf Dichtheitsprüfungen durchführen?

Zuerst einmal: Keine Hysterie! Durch die Änderungen an den gesetzlichen Grundlagen der Dichtheitsprüfung in NRW besteht im Moment kein Grund dafür, außerhalb der Wasserschutzgebiete sofort und schnellstmöglich noch eine Dichtheitsprüfung der Abwasserleitungen durchführen zu lassen.

Wenn jedoch eine Dichtheitsprüfung durchgeführt werden muss, so darf diese wiederum nur von Sachkundigen durchgeführt werden. Dies sind Personen, welche die Sachkundeanforderungen nach der SüwVO Abw NRW erfüllen.

Eine zusammengefasste Liste der Sachkundigen wird vom Landesamt Naturschutz, Umwelt und Verbraucherschutz des Landes NRW (LANUV NRW) bereitgestellt.
Weiterhin wurde eine regionale Liste der Sachkundigen vom Fachbereich Tiefbau der Stadt Gütersloh aus der Landesliste zusammengestellt.

Die Kosten für eine Dichtheitsprüfung können nicht pauschal beziffert werden. Je nach Situation auf dem Grundstück können diese sehr unterschiedlich sein. Im Einzelfall kalkulieren die Prüfunternehmen Erschwernisse in Bezug auf die Zugänglichkeit oder Längeder privaten Schmutzwasserkanäle gesondert. Einige Anbieter machen auch Pauschalangebote.

Vor der Beauftragung eines Sachkundigen empfehlen wir, mehrere Angebote zu vergleichen. Schließen Sie sich eventuell mit Nachbarn zusammen, um so einen Preisvorteil zu erzielen.

Werden bei der Dichtheitsprüfung Schäden festgestellt, sind diese entsprechend den gesetzlichen Vorgaben (leichte, mittlere oder schwere Mängel) evtl. umgehend zu beseitigen. Auch hier empfiehlt es sich dann, diese Sanierungsarbeiten von fachkundigen Unternehmen ausführen zu lassen. Nach erfolgter Sanierung ist eventuell eine erneute Dichtheitsprüfung erforderlich.

Sanierungsverfahren für Anschluß- und Grundleitungen

Wenn die Dichtheitprüfung ergeben hat dass die Schmutzwasserleitung undicht ist, so muss diese, abhängig vom Schadensbild und dem Standort des Gebäudes, mittelfristig oder sogar unmittelbar saniert werden, um die Böden und das Grundwasser zu schützen. Ein ordnungsgemäßer Zustand des Kanals schützt vor Verstopfungen, Rückstau und vor Überflutungen in den Gebäuden

Weiterhin können undichte Kanäle einen Verstoß gegen den § 324 StGB darstellen, was im schlimmsten Fall zu Freiheits- und/oder Geldstrafen führen kann.
Bei der Sanierung wird zwischen offener und geschlossener Bauweise unterschieden. (http://www.arbeitshilfen-abwasser.de/html/Sanierungsverfahren.12.21.html.) Wenn es technisch sinnvoll ist, wird die grabenlose Sanierung in geschlossener Bauweise realisiert, was in der Regel günstiger und schneller ausführbar ist. Aber auch Kombinationen mit der offenen Bauweise sind möglich.

Mit Hilfe eines Beraters lässt sich klären, welches der Sanierungsverfahren am besten geeignet und auch am wirtschaftlichsten ist.

Berater können zum Beispiel zertifizierte Kanalsanierungsberater oder Sanierungsfachleute einer Fachfirma sein, welche die Dichtheitsprüfung durchgeführt haben. Eine Auswahl geeigneter Berater finden Sie zum Beispiel im Internet unter http://www.zks-berater.de/.

Häufig bieten Sachkundige die Ausführung von Sanierungsarbeiten gleich mit an. Es erscheint jedoch sinnvoll, sich vor der Ausführung der Sanierung Angebote mehrerer Fachbetriebe einzuholen, und sich in diesem Zusammenhang auch über deren Zuverlässigkeit und die fachliche Qualifikation zu informieren. Ein Nachweis der Fachkunde und der Leistungsfähigkeit kann beispielsweise eine freiwillige Gütesicherung und Fremdüberwachung (z.B. das Gütesiegel Kanalbau) sein. Unter der Internet-Adresse http://www.kanalbau.com/ können Sie nach entsprechenden Firmen in Ihrer Nähe recherchieren.

Denken Sie außerdem daran, dass nach dem Abschluss einer Sanierung eine erneute Dichtheitsprüfung vorzunehmen ist!
Dabei ist es empfehlenswert, diese weitere Dichtheitsprüfung nicht von der bauausführenden Firma, welche die Sanierung vorgenommen hat, ausführen zu lassen, sondern damit einen unabhängigen Sachkundigen zu beauftragen. Hierdurch erhalten Sie die zusätzliche Sicherheit, dass die Fachfirma ordentlich gearbeitet hat.

Sowohl Kosten für die Dichtheitsprüfung als auch die Sanierungsarbeiten können eventuell über ein KfW-Darlehen finanziert werden. Fragen Sie hierzu bei Ihrer Hausbank nach, welche Sie bezüglich zinsgünstiger KfW-Darlehen und der aktuellen KfW-Förderprogramme informieren und beraten kann.

Kontakt und Informationen

Infotelefon Dichtheitsprüfung
Tel.: +49 5241 / 82-2300

Anschrift

Stadt Gütersloh
Der Bürgermeister
Berliner Straße 70
33330 Gütersloh

Kontakt und Informationen

T: +49 5241 / 82-1
F: +49 5241 / 82-2044
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