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Gartengestaltung naturnah

Die Arten- und Sortenvielfalt der Gartenpflanzen in Gütersloh ist fast unüberschaubar. Längst haben in der Naturgartenbewegung auch viele einheimische Arten ihren Weg in unsere Gärten gefunden und sind dort für viele speziell darauf angepasste Tierarten von großer Bedeutung.

Obstwiese Bethlehem in Isselhorst
Obstwiese Bethlehem in Isselhorst

Eine naturnahe Gartengestaltung hat demgegenüber - auch in kleinen Gärten - viele Vorteile. Die Anzahl der zu beobachtenden Arten steigt zur Freude des Gärtners sprunghaft an. Im Laufe der Jahreszeiten wandelt der Garten ständig sein Gesicht und bietet immer wieder neue Aspekte: Frühjahrsblüher kündigen den Frühling an und bieten den ersten Bienen oder Hummeln Nahrung. Eine bewusste Auswahl von nektarreichen Blütenpflanzen vom Frühjahr bis in den Herbst locken Insekten und Schmetterlinge an. Heimische Sträucher tragen nach der Blüte im Frühling im Herbst Früchte, setzen nicht selten mit einer attraktiven Herbstfärbung den Garten in bunte Flammen und bieten den Vögeln Nahrung und Schutz. Kleinstbiotope wie Gartenteich oder Steinhaufen schaffen zusätzliche Lebensräume und überraschen mit weiteren Beobachtungsmöglichkeiten des Gartenlebens.
Gartenfreunde steuern also durch die Auswahl an Stauden und Gehölzen nicht nur die Schönheit und Farbenpracht ihres Gartens, sondern auch dessen Eignung als Lebensraum für mancherlei Tierarten. Die folgenden Seiten geben Ihnen Hinweise für die Gartengestaltung sowie die Auswahl und Pflege von Gartenpflanzen.

Hecken statt Zäune

Die Frühjahrssonne zaubert ein frisches Grün in Gärten und Parks, eifrige Bienen und Hummeln fliegen von Blüte zu Blüte, eine Amsel bringt trockene Halme zu ihrem Nest in einem Ligusterbusch und am Abend begibt sich der Igel auf Nahrungssuche. Nur eine Vorstadtidylle? Nein - auch in dichter besiedelten Stadtbereichen ergeben sich Gelegenheiten zu diesen Beobachtungen.

Dort, wo noch Hecken und Buschgruppen die Monotonie der Häuserzeilen und Asphaltflächen unterbrechen, finden erstaunlich viele Tiere einen Lebensraum. Mit wenig Aufwand an Kosten und Arbeitszeit können wir das Angebot an Schutz, Nahrung und Nistplätzen für Vögel und Insekten vergrößern, wenn wir statt mit toten Mauern und Zäunen unsere Grundstücke mit lebenden Hecken einfassen.

Schlehenhecke
Schlehenhecke

Während Zäune neben der Abgrenzung des Grundstückes noch Sichtschutz bewirken können, erfüllen Hecken noch wertvolle zusätzliche Funktionen:

Windschutz
Klimaverbesserung durch ausgeglichene Temperatur, erhöhte Taubildung, geringere Oberflächenverdunstung und höhere Bodenfeuchte im windgeschützten Bereich; dadurch Steigerung des Pflanzenwachstums.

Luftfilter
Hecken sind in der Lage, Staub und giftige Luft-Schadstoffe zurückzuhalten.

Erosionsschutz
Bodenabtrag an Böschungen wird verhindert, da Sträucher mit ihren Wurzeln den Boden zusammenhalten. Gleichzeitig wird auch bei starken Regenfällen eine Aufnahme des Regenwassers gewährleistet.

Lebensraum für Tiere

  • Nistplätze für Vögel
  • Schlafplätze und Verstecke für Igel, Erdkröten, Vögel und Kleinsäuger
  • Unterschlupf für Schmetterlinge, Schlupfwespen und andere Insekten
  • Nahrungsquelle für Wild, Vögel, Reptilien und Insekten
  • Winterquartier für Insekten und winterschlafende Kleinsäuger

Abgrenzung und optische Bereicherung
Hecken bieten einen guten Schutz gegen Einsicht in den Garten. So mehren Hecken die Artenvielfalt unserer städtischen Tierwelt.

Ökologisch besonders wertvoll sind die freiwachsenden Hecken aus verschiedenen heimischen Gehölzen. Aber auch eine geschnittene Hecke kann zum wertvollen Bestandteil eines naturnahen Gartens werden. Mitteleuropäische Wildsträucher wie Waldhasel, Weißdorn, Schlehe, Brombeeren und Hundsrosen bieten natürlich viel mehr Tierarten Nahrung als exotische Ziergewächse. Wer bei der Anlage seines Gartens heimische Gehölze bevorzugt, wird nicht nur weniger Probleme mit der Pflege haben, sondern seinen Garten auch preisgünstiger gestalten können.

Leckere Früchtchen - Heimische Wildsträucher im Garten

Sträucher, Hecken und Bäume schmücken unsere Gärten, die nähere Umgebung und das Landschaftsbild. Im Optimalfall wirken sie als Wind- und Sichtschutz, spenden Schatten und lockern das Gesamtbild auf. Sie gliedern Gärten, beleben sie mit Blüten- und Blattfarben, schützen vor Lärm, Abgasen und Staub. Ihre Blattmasse trägt zur Sauerstoffproduktion bei. Sie schaffen eine Atmosphäre der Geborgenheit, bieten vielen Tierarten einen Lebensraum und versorgen uns und die heimische Tierwelt letztendlich auch mit Früchten.

Die folgende Auflistung zeigt, wie viele Vogelarten die Früchte heimischer Gehölze mögen:
Eberesche (Vogelbeere): 63
Schwarzer Holunder: 62
Wildkirsche: 48
Roter Holunder: 47
Himbeere: 39

Vogelbeere, Foto: Dorothee Kohlen
Vogelbeere, Foto: Dorothee Kohlen

Früchte fremdländischer Gehölze werden dagegen nur von wenigen Vogelarten verzehrt:
Mahonie: 7
Kirschlorbeer: 3

Es lohnt sich durchaus im eigenen Garten heimische Gehölze anzupflanzen, denn auch wir profitieren von den wertvollen Inhaltsstoffen.
Die Früchte des Schwarzen Holunders sollten nur gekocht verzehrt werden, weil sonst z. B. Übelkeit auftreten könnte. Als probates Hausmittel gegen Erkältung, Nieren- und Blasenleiden und zur Stärkung von Herz und Kreislauf ist das tägliche Trinken von ein paar Schluck des sehr aromatischen, aber säurearmen und kaum süßen Holundersaftes in Fruchtsäften bekannt.
Sehr gut zur Vorbeugung gegen Erkältungskrankheiten eignen sich auch die Früchte des Sanddorns. Äußerlich angewendet sorgt Sanddorn für eine glatte Haut und fördert die Heilung bei Verletzungen.
Roh verzehrte Früchte der Kornelkirsche schmecken herb. Kurzes Lagern verbessert den Genuss. Die Früchte haben einen bedeutenden Kalium-, Eisen- und Vitamin C-Gehalt. Sie wirken gegen Bakterien sowie fieber- und blutdrucksenkend.
Gegen fast jedes „Zipperlein“ ist also ein „Früchtchen“ gewachsen.

Weitere Informationen finden Sie z. B. beim NABU

Gartenteich richtig anlegen

Wer ein naturnahes Gewässer anlegt, schafft Lebensraum für neue Pflanzen und Tiere im Garten. Soll der Gartenteich artenreich werden, viel Freude und möglichst wenig Arbeit bereiten, muss er allerdings fachgerecht geplant und angelegt werden.

Lage des Teiches, Größe und Tiefe, Bauweise und Bewuchs bestimmen die Entwicklung der Pflanzen- und Tierwelt.
Nach der Neuanlage des Kleingewässers sollte bei der Bepflanzung Raum für Entwicklung gelassen werden. Um ein Zuwuchern in kurzer Zeit zu verhindern, reicht es, einige heimische Initialpflanzen zu setzen. Stark wachsende Pflanzen wie Schilf und Rohrkolben sollten in kleinen Teichen eher vermieden oder gegebenenfalls in Pflanzkörbe gesetzt werden, um ihr Wachstum zu begrenzen. Ein Teil der Wasseroberfläche (circa 40 Prozent) sollte frei von Bewuchs bleiben.
Auf keinen Fall sollten nährstoffreiche Substrate wie Gartenerde ins Wasser gelangen. Dies führt zur Nährstoffanreicherung und zur Beeinträchtigung der Sauerstoffversorgung des Wassers und dazu, dass Algen verstärkt wachsen. Besser geeignet ist der Einsatz von Sand Kies oder sandig-lehmige, nährstoffarme Pflanzerde. Auch ein Standort unter Bäumen mit viel Laubeintrag beeinflusst den Nährstoffhaushalt ungünstig. Im Herbst ist es deshalb sinnvoll, entweder durch gespannte Netze das Laub aufzufangen oder Blätter und abgestorbene Pflanzenreste mit einem Kescher aus dem Wasser zu entfernen.

Artenvielfalt im Teich - auf Fische verzichten
In Gartenteichen sollte man auf Fische verzichten, denn sie fressen Kleinstlebewesen und schränken die Artenvielfalt erheblich ein. Ideal ist es, wenn 3 verschiedene Wassertiefen vorgesehen sind: Tiefwasserzone (mindestens 80 Zentimeter), Flachwasser (30 bis 50 Zentimeter) und Sumpfzone (0 bis 30 Zentimeter). Pflanzen mit röhrichtartigen Stängeln bilden einen natürlichen Übergang von der Luft zur Wasserzone und bieten Eiablagemöglichkeiten für Libellen und Schutz für Larven von Wasserinsekten, für Schnecken und Kaulquappen. Das „Impfen“ des frisch angelegten Teiches mit einem Eimer Wasser aus einem natürlichen Gewässer bescheunigt die Entwicklung der Teichbiologie. Es ist jedoch nicht erlaubt, wild lebende Pflanzen und Tiere aus ihren angestammten Lebensräumen zu entnehmen.

Ein Teich findet auch in kleineren Gärten Platz. Hier ein besonders schöner großer Teich im Schulgarten der Anne Frank-Gesamtschule. Foto: Stadt Gütersloh
Ein Teich findet auch in kleineren Gärten Platz. Hier ein besonders schöner großer Teich im Schulgarten der Anne Frank-Gesamtschule. Foto: Stadt Gütersloh

Durch gute Planung und sorgfältige Umsetzung Fehler vermeiden!
Besonderes Geschick erfordert die Gestaltung des Gewässerrandes. Unter Steinen verborgen, sollte es eine klare Trennung durch die Teichfolie zwischen Teichrand und umgebende Bepflanzung geben (Kapillarsperre), um Wasserverluste zu vermeiden (Dochtwirkung). Geringes Gefälle sorgt außerdem dafür, dass Tiere gut wieder aus dem Wasser kommen. Um Überraschungen beim Wassereinlauf zu vermeiden, ist es unbedingt sinnvoll die Gewässeroberlinie im Gelände mit einer Schlauch- oder Wasserwaage auszuloten, damit kein unerwünschter Blick auf nackte Teichfolie entsteht. Auch sollte der Rand der Folie erst abgeschnitten werden, wenn das Wasser eingelaufen ist, da die Folie unter Umständen noch nachsackt und die intakte Kapillarsperre gefährdet ist.
Ein Sitzplatz in der Nähe des Teiches schafft die Möglichkeit, das vielfältige Teichleben in Ruhe zu beobachten und zu genießen.

Weiterführende Informationen und Broschüren mit Pflanzlisten und vielen wertvollen Tipps zum Anlegen eines Gartenteiches gibt es bei der Umweltberatung der Stadt Gütersloh.

Ein Immengarten in Gütersloh

Ein ganz normaler Siedlungsgarten? Nicht ganz! Viele haben ihn schon besichtigt, den Bienengarten von Jürgen Bose in Avenwedde. Und viele waren begeistert von der Vielfalt üppiger Blüten und der nicht minder großen Zahl von Wildbienen und Hummeln, die sich in diesem Garten wohlfühlen.
Für alle, die diesem Vorbild nacheifern wollen, hat Jürgen Bose jetzt sein Geheimnis gelüftet: Die Liste der Gartenpflanzen, die sich unter Gütersloher Boden- und Wetterbedingungen bewährt haben und die besonders für Wildbienen attraktiv sind.
Wer die harmlosen und hochinteressanten Solitärbienen und Hummeln in seinem Garten ansiedeln möchte, benötigt nicht nur Nistquartiere (z.B. ein „Bienenhotel“), sondern auch ein möglichst lückenloses Blütenangebot während des Frühlings und Sommers.
Die Liste enthält nicht nur einheimische Arten, sondern auch gärtnerisch nutzbare Pflanzen anderer Regionen, die im Handel erhältlich sind und die es erleichtern, die Blühsaison lückenlos zu füllen. Denn in vielen Gärten, die im Frühjahr noch bunt sind, wird im Sommer das Blütenangebot deutlich spärlicher.
Eine interessante sommerblühende Art ist der Wollziest (Stachys lanata). Neben den Lippenblüten als Nahrungsquelle ist besonders die weißfilzige dekorative Behaarung bei Wollbienen (Gattung Anthidium) für den Bau ihrer Brutzellen beliebt. Auch von Strohblumen, Lichtnelken, Königskerzen und Edeldisteln wird die Behaarung gerne geerntet.
Hoch im Kurs bei Bienen und Hummeln steht auch der taubnesselähnliche Salbei-Gamander (Teucrium scorodonia). Diese genügsame Wildpflanze liebt nährstoffarme, sonnigtrockene und sandige Standorte und blüht vom Sommer bis in den Herbst. Die Kronröhren der gelbweißen Lippenblüten sind oft fast zur Hälfte mit Nektar angefüllt.

Staudenbeet im Botanischen Garten
Staudenbeet im Botanischen Garten

Und wann dürfen die Bienen bei Ihnen einziehen?
Die Pflanzenliste geordnet nach Wuchshöhe können Sie hier einsehen.

Der Bienengarten von Jürgen Bose kann nur im Rahmen geführter Exkursionen besichtigt werden. Herr Bose verkauft keine Pflanzen.

Ein Garten für Schmetterlinge

Zitronenfalter, Admiral, Tagpfauenauge & Co. Welcher Gartenbesitzer freut sich nicht über diesen flatterhaften Besuch?
Aber in allzu vielen „ordentlichen“ Gärten mit den sattgrünen Rasenflächen und pflegeleichten Nadelgehölzen finden die Schmetterlinge keine Nahrung und ziehen meist schnell weiter. Dabei kann jeder Gartennutzer mit wenig Mühe wertvolle Lebensräume für Schmetterlinge gestalten.
Neben Wildblumen, die in keinem Schmetterlingsgarten fehlen sollten, gibt es auch unter den Zierpflanzen viele, an denen sich die Falter laben. Hierzu zählen Phlox, Katzenminze, Gartensalbei, Fetthenne und Gewürzpflanzen wie Dost, Minze, Thymian, Ysop und Melisse. Dabei gilt: Gefüllte Blüten bieten kaum Nektar, daher auf ungefüllte Sorten achten. Und jeder Schmetterlingsfreund sollte mindestens einen Sommerflieder (Buddleia davidii) pflanzen, die Nektartankstelle schlechthin, die auf viele Arten wie ein Magnet wirkt.

Zitronenfalter, Foto: Franz Thiesbrummel
Zitronenfalter, Foto: Franz Thiesbrummel

Schmetterlingsschutz im Garten heißt, auch an die Raupen zu denken. Im Gegensatz zu den Faltern haben sie es auf die Blätter einheimischer Pflanzen abgesehen. Jede Art hat dabei ihre Lieblingspflanzen und einige, wie der Distelfalter und der Kohlweißling, sind so zu ihrem Namen gekommen. Gerade unscheinbare „Unkräuter“ wie die Brennnessel sind begehrte Nahrungspflanzen und sollten an einer Stelle des Gartens wachsen dürfen.

Ist Ihr Grundstück groß genug, ist es optimal, es durch eine frei wachsende Hecke zu umgrenzen, die Windschutz und zugleich auch Futterpflanzen bietet. Wählen Sie dafür heimische Gehölze, die schnittverträglich sind, z.B. Haselnuss, Faulbaum, Hundsrose, Rote Heckenkirsche, Brombeere, Salweide, Holunder oder Gemeiner Schneeball, und lassen Sie Wildkräuter im Unterwuchs zu.

Und statt des Rasens bietet eine blumenreiche Wiese sowohl Nektar für Falter als auch Platz für Eiablage und Nahrung für Raupen.

Weitere Informationen erhalten Sie bei den städtischen Umweltberaterinnen Gisela Kuhlmann und Beate Gahlmann, Telefon 0 52 41 / 82 20 88 (Gisela.Kuhlmann@guetersloh.de, Beate.Gahlmann@guetersloh.de).

"Lebendiger" Holzhaufen im Garten

An und in einem zerfallenden Baumstamm hält sich im Vergleich zu einem lebenden Baum ein Vielfaches an Lebewesen auf. Zerfallendes Holz schafft einen feuchten, temperierten und lange frostfreien Standort als Sommer- und Überwinterungsquartier für sehr viele Tierarten. Singvögel wie der Zaunkönig oder das Rotkehlchen nutzen einen Reisighaufen aus Baum- und Heckenschnitt als Versteck oder Brutplatz.

Zauneidechsen, Igel, Mauswiesel oder Erdkröten sind wie Singvögel Schädlingsvertilger und finden in einem Holzhaufen einen optimalen Überwinterungsplatz. Einen besonderen Wert hat Totholz für die Insektenwelt. Die Larven vieler zum Teil gefährdeter Käfer ernähren sich von zerfallendem Altholz, wie z.B. der Hirschkäfer, Nashornkäfer und Rosenkäfer.

Auch die von Schadinsekten im Garten lebenden Solitärbienen und –wespen legen ihre Eier in von anderen Insekten gebohrten Holzgängen ab. Viele Tiere eines Totholzhaufens tragen durch ihre räuberische Lebensweise zur Regulation des biologischen Gleichgewichts im Garten bei. Auch so wichtige Blattlausvertilger wie Marienkäfer, Ohrwürmer oder Schlupfwespen sind hier zu finden.

Die Anlage eines Totholzhaufens ist denkbar einfach:
An einem Platz, egal ob sonnig oder schattig, sollte optimalerweise ein etwa ein Quadrameter großer Kernbereich 30 bis 50 Zentimeter tief ausgehoben werden, um frostfreie Bodenbereiche zu erschließen. Darauf kann dann mit unterschiedlichem Holzmaterial ein lückiger Holzhaufen aufgeschichtet werden. Sackt das Material über die Jahre zusammen, kann man mit anfallendem Baum- und Strauchschnitt nachlegen. Zum Schutz vor Katzen kann der Reisighaufen mit 4 Pfählen und Maschendraht eingefasst werden.

Reizvoll wirken Berankungen mit Kletterpflanzen wie Efeu, Clematis oder Geißblatt. Große Farne können einen schattigen Holzhaufen schmücken.

Im Garten der Düfte

Geruchstunnel im Botanischen Garten
Geruchstunnel im Botanischen Garten

Noch vielfältiger als die Formen und Farben der Blüten sind deren Düfte. Entstanden im langen Verlauf der Evolution dienen sie als Werbemittel, um Bestäuber zum Blütenbesuch zu locken.

Insekten haben ein ausgezeichnetes Riechvermögen dafür entwickelt, doch auch menschliche Nasen empfinden viele Blütendüfte als sehr angenehm – wenn auch nicht alle: Die sogenannten Aasfliegenblumen sind doch eher für manche Fliegen und Käfer „dufte“. Haben Sie Lust, einen Duftgarten anzulegen? Hier einige Tipps:
Nachtfalterblumen wie das Nickende Leimkraut beginnen erst am Abend, ihre betörend starken und süßen Düfte auszuströmen. Pflanzen Sie an Ihrem Lieblings-Sitzplatz Nachtviolen, Nachtkerzen, Jelängerjelieber, Oleander oder Türkenbund und genießen Sie tropische Abende!

Verführerische Düfte können Sie das ganze Jahr über begleiten: Früh im Jahr erscheinen Märzenbecher, Duftschneeball, Maiglöckchen und Duftveilchen. Etwas später blühen Flieder, Baldrian und Lavendel. Im Sommer reicht die Fülle von verschiedensten Rosensorten, Duft-Wicken und Mädesüß über Gewürzpflanzen wie Oreganum, Thymian, Salbei, Basilikum und allerlei Minzenarten bis zu Pfeifenstrauch und Sommerflieder (auch als Schmetterlingsstrauch bekannt).

Wer sich die Welt der Blütendüfte zum Hobby macht, lockt damit auch viele schöne und interessante Insekten in den Garten oder auf den Balkon: Tag- und Nachtschmetterlinge, Wild- und Honigbienen sowie Hummeln, zarte Schwebfliegen oder auch bunte Käfer werden sich einfinden und Sie zusätzlich erfreuen. Vielleicht helfen Sie diesen Blumenfreunden mit weiteren Futterpflanzen für Schmetterlingsraupen oder Nisthilfen für Einsiedlerbienen?

Übrigens: Mit Rosenblütenschalen oder selbst gebundenen Dufttrockensträußen verlängern Sie die Duftsaison bis in den Winter.
Eine ausführliche Duftpflanzenliste gibt es bei der Umweltberatung der Stadt Gütersloh.
Auch im Botanischen Garten finden Sie vielerlei Anregungen. Besonders empfehlenswert ist dort der Gang durch den Dufttunnel des dänischen Künstlers Olafur Eliasson

Eine Blumenwiese im Garten?

Eine bunte Blumenwiese im Garten erfreut das Auge, ist pflegeleicht und zahlreiche Tiere können sich darin tummeln. Dünger und Spritzmittel werden nicht gebraucht, sommerliches Wässern, anstrengendes und zeitraubendes Mähen und Vertikutieren entfällt.
Der Nachteil: Als Spiel- und Tummelfläche ist sie nicht geeignet. Wer aber auf eine grüne „Bewegungsfläche“ verzichten kann, wird mit Artenvielfalt und Naturerlebnissen belohnt, die dem Garten ein ganz neues Gesicht geben.
Eine artenreiche Blumenwiese gelingt nur bei voller Besonnung und wenn ein magerer Standort vorliegt. Evtl. muss dafür der Oberboden entfernt werden. Eine Beratung ist bei diesem Thema angezeigt, damit die Bemühungen von Erfolg gekrönt sind oder eine angepasste Lösung gefunden wird. Mehr zum Thema finden Sie im folgenden Download „Eine Blumenwiese im Garten? So wird`s gemacht!“

Blumenwiese

Hummelschutz durch nektarreiche Pflanzen

Erdhummel an einer Stockrose
Erdhummel an einer Stockrose

Hungersnot im Hochsommer - Hummeln brauchen nektarreiche Pflanzen
Wer kennt sie nicht… mit sattem Brummen eilen sie von Blüte zu Blüte und lassen sich auch von schlechtem Wetter nicht abhalten. Hummeln haben sich auf vielfältige Art und Weise an unterschiedliche Lebensräume angepasst. Ihr Vorteil ist beispielsweise, dass sie bereits bei niedrigen Temperaturen ausfliegen können. Die Honigbiene fliegt dagegen erst bei circa 12 Grad. Hummeln sichern auf diese Weise auch bei ungünstiger Witterung die Bestäubung z.B. unserer Obstgehölze.
Jedes Jahr ein neuer Staat
Hummeln sind unsere größten staatenbildenden Wildbienen. Rund ein Dutzend Hummelarten sind im Kreis Gütersloh heimisch, darunter auch einige Schmarotzerarten („Kuckuckshummeln“). Das Hummelvolk geht im Spätsommer bzw. Herbst ein, nur die Jungköniginnen überwintern, indem sie sich einzeln in der Natur an einem trockenen Ort verkriechen. Im Frühjahr suchen sie eine neue Nistmöglichkeit und gründen ein neues Volk.

Hummeln vertragen keine Diät
Damit sich die Hummelvölker gut entwickeln, brauchen sie über das ganze Jahr ein gleichbleibendes Nahrungsangebot. Finden Hummeln und andere Blütenbesucher im Frühjahr noch genug Nahrung auch in der freien Natur, so geht das Nahrungsangebot für die Nektar- und Pollensammler durch veränderte Landnutzung und das Ausräumen der Landschaft oder eine sterile Gartenbepflanzung im Hochsommer rapide zurück. Die Folge ist, dass die Jungköniginnen nicht genug Nahrung (Reserven) für die Überwinterung aufnehmen können und folglich sterben.

Brummer brauchen Ihren Beistand!
Pflanzen Sie im Frühjahr oder Herbst pollen- und nektarreiche Blütenpflanzen oder Stauden in den eigenen Garten. Die Auswahl ist riesig und durch vorausschauendes Planen und Pflanzen verwandelt sich Ihr Garten über den ganzen Sommer in eine duftendes und nektarreiches Blütenmeer.

Für den Menschen eine Augenweide – für die (Wild-)Bienen ein Schlaraffenland
Nektarreiche Blüten erfreuen nicht nur Insekten, sondern schenken Ihnen neben dem Augenschmaus häufig auch noch betörende Düfte. Beispiele für gute Hummelpflanzen sind Lungenkraut, Lavendel, Indianernessel, Katzenminze, Salbei, Thymian, Fingerhut, Eisenhut, Herbstaster. Eine erste Orientierung beim Kauf ist es auch, Pflanzen zu wählen, die keine gefüllten Blüten entwickeln, da diese keine Nahrung für Insekten anbieten.

Es grünt so grün…wir beraten Sie gern!
Reichhaltige Informationen und Ideen zur naturnahen Gartengestaltung und zum Thema Wildbienen erhalten Sie bei der städtischen Umweltberatung.

Weiterführende Informationen:
www.die-honigmacher.de (Blühkalender)

Kontakt und Informationen

Frau Beate Gahlmann
Umweltschutz

Rathaus Haus III1. ObergeschossRaumnummer155
Tel+49 5241 / 82-2088
Fax+49 5241 / 82-3392
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Frau Gisela Kuhlmann
Umweltschutz

Rathaus Haus III1. ObergeschossRaumnummer155
Tel+49 5241 / 82-2088
Fax+49 5241 / 82-3392
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