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Obst und Gemüse

Der Garten hat in unserer Gesellschaft einen hohen Stellenwert. Es gibt viele Möglichkeiten aktiv im Garten sein eigenes naturnahes Paradies zu gestalten.

Vorgarten mit Gehweg

Eine kleine Ecke für Gemüse und Küchenkräuter sowie der Platz für einen Beerenstrauch oder einen kleineren Obstbaum findet sich selbst in kleinen Gärten. Schließlich gibt es kaum etwas Besseres, als Gemüse oder einen Salat mit frischen Kräutern aus dem eigenen Garten zu genießen. Genauso beliebt ist auch bei Alt und Jung das Naschen von Früchten aus dem eigenen Garten. Kinder erleben den Garten intensiv, wenn sie selbst Radieschen säen, Erdbeeren pflanzen und pflegen dürfen. Die eigene Ernte und der Genuss beim Essen ist dann ein besonderes Erlebnis für die Kinder.

Lage und Klima im Garten müssen berücksichtigt werden, um gute Wachstumsbedingungen zu schaffen. So benötigt Gemüse eine sonnige Lage. Lassen Sie sich auch beim Obstbaumkauf unbedingt vorab beraten, damit Sie für Ihren Garten, die richtige Entscheidung treffen: Bei der Auswahl der Obstsorten spielen nicht nur der unterschiedliche Geschmack, sondern auch der Reifezeitpunkt und die Lagerfähigkeit oder die Resistenz gegen Schädlinge eine Rolle. Auch bieten Hochstämme in kleinen Gärten eine Sitzmöglichkeit unter dem Baum, bei Halbstämmen ist dieser Platz verloren, sie tragen aber schon 2 bis 3 Jahre nach der Pflanzung Früchte. Diese und viele andere Fragen sollten vor der Pflanzung mit einem Fachmann geklärt werden.

Wissenswertes zu Bodenpflege, Düngung und Pflanzenschutz finden Sie hier.

Kennen Sie Jakob Lebel? - Alte Obstsorten in Gütersloh

Vielleicht haben Sie´s erraten: Es handelt sich um eine alte Apfelsorte, die früher in den Gütersloher Gärten zu Hause war. Wie viele andere Sorten auch ist sie robust und widerstandsfähig gegenüber Krankheiten.

Jakob Lebel und die anderen "Oldtimer" wurden früher als Hochstamm gepflanzt, damit die Fläche darunter noch auf andere Weise genutzt werden konnte (z. B. als Wiese). In der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts sind diese Obstwiesen dann mehr und mehr verschwunden und damit auch die alten, bewährten Sorten. Und auch die Gärten in den Siedlungsgebieten wurden zunehmend kleiner, so dass dort kein Platz mehr für große Obst-Hochstämme blieb.

2001 wurde im Stadtpark an der Oststraße / Ecke Parkstraße eine Obstbaumwiese angelegt, um diese Sorten zu erhalten und zu zeigen. Sie enthält 50 verschiedene Äpfel, Birnen, Kirschen und Pflaumen.

U. a. eben auch "Jakob Lebel", der ursprünglich aus Frankreich stammt und große, saftige Früchte ausbildet.

Apfelsorte Jacob Lebel, Foto: Helmut Barteldrees
Apfelsorte Jacob Lebel, Foto: Helmut Barteldrees

Auch die anderen Raritäten haben wohlklingende Sortennamen, wie die "Biesterfelder Goldrenette", der "Finkenwerder Prinzenapfel" oder der "Schöne aus Wiedenbrück". Beim Letztgenannten verrät der Name sofort, dass er zu den ganz wenigen Obstsorten gehört, die im hiesigen Raum entstanden sind. Er wurde Anfang des 20. Jahrhunderts in Wiedenbrück erzüchtet und ist ein widerstandsfähiger Apfel für die Küche. Er schmeckt aber auch frisch vom Baum!

Aus klimatischen Gründen und aufgrund der Bodenverhältnisse ist die Gegend um Gütersloh kein bevorzugtes Anbaugebiet für Birnen oder Kirschen. Dennoch hat es hier immer ein paar robuste Sorten gegeben, die sich in der Obstbaumwiese wiederfinden.

Interessant ist dabei "Dönissens Gelbe Knorpelkirsche", die voll ausgereift gelbe Früchte trägt. Das hat den Vorteil, dass sie von den Vögeln nicht beachtet werden, da diese sie für unreif halten. So bleiben die Früchte für die Menschen!

Nahezu alle Sorten sind mittlerweile wieder in guten Baumschulen erhältlich. So kann jeder, der ein bisschen Platz im Garten hat, seinen Beitrag dazu leisten, dass uns "Jakob Lebel" und die anderen Raritäten auch in Zukunft erhalten bleiben.

Weitere Informationen erhalten Sie bei Helmut Barteldrees vom Fachbereich Grünflächen unter Tel.: 82 22 30.

Im Fachbereich Umweltschutz, Friedrich-Ebert-Str. 54, ist eine Broschüre zu Streuobstsorten erhältlich.

Apfel, Birne, Quitte - Wann Obstbäume in Form schneiden?

Der aid-Informationsdienst empfiehlt: Im Winter ist der richtige Zeitpunkt, um an frostfreien Tagen Obstbäume zu schneiden. Nur durch einen regelmäßigen Schnitt bleibt der Baum vital und trägt viele schmackhafte Früchte.

Hobbygärtner sollten steil nach oben oder innen wachsende Äste entfernen. Auch Astpartien, die schon seit einigen Jahren Früchte tragen, werden beseitigt, da das Obst an jungen Zweigen qualitativ hochwertiger ist. An der Baumspitze ist das Wachstum besonders stark. Hier muss regelmäßig ausgelichtet werden, damit der Baum nicht zu hoch wird. Zudem reifen die Früchte nicht gleichmäßig aus, wenn das Licht die unteren Bereiche der Baumkrone nicht erreicht. Durch eine gute Luftzirkulation können Pilzerkrankungen an Blättern und Früchten vermieden werden.

Bei Kernobstarten wie Apfel, Birne oder Quitte ist auch ein Sommerschnitt möglich. Im Winter bleibt aber in der Regel mehr Zeit für solche Arbeiten, die bis zum Austrieb im Frühjahr beendet sein sollten. In Frostperioden ist das Schneiden von Obstbäumen nicht zu empfehlen, da in den offenen Wunden Holzschäden entstehen können. Bei Steinobst wie Pflaume und Kirsche sollte man während der Vegetationsruhe von Oktober bis Februar auf das Schneiden verzichten. In dieser Zeit verheilen die Schnittwunden schlecht und es kann verstärkt zu Infektionen mit Krankheiten kommen. Pfirsiche und Aprikosen werden am besten während der Blüte in Form gebracht. In Schnittkursen wird der richtige Obstbaumschnitt vermittelt. Das aktive Lernen am Baum ist besonders wichtig, da viele Fachkenntnisse zum Wachstum der Bäume vorausgesetzt werden.

Weitere Informationen:
https://www.nabu.de/natur-und-landschaft/landnutzung/streuobst/pflege/04617.html

Gewürz- und Heilkräuter

Schon Karl der Große (742 - 814) ließ auf seinen Gütern bekannte Heilpflanzen gezielt anbauen. Eine Unterscheidung zu treffen, ob ein Kraut heilende oder würzende Wirkung hat, ist oft schwer.

Ein gutes Beispiel dafür ist der Bärlauch (Allium ursinum), der ein wirklicher Tausendsassa ist. In Wäldern auf kalkhaltigem Boden, z.B. in Teilen des Teutoburger Waldes, kommen gelegentlich Massenbestände dieses schönen Frühjahrblühers vor. Verwechseln könnte man ihn mit dem giftigen Maiglöckchen. Aber keine Angst. Spätestens wenn das Blatt zwischen den Fingern zerrieben wird, entfaltet der Bärlauch, der auch wilder Knoblauch genannt wird, seinen würzigen Duft. Im Garten ist er ein wunderbarer Bodendecker unter Sträuchern, der es sogar mit dem Giersch aufnimmt. Wühlmäuse halten sich von dieser Pflanze fern. Hummeln und Wildbienen finden in den weißen Blüten, die Mitte bis Ende April erscheinen, reichlich Nektar.

Bei den römischen Gladiatoren wurde er als Kraftmedizin und als Allheilmittel geschätzt. Kein Wunder, denn er enthält neben den Vitaminen A, B1, B3 und C auch Enzyme, die die Sauerstoffversorgung im Körper verbessern. Auch sind Stoffe gefunden worden, die den menschlichen Geschlechtshormonen ähneln. Die Stoffe wirken Blutdruck regulierend und verbessern die Durchblutung feinster Adern und beugen somit Herzinfarkt, Gehörsturz und Schlaganfall vor. Auch die Durchblutung des Augenhintergrundes wird verbessert. Dies wirkt sich positiv auf die Sehleistung aus.

Ebenfalls gut für den Garten ist die Knoblauchsrauke (Alliaria petiolata) geeignet. Sie treibt früh aus und ist mit ihrem milden Knoblauchgeschmack eine herrliche Beigabe zu den Wildsalaten der Saison.

Im Balkonkasten lassen sich Zitronenmelisse, Thymian und Oregano kultivieren. Ständig hat man so diese frischen Kräuter zur Hand, die bis zur Blüte geerntet werden können. Unsere Küchenkräuter stammen aus sehr verschiedenen Gegenden und haben unterschiedliche Ansprüche an Klima und Boden. Meistens werden sie energieaufwändig kultiviert, verpackt und transportiert und landen selten frisch auf unserem Tisch. Aber auch in unserer Gegend lassen sich Standorte schaffen, die z.B. denen des Mittelmeerraumes entsprechen, ohne laufend Energie zuführen zu müssen. Lediglich durch Ausnutzung von Wärmespeichern, der Lage zur Sonne, dem Angebot unterschiedlicher Bodenverhältnisse und Wechselwirkungen der Pflanzen untereinander kann eine Kräuterspirale diese Funktionen erfüllen. Gewürzliebhabern empfiehlt sich daher die Anlage einer Kräuterspirale aus Bruchsteinen. Im oberen Teil gedeihen Kräuter trockener und im unteren Teil Pflanzen feuchter bis nasser Standorte. Neben dem dekorativen Wert bietet eine Kräuterspirale reichlich Unterschlupf und Nahrung für allerlei Insekten oder sogar für den Igel.


Text aus: Umweltkalender 1999

Altes Gemüse für die junge Küche

Die Römer brachten die Pastinake mit nach Deutschland. Bis zum 18. Jahrhundert war sie eine der wichtigsten Gemüsearten und damit Grundnahrungsmittel in Europa.

Die nahrhaften Wurzeln enthalten reichlich Stärke und Zucker und eignen sich für viele Allergiker als Alternative zur Möhre. Die gewaschenen und geschälten Pastinaken schmecken gut als Gemüse gekocht oder mit Möhren und Kartoffeln gemischt. Püriert ergeben sie eine feinwürzige Rahmsuppe.

Vegetarische Pastinaken-Rahmsuppe

Rezept für 4 Personen:
1 Zwiebel, 1 Knoblauchzehe kleinschneiden und mit 400 g Pastinakenwürfeln in Butter anschwitzen. Mit 0,8 l Gemüsebrühe auffüllen und circa 20 Minuten garen. Gemüse pürieren und durch ein Sieb streichen. 1 Becher Sahne, Salz und Pfeffer nach Geschmack zugeben und erneut kurz aufkochen. Mit Wermut abschmecken.
Als Einlage 100 Gramm rohe Pastinakenwürfel in Pflanzenöl braten und auf die Suppe geben. Dazu schmeckt gebuttertes dunkles Landbrot.

Die nahrhafte Steckrübe kam in Hunger- und Kriegszeiten so oft auf den Tisch, das sie danach aus den Küchen verbannt wurde. Steckrüben sind reich an Karotin und Zucker. Sie lassen sich als Rohkost wie Möhren, aber auch als Eintopf verarbeiten und auch zu Püree stampfen.

Kartoffel-Steckrübenpüree
Rezept für 4 Personen:
Je 500 Gramm geschälte Kartoffeln und Steckrüben in Salzwasser garen. Mit 200 Gramm Milch und 50 Gramm Butter pürieren und mit Salz, Pfeffer und Muskat abschmecken. Dazu passen gebratene Blutwurst und Möppkenbrot.

Mit den Seefahrern kam der Kürbis, ein indianisches Fruchtgemüse, nach Europa. Er lässt sich auf unterschiedlichste Art, ob roh, gekocht, gebraten oder gebacken zubereiten.

Kürbispickert
850 Gramm Kürbisfleisch im Mixer pürieren. Aus 1 Kilogramm Mehl, 1 Würfel Hefe, 3 Eiern, 125 Gramm Butter, etwas Milch, Zucker und Salz einen Hefeteig herstellen und das Kürbismus unterkneten. Den Teig gehen lassen, dann in eine gefettete, mit Paniermehl ausgestreute Kastenform füllen und bei 175 bis 200 Grad etwa 75 Minuten backen. Mit Butter und Marmelade zum Kaffee reichen.

Informationen zum Gemüseeinkauf und zur Verarbeitung, aber auch zur Lieferung von Spezialitäten-Buffets beim LandfrauenService Gütersloh/Bielefeld, Graswinkel 51, 33397 Rietberg, Telefon 0 29 44 / 5 84 41, Fax: 0 29 44 / 5 84 42, E-Mail: LandfrauenService.GT@t-online.de, Internet: www.landfrauenservice-gt.de.

Text aus: Umweltkalender 2005

Saisonkalender für Obst und Gemüse

Erdbeeren im Winter, Spargel bis in den Sommer? Dank Treibhäusern und internationalen Transportnetzen ist das schon lange kein Problem mehr. Die städtischen Umweltberaterinnen Beate Gahlmann und Gisela Kuhlmann registrieren diesen Trend mit großer Sorge. Ein Saisonkalender für Obst und Gemüse im Scheckheftformat soll den Güterslohern helfen umweltbewusster einzukaufen - am besten frisch vom Wochenmarkt.
Ein Gang über den Markt auf dem Berliner Platz ist zu jeder Jahreszeit farbenfroh. Spargel, Mangold, Pastinaken oder Kürbisse bieten die regionalen Händler frisch vom Feld und passend zur jeweiligen Saison an ihren Ständen an – konventionell oder biologisch erzeugt. So mancher Besucher wird von der Vielfalt der heimischen Produkte überrascht sein. Und im direkten Gespräch mit den Standbetreibern gibt es oft noch Tipps für schmackhafte Rezepte dazu. Der im städtischen Umweltamt erhältliche Saisonkalender zeigt farbig markiert, wann beispielsweise Brokkoli in Deutschland wächst und frisch geerntet wird. Wer außerhalb dieser Zeit nicht auf das grüne Gemüse verzichten möchte, kann sich sicher sein, dass er ausländische Erzeugnisse oder im Treibhaus gewachsenen Brokkoli in seinem Einkaufskorb hat. Beate Gahlmann setzt sich für einen bewussten Lebensmittelkauf ein. „Früher haben sich die Menschen noch auf die Spargelzeit und frische Erdbeeren gefreut“, sagt die Umweltberaterin. Dieses Bewusstsein sei heute leider fast verlorengegangen.

Gemüsekalender

Selbstverständlich haben auch die Verkäufer auf dem Wochenmarkt Produkte aus anderen Ländern im Angebot. „Deshalb lohnt es sich genau auf das Etikett zu schauen“, sagt Beate Gahlmann. Es habe nur scheinbar Vorteile, wenn Obst und Gemüse in allen Sorten immer und überall verfügbar seien, meint sie. Außerhalb der bei uns üblichen Saison gäbe es immer nur ein kleineres Angebot, dass über lange Transportwege und verbunden mit einem hohen Kostenaufwand nach Gütersloh gelangt sei. Ein Kilogramm weitgereister peruanischer Spargel, konventionell oder biologisch erzeugt, verursacht durch den Flugtransport einen etwa 28 Mal höheren CO2-Ausstoß als regionaler Spargel. Auch beheizte Treibhäuser und Folientunnel hier in Deutschland kosten viel Energie, was sich wiederum auf den Warenpreis niederschlägt. Gegenüber dem Freilandanbau ist die klimaschädliche Belastung bis zu 30 Mal höher.

Und noch etwas überzeugt die Umweltberaterinnen auf regionale Produkte zu setzen: der Geschmack. Wer in Indien einmal eine reife Banane direkt vom Baum gepflückt gegessen hat, wird dieses Obst nie wieder bei uns im Supermarkt kaufen wollen. „Unreif zu uns verschicktes Obst wird hier einfach nie so gut schmecken wie in seinem Heimatland“, da sind sich die Umweltberaterinnen sicher. Frische Äpfel direkt vom Bauern oder Tomaten aus dem eigenen Garten hingegen sind für sie ein Genuss.

Den praktischen Saisonkalender für Obst und Gemüse in Scheckkartenformat gibt es bei den Umweltberaterinnen Beate Gahlmann und Gisela Kuhlmann in der Siegfriedstraße 30. Weitere Informationen finden Sie auch unter www.aid.de/ernaehrung/saisonkalender.php .

In Gütersloh gibt es folgende Markttage:

Liste der Markttage und -orte:

Tag Ort Uhrzeit

Dienstag

Berliner Platz

 8 - 14

Donnerstag

Berliner Platz

 9 - 18

 

Friedrichsdorf

 14 - 18

Freitag

Prekerstraße

 7 - 13

 

Avenwedde

 14 - 18

 

Isselhorst

 14 - 18

Samstag

Prekerstraße

 7 - 13

 

Berliner Platz

 9 - 15

Kontakt und Informationen

Frau Beate Gahlmann
Umweltschutz

Rathaus Haus III1. ObergeschossRaumnummer155
Tel+49 5241 / 82-2088
Fax+49 5241 / 82-3392
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Frau Gisela Kuhlmann
Umweltschutz

Rathaus Haus III1. ObergeschossRaumnummer155
Tel+49 5241 / 82-2088
Fax+49 5241 / 82-3392
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Anschrift

Stadt Gütersloh
Der Bürgermeister
Berliner Straße 70
33330 Gütersloh

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T: +49 5241 / 82-1
F: +49 5241 / 82-2044
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