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Biologische Vielfalt im Siedlungsraum

Mit gut einem Drittel Flächenanteil ist die Siedlungs- und Verkehrsfläche knapp vor dem Ackerland der größte Lebensraumtyp im Gütersloher Stadtgebiet! Und dieser Lebensraum wird nicht nur von Menschen, Haustieren, Stadtbäumen und Gartenstauden besiedelt.

Fassadengrün Marienfelder Straße

Auch eine ganze Reihe spezifischer Wildtier- und Wildpflanzenarten kommen als sogenannte „Kulturfolger“ bevorzugt oder sogar ausschließlich in unserer engen Nachbarschaft vor. Diese durchaus artenreiche „Natur vor unserer Haustüre“ kann geduldigen Beobachtern viel Freude bringen und prägt auch den ersten Naturkontakt vieler Kinder: Spatzen unterm Dach, Meisen am Futterhaus, Bienen und Schmetterlinge im Staudenbeet, eine Igelfamilie im Garten oder gar abendliche Fledermausflüge ums Haus bieten faszinierende Erlebnismöglichkeiten, wenn man sich gezielt Zeit nimmt und diesen Mitbewohnern ihren Raum lässt.

Viele Menschen nehmen allerdings unsere „natürlichen Nachbarn“ kaum wahr und wenig Rücksicht auf deren Bedürfnisse. Sanierte oder neu gebaute Häuser bieten kaum noch Schlupflöcher für Vogel- und Fledermausquartiere, „saubere“ Gärten kaum Nahrungsquellen für Schmetterlinge und Vögel, „aufgeräumte“ Grundstücke keine Verstecke für Igelnester. Daher werden auch die Kulturfolger, mit denen die Menschen jahrhundertelang ihre Häuser und Gärten geteilt haben, immer seltener, und einige stehen schon auf der Roten Liste der gefährdeten Arten! Dabei ist es gar nicht so schwer, ihnen ein paar Ecken zu überlassen oder herzurichten und eine gute Nachbarschaft bewusst zu pflegen. Naturschutzmaßnahmen können gefördert werden, z.B. über die Förderrichtlinie Naturschutz des Landes NRW oder durch die Umweltstiftung Gütersloh. Im Leitprojekt „Biologische Vielfalt im Siedlungsraum“ sind Maßnahmen und Projekte aufgelistet, zu deren Umsetzung fast jede/r beitragen kann:

  • Richten Sie für die „Stachelritter“ Laub- und Reisighaufen in Ihren Gartenecken ein! Wählen Sie nektar- und pollenreiche Gartenstauden als Tankstellen für Bienen und Schmetterlinge!
  • Berücksichtigen Sie bei der Pflanzenwahl auch einheimische Arten als Nahrungspflanzen für Schmetterlingsraupen!
  • Bieten Sie Nisthilfen für Vögel und Wildbienen in Ihrem Garten an!
  •  Lassen Sie Mehlschwalben als Glücksbringer gewähren, wenn Sie unter Ihrem Dach Nester bauen und auch mal Kleckerspuren an der Hausfassade hinterlassen!
  • Machen Sie Ihren Schwalben Hilfsangebote mit Kunstnestern und Lehmpfützen!
  • Erhalten Sie Einflugöffnungen und Spaltenquartiere für Fledermäuse in ungenutzten Dachräumen (z.B. Spitzgiebel) und verzichten Sie (nicht nur dort) auf Giftstoffe!
  • Schaffen (und erhalten) Sie Brutquartiere für Mauersegler und Spatzen, wenn Sie Fassaden- und Dacharbeiten durchführen (lassen)!Achten Sie auf insektenfreundliche Außenbeleuchtung!
  • Gönnen Sie Ihren nicht genutzten Kamin einem Dohlenpaar (und schützen Ihren aktiven Schornstein im Gegenzug durch Dohlengitter)!
  • Planen Sie bei Neu- und Umbauten Ihres Hauses Tierquartiere gezielt ein!
  • Auch Ihr Balkon bietet Platz für Blumenkästen und Bienenhotels!
  • Wappnen Sie Ihre Fensterscheiben gegen Vogelschlag!
  • Kleiden Sie Ihr Haus in einen „grünen Pelz“ durch Fassadenbegrünung!
  • Verwandeln Sie Ihr Flachdach zu einem blütenreichen Gründach!

Im Umweltamt der Stadt Gütersloh erhalten Sie zu allen Themen rund um „lebendige“ Gärten und Häuser Hinweise, Anleitungen und ggf. auch Hilfestellungen. Weitere konkrete Hinweise zu Hilfsmaßnahmen für typische Arten des Siedlungsbereichs finden Sie in den Kapiteln des „Gütersloher Artenkorbes“.

Einige erfolgreiche Projektbeispiele (z.T. Förderprojekte der Umweltstiftung Gütersloh) aus dem Raum Gütersloh sind:

  • Bienenfreundliche Staudenpflanzung, Bienenhotels und naturnahe Gestaltung von Privatgärten
  • Bau von Wildbienenhotels, Bienenlehrständen, Bienenlehrpfad, blütenreichen Trockenmauern und Staudenbeeten im (halb-)öffentlichen Raum (Schulen, Altenheime, Stadtpark) durch Imker- und Naturschutzvereine
  • Bestandserfassung von Gebäudebrütern (z.B. Schwalben, Mauersegler, Schleiereulen, Steinkauz, Dohlen, Turm- und Wanderfalke) und Angebot artspezifischer Nisthilfen
  • Nisthilfen an Schulen, Kitas u.a. öffentlichen Kommunalgebäuden
  • Erarbeitung naturpädagogischer Konzepte für Kindergärten durch ErzieherInnen unter Anleitung der Biologischen Station
  • Naturpädagogische Angebote für Schulen und Kindergärten durch die Biologische Station und die Umweltstiftung Gütersloh
  • Biotopgestaltung, Nisthilfen und Infotafeln zu Vögeln und zur Tierwelt von Sandwegen auf dem Isselhorster Friedhof
  • Nisthilfen für Gebäudebrüter an Kirchen
  • Naturgarten im Stadtpark Gütersloh
  • Veranstaltungsserien „Lebendige Gärten in Gütersloh“ und „Wildbienenjahr“ (Umweltberatung, VHS, Ehrenamt)
  • Schutz von Bäumen in der Stadt durch Baumkataster und Baumschutzsatzung
  • Monitoring der Pflanzen und Tiere in Grünanlagen zur Erhöhung der Artenvielfalt
  • Anlage und Pflege von Schulgärten an Gütersloher Schulen

Leitart:

Begleitarten:

Dohle
 

Kontakt und Informationen

Frau Sonja Wolters
Umweltschutz
Fachbereichsleiterin

Rathaus Haus III1. ObergeschossRaumnummer161
Tel+49 5241 / 82-2086
Fax+49 5241 / 82-3392
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Anschrift

Stadt Gütersloh
Der Bürgermeister
Berliner Straße 70
33330 Gütersloh

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