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Bachstelze (Motacilla alba)

Die Bachstelze ist eine Singvogelart, die durch ihr kontrastreiches, schwarz-weiß-graues Gefieder und den stelzentypischen Wippschwanz auffällt.

Bachstelze
Bachstelze, Foto: Andreas Schäfferling

Verbreitung und Lebensform
Das Verbreitungsgebiet der Bachstelze reicht vom Südosten Grönlands bis zur Beringstraße und darüber hinaus bis in den äußersten Westen Alaskas. Im Norden reicht es jenseits des Polarkreises. Die Südgrenze ist in Europa das Mittelmeer, auf dem Afrikanischen Kontinent gibt es lediglich im Westen Marokkos Brutvorkommen. Bachstelzen aus Mitteleuropa überwintern in einem Gebiet, das von Südwesteuropa bis Marokko und Algerien reicht.
Die Bachstelze besiedelt in der heutigen Kulturlandschaft eine Vielzahl von Lebensräumen. Außer in geschlossenen Waldgebieten und dicht bebauten Stadtkernen kommt die Bachstelze praktisch überall vor. Wichtig sind dabei unbewachsene oder kurzrasige Bodenflächen, die zur Nahrungssuche benötigt werden. Insbesondere die Nähe von Weidetieren wird wegen des dortigen guten Nahrungsangebotes gezielt aufgesucht. Eine Gewässernähe ist zwar förderlich, aber nicht zwingend notwendig.
Die Eiablage erfolgt im April im Abstand von 24 Stunden meist eine halbe Stunde nach Sonnenaufgang. Ein Gelege besteht im Allgemeinen aus 5 bis 6 Eiern, die etwa 11 Tage lang bebrütet werden. Unter ungünstigen Umständen kann die Brutdauer bis zu 17 Tage betragen. Die Nestlingszeit dauert meist zwischen 13 und 14 Tagen. Nach dem Ausfliegen werden die Jungvögel noch 4 bis 7 Tage, seltener bis zu 11 Tage lang gefüttert.

Nahrung
Die Nahrung der Bachstelze besteht zum allergrößten Teil aus Insekten, vorwiegend aus Mücken und Fliegen, die leicht geschluckt werden können. Einen zahlenmäßig großen Anteil machen zudem Köcherfliegen und Käfer aus. Das Spektrum ist aber sehr umfangreich und umfasst viele weitere Insektengruppen und auch Schnecken. Pflanzenbestandteile wie Beeren und Sämereien stehen nur selten auf dem Speiseplan.

Bestände und Bedrohung
Obwohl die Bachstelze noch häufig und flächig verbreitet ist, zeigen sowohl der kurz- als auch der langfristige Bestandstrend eine negative Entwicklung. In der Roten Liste NRW 2011 ist die Art daher in die Vorwarnliste aufgenommen worden.
Bis in die 1990er Jahre sind größere Bestandsverluste nur nach starken Wintern mit geschlossener Schneedecke aufgetreten. Diese Verluste wurden dann aber im Folgejahr wieder ausgeglichen. Sowohl bundesweit als auch in NRW hat die Art seit den 1990er Jahren um rund 20 Prozent abgenommen. Im Zeitraum 2005 bis 2009 lag der Landesbestand bei 87.000 bis 105.000 Revieren. Trotz der noch weiten Verbreitung sind von der Bachstelze keine besonders hohen Revierdichten bekannt. Mehr als 10 Reviere pro Quadratkilometer werden selten erreicht. Die landesweit höchsten Revierdichten findet man im Raum OWL.

Schutzmaßnahmen
Der langfristige Bestandsrückgang vollzieht sich in allen Bereichen, wobei die genauen Ursachen weitgehend unbekannt sind. Daher lassen sich derzeit keine konkreten Schutzmaßnahmen für diese Art formulieren.

Quellen

  • https://de.wikipedia.org/wiki/Bachstelze
  • Rote Liste der gefährdeten Pflanzen, Pilze und Tiere in Nordrhein-Westfalen, 4. Fassung, Band 2, LANUV-Fachbericht 36, 2011
  • Die Brutvögel Nordrhein-Westfalens, Grüneberg,C., S.R. Sudmann et al., 2013, Nordrhein-Westfälische Ornithologengesellschaft e.V. und Landesamt für Umwelt, Natur und Verbraucherschutz NRW (Hrsg.), LWL-Museum für Naturkunde, Münster

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