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Gelber Münserländer Borsdorfer

Der Gelbe Münsterländer Borsdorfer ist eine Apfelsorte, die im Oldenburger Münsterland seit 1870 verbreitet ist.

Gelber Münsterländer Borsdorfer
Gelber Münsterländer Borsdorfer, Foto: Hans-Joachim Bannier

Der langsam bis mittelstark wachsende Baum gedeiht am besten auf mittleren bis schweren Böden. Er liefert hohe und regelmäßige Erträge. Da es sich um eine spät blühende Sorte handelt, ist Frost im Allgemeinen kein Problem. Für Krankheiten und Schädlinge sind die Bäume wenig anfällig.

Die Früchte sind ab Oktober ernte- und genussreif, sie bleiben bis etwa April haltbar. Die gelb-grünen Früchte sind vorwiegend klein bis mittelgroß und haben eine glatte, trockene Schale. Sie Äpfel eignen sich vor allem als Tafelapfel oder zum Entsaften.

Quelle:
http://www.obstgarten.biz/info-thek/gelber-muensterlaender-borsdorfer.html


In den Gärten der Gütersloher Hoflagen und Siedlungen wurden über Jahrhunderte zahlreiche Obstsorten angebaut und als Tafel- und Wirtschaftsobst genutzt. Doch die überwiegend hochstämmigen Obstbaumbestände werden immer weniger, und viele „alte“ Sorten werden heute vom Erwerbsobstbau nicht mehr angeboten. Damit drohen auch die Gene nützlicher Eigenschaften wie z.B. Krankheitsresistenzen verloren zu gehen.
Im Folgenden werden exemplarisch drei Apfelsorten vorgestellt (Gelber Münsterländer Borsdorfer, Wiedenbrücker Apfel, Westfälische Tiefblüte) die früher in Gütersloh angebaut worden sind, wobei insbesondere der Wiedenbrücker eine weite Verbreitung fand und "Hauptsorte" war. Neuerdings sind alte Obstsorten auch wieder in guten Baumschulen erhältlich, so dass jeder, der einen entsprechenden Platz im Garten hat, seinen eigenen Beitrag zur Erhaltung „alter Sorten“ leisten kann. Über das Kulturlandschaftsprogramm des Kreises Gütersloh können die Pflege und Ergänzungspflanzungen in Streuobstwiesen unter bestimmten Voraussetzungen finanziell gefördert werden (Bewirtschaftungspakete 5301/5302). Nähere Auskünfte erteilt die Naturschutzbehörde des Kreises Gütersloh (Nicola.Brandstetter@gt-net.de, Tel. 05241-852715).
Allen Obstbaumbesitzern und solchen, die es werden wollen, wird die unter den Quellen genannte Broschüre über alte Obstsorten mit wertvollen Tipps über Sortenwahl, Pflanzung und Pflege von Obstbäumen zur Lektüre empfohlen. Die Broschüre kann über die Stiftung für die Natur Ravensberg oder über die Biologische Station Ravensberg (Am Herrenhaus 27, 32278 Kirchlengern, info@stiftung-ravensberg.de, info@bshf.de) bezogen werden.
Auch im Raum Gütersloh können sich Interessenten u.a. bei Hof- und Gartentagen (z.B. auf der Baumschule Upmann in Steinhagen-Ströhen alljährlich am letzten Sonntag im September) informieren und es gibt auch Ansprechpartner in den örtlichen Gartenbauvereinen. In Isselhorst beispielsweise sind Renate und Rainer Bethlehem bereit, bei Führungen durch ihren Obstgarten mit allein etwa 30 Apfelsorten zu beraten. In Kooperation mit der Biologischen Station Gütersloh/Bielefeld finden dort auch regelmäßig Obstgehölzschnittkurse statt.
Ein jederzeit öffentlich zugängliches Anschauungsobjekt im Gütersloher Stadtpark ist die 2001 angelegte Obstbaumwiese des Grünflächenamtes an der Oststraße / Ecke Parkstraße, auf der Bäume mit 50 verschiedenen heimischen Apfel-, Birnen-, Kirschen- und Pflaumensorten sowie eine Infosäule zu finden sind.
Interessenten alter Obstsorten sei außerdem der Sortengarten (Obst-Arboretum) von Hans-Joachim Bannier in Bielefeld-Olderdissen mit über 500 Obstsorten empfohlen. Der Garten ist nur unregelmäßig geöffnet, über alte-apfelsorten@web.de kann man sich aber zur Information über Veranstaltungen in einen Mailverteiler eintragen lassen.

Quellen:
H.J. Bannier: Alte Obstsorten neu entdeckt für Westfalen und Lippe, 3. Auflage 2008

Weiterführende Internetseiten:
www.pomologen-verein.de (Alte Obstsorten, die im Erwerbsobstbau in der Regel nicht mehr angeboten werden)
www.obstsorten-westfalen-lippe.de (Regionale Informationen zu Obstsorten für Westfalen-Lippe)
www.streuobst.de (Seiten des NABU zu Streuobst)
https://www.kreis-guetersloh.de/themen/umwelt/arten-und-biotopschutz/vertragsnaturschutz-foerdert-seltene-tier-und-pflanzenarten/
(Vertragsnaturschutz im Kreis Gütersloh)
http://www.bmel.de/SharedDocs/Downloads/Landwirtschaft/Klima-und-Umwelt/BiologischeVielfalt/KirschsortenBroschuere.html?nn=309824 (empfehlenswerte Broschüre des Bundesministeriums für Ernährung und Landwirtschaft über Alte Süßkirschensorten)

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