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Kuckucks-Lichtnelke (Lychnis flos-cuculi, Syn.: Silene flos-cuculi)

Die Kuckucks-Lichtnelke ist in den gemäßigten Zonen Europas und Westasiens bis in Höhenlagen von bis zu 2.000 Meter heimisch.
Bei dieser Pflanzenart wird die Blütezeit im Mai, Juni (bis Juli) mit dem Ruf des Kuckucks in Verbindung gebracht. So erklärt sich auch der Name.

Kuckucks-Lichtnelke
Kuckucks-Lichtnelke, Foto: Jürgen Albrecht

Die Kuckucks-Lichtnelke ist eine ausdauernde krautige Pflanze, die Wuchshöhen von 30 bis 90 Zentimeter erreicht. Die meisten Pflanzen blühen rot, es kommen auch weiße Exemplare vor. Die Bestäubung der Blüten erfolgt durch langrüsselige Insekten (Schmetterlinge, Bienen), Selbstbestäubung ist jedoch ebenfalls möglich.

Als Standort bevorzugt die Kuckucks-Lichtnelke feuchte oder wechselfeuchte, mäßig fette Wiesen, Moore und Sümpfe. In stark überdüngten oder zu oft geschnittenen Wiesen findet man sie nicht mehr.

Die Kuckucks-Lichtnelke wird heute auch als Zierpflanze in Gärten oder an Gartenteichen verwendet.

Früher war die Kuckucks-Lichtnelke in unserem Raum vor allem in den feuchten Wiesen sehr häufig (Runge 1972) und bildete dort im Frühling dominierende Blütenaspekte, heute erscheint sie vielfach nur noch als Relikt an Grabenrändern, denn viele Feuchtwiesen wurden trockengelegt oder gar umgewandelt und werden heute innerhalb und außerhalb von Naturschutzgebieten intensiver bewirtschaftet. Die Art befindet sich daher in einem dramatischen Rückgang (Kulbrock et al. 2004, aktuelle floristische Kartierung NRW), wird aber in unserer Region und auch landesweit (noch) nicht als gefährdet eingestuft.

Hilfsmaßnahmen:
Die Erhaltung extensiv genutzter feuchter Wiesen und die naturnahe Pflege von Grabenrändern sind die wichtigsten Erhaltungsmaßnahmen für die hübsche Kuckucks-Lichtnelke. Sie könnte sich an geeigneten Stellen auch wieder gut ausbreiten, da ihre kleinen Samen aus den Kapseln durch Tiere und Wind verstreut werden. Die Fruchtreife erfolgt allerdings erst im Sommer (Juli bis September), so dass zumindest Grabenränder nicht vor diesem Zeitpunkt gemäht werden sollten. Bei passenden Standortbedingungen und entsprechender Bewirtschaftung (späte Mahd, Säume stehen lassen) kann sich die Pflanzen auch in feuchten Hausgärten halten.


Quellen:


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