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Landkärtchen (Araschnia levana)

In Deutschland war das Landkärtchen bis in die 30er Jahre des 20. Jahrhunderts nur lokal vertreten. Etwa ab Mitte des vorigen Jahrhunderts hat es sich nicht nur in Deutschland immer weiter ausgebreitet, sondern generell sein Verbreitungsgebiet in alle Himmelsrichtungen vergrößert. Heute ist es von Spanien über Mittel- und Nordeuropa durch Mittelasien bis nach Korea und Japan verbreitet.

Der Name des Falters gründet sich auf die Zeichnung der Flügelunterseiten, die mit einem Netz von Linien überzogen sind und an eine Landkarte erinnern.

Die Falter der zweiten in einem Jahr geborenen Generation unterscheiden sich stark von denen der ersten Generation. Dieser Saisondimorphismus (das saisonale Auftreten von zwei deutlich verschiedenen Erscheinungsformen bei einer Art) wird hier durch die Tageslänge während der Raupenentwicklung gesteuert. Die Falter der dunkleren, überwiegend orange und schwarz gefärbten Frühlingsgeneration sind kleiner als jene der hellen Sommergeneration, die überwiegend schwarzbraun gefärbt ist. So beträgt die Flügelspannweite bei den Männchen 32 Millimeter bei der ersten bzw. 38 Millimeter bei der zweiten Generation. Bei den Weibchen liegen die Spannweiten bei 38 bzw. 43 Millimeter.

Lebensweise und Lebensräume
Die Weibchen kleben ihre Eier in Form einzelner kleiner Stäbchen mit bis zu 10 Eiern an die Unterseite der Futterpflanze, der Großen Brennnessel. Die gesamte Eiablage besteht am ersten Tag aus durchschnittlich 60 Eiern. Unter günstigen Bedingungen erfolgen an den darauf folgenden Tagen weitere Ablagen, allerdings mit weniger Eiern. Nach etwa 10 Tagen schlüpfen die Raupen, die sich während ihrer Entwicklung insgesamt viermal häuten. Nach etwa 18 Tagen sind die Raupen verpuppungsreif. Die Falter schlüpfen meist am Vormittag, um ihre Flügel in der Sonne trocknen zu können. Nach etwa 2 bis 3 Stunden sind sie flugfähig. Es fliegen 2 Generationen von April bis Juni und von Juli bis August.

Landkärtchen bevorzugen feuchte Hochstaudenfluren mit Brennnesseln, wie sie in lichten Wäldern oder an Waldrändern anzutreffen sind. Es müssen sowohl die Bedürfnisse der Raupen nach hoher Luftfeuchtigkeit und Schatten als auch die der Falter nach reichlich blühenden Stauden erfüllt sein. Als typischer Waldrandfalter profitiert das Landkärtchen somit von gestuften Waldrändern mit vorgelagerten Säumen.

Bestände und Gefährdungen
Das Landkärtchen ist nicht bedroht und in geeigneten Lebensräumen mitunter sehr häufig. In NRW gilt die Art in allen Großlandschaften als ungefährdet. Auch in OWL ist es in vielen Waldbereichen anzutreffen. Die Hauptvorkommen befinden sich im Weserbergland.

Schutzmaßnahmen
Auf Grund der bestehenden Gefährdungslage sind gezielte Schutzmaßnahmen derzeit nicht erforderlich. Die vorhandenen Lebensräume wie z.B. brennnesselreiche Waldränder und –säume sind jedoch in ihrem Bestand zu erhalten und zu schützen.


Quellen:

Kontakt und Informationen

Frau Sonja Wolters
Umweltschutz
Fachbereichsleiterin

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Tel+49 5241 / 82-2086
Fax+49 5241 / 82-3392
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