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Ernährung + Landwirtschaft

Immer mehr Menschen achten auf eine gesunde Ernährung und wünschen sich unbelastete Lebensmittel.

Gemüsekalender

Wir helfen Ihnen bei der Beantwortung von folgenden Fragen:

  • Wo erhalte ich regionale und auch ökologische Produkte?
  • Welche Umweltzeichen zu ökologisch erzeugten Produkten helfen mir weiter?
  • Wie erkenne ich Zusatzstoffe oder Gentechnik in Lebensmittel?

Tipps zu Einkaufsmöglichkeiten und Informationen zur ökologischen Landwirtschaft finden Sie in den folgenden Artikeln.

Einkaufsmöglichkeiten auf/von Bauernhöfen in Gütersloh

Zahlreiche Bauernhöfe im Kreis Gütersloh verkaufen ihre Produkte direkt ab Hof an den Endverbraucher. Im Folgenden werden die in der Stadt Gütersloh ansässigen Direktvermarkter mit ihren Angeboten genannt. Weitere Direktvermarkter landwirtschaftlicher Produkte und Anbieter von Übernachtungen und Freizeit auf dem Bauernhof können der Broschüre "Einkaufen und Übernachten auf Bauernhöfen im Kreis Gütersloh" entnommen werden.

Eine Übersicht der Direktvermarkter in Gütersloh und deren Angebote finden Sie hier.

Einkaufsratgeber Fisch

Fisch - beliebt, aber welcher ist zu empfehlen? Einkaufsratgeber helfen bei der Wahl.
In der Umweltberatung in Gütersloh wird immer wieder die Frage nach gesunden Lebensmitteln gestellt. Wurden Schadstoffe in Lebensmittel entdeckt, wie Perchlorethylen in Olivenöl oder Dioxin in Eiern und Fleisch ist die Beratungsnachfrage besonders stark. Eine Alternative zu Fleisch ist für Ratsuchende oft Fisch. Doch welcher Fisch ist zu empfehlenswert?

Nicht jeder Fisch ist zum Verzehr zu empfehlen: Die Umweltberaterinnen Beate Gahlmann (links) und Gisela Kuhlmann halten Einkaufsratgeber bereit

Beate Gahlmann, Gisela Kuhlmann mit Fisch

In Deutschland liegt der Pro-Kopf-Verbrauch an Fisch bei 16 Kilogramm im Jahr. Auf der Beliebtheits-Skala ganz oben stehen dabei Alaska-Seelachs, Hering und Lachs.

Die Fischbestände unserer Meere schrumpfen aber dramatisch, weltweit gelten 78 Prozent der genutzten Bestände als überfischt oder bis an die natürlichen Grenzen befischt. Große Raubfische wie Thunfisch, Schwertfisch oder Kabeljau sind bereits zu 90 Prozent dezimiert. Industrielle Fangflotten mit Grundschleppnetzen und anderen unselektiven Fanggeräten verschärfen die Lage durch ihren hohen Anteil an Beifang. Neben den verwertbaren Fischen verfangen sich dabei Jungfische, die damit für zukünftige Fänge verloren gehen, aber auch Seesterne, Vögel, Schildkröten und sogar Haie und Wale in den Netzen. Dieser Beifang wird tot oder schwer verletzt wieder über Bord geworfen.

Um Fisch als wichtigen Baustein unserer Ernährung langfristig zu sichern ist das Umweltlabel MSC (Marine Stewardship Council) ins Leben gerufen worden. Produkte mit diesem Siegel zeichnen sich durch umweltverträgliche Fischerei aus. Beim Thunfischfang verfangen sich besonders viele Delphine. Das Logo SAFE zeichnet Thunfisch aus, bei dem keine delphingefährdenden Fangmethoden einsetzt wurden.

Bei Zuchtfischen aus Aquakulturen (Zuchtfarmen) treten ebenfalls unterschiedliche Umweltprobleme wie z. B. Verschmutzungen durch Pestizide und Desinfektionsmittel auf. Beachtenswert ist auch, dass in der Thunfischmast 20 Kilogramm wild gefangener Fische für jedes Kilogramm Thunfisch benötigt werden. Aquakulturen mit strengen nachhaltigen Standards bieten Bio-Produkte von Bioland und Naturland.

Vom WWF Deutschland (World Wildlife Fund) und von Greenpeace (Einkaufsratgeber Fisch) sind hilfreiche Einkaufsratgeber herausgegeben worden, in denen die in Deutschland am meisten verzehrten Fischarten, deren Bestände und Fangmethoden bewertet werden. Die Gesellschaft zur Rettung der Delphine gibt eine Einkaufshilfe für Thunfisch heraus. Greenpease hat darüber hinaus auch Supermärkte zu ihrer Einkaufspolitik bei Fisch und anderen Meeresfrüchten befragt und das Ergebnis veröffentlicht.

Beim Einkauf kann somit jeder Verbraucher seinen Einfluss nutzen! Fragen Sie in Ihrem Supermarkt nach: Wo kommt der Fisch her? Wie wurde er gefangen? Wie sieht die Einkaufspolitik des Unternehmens aus? Nutzen Sie die Einkaufsratgeber als praktische Hilfe!

Fragen zur nachhaltigen Fischerei, den genannten Siegeln und zu den Einkaufsratgebern beantworten Ihnen gerne die städtischen Umweltberaterinnen Beate Gahlmann und Gisela Kuhlmann, Friedrich-Ebert-Str. 54, Telefon: 82 20 88. Die Einkaufsratgeber erhalten Sie ebenfalls bei der Umweltberatung.

Augen auf beim Eierkauf!

Ei mit Erzeugercode

Übers Jahr verteilt liegt der deutsche Pro-Kopf-Verbrauch bei 214 Eiern. Rein äußerlich unterscheiden sich die Eier kaum, allenfalls in der Farbe - weiß oder braun - und in der Größe. Wie kann man erfahren, aus welcher Haltung ein Ei stammt? Ganz einfach: beim Einkauf sollte man sich das zerbrechliche Gut genauer anschauen, denn der auf jedem Ei aufgedruckte Erzeugercode lässt an der ersten Ziffer die Haltungsform der Legehennen erkennen.

0 bedeutet Bio-Ei
Die Hennen leben in Freilandhaltung und bekommen Futter aus ökologischem Anbau.

1 bedeutet Freilandhaltung
Die Tiere können sich unter freiem Himmel bewegen, das heißt sie werden grundsätzlich im Stall gehalten, haben aber die Möglichkeit durch Ausgänge ins Freie zu gehen.

2 bedeutet Bodenhaltung
Darunter versteht man die Haltung von Legehennen zwar im Stall, aber nicht in Käfigen. Die Haltung erfolgt entweder in mehreren Etagen (sogenannten Volieren) oder es handelt sich um eine überdachte Grundfläche als Auslauf mit einem Nestbereich für die Eierablage.

3 bedeutet Käfighaltung
Hier werden die Hennen in Legebatterien gehalten. Seit Anfang 2010 ist die herkömmliche Käfighaltung in Deutschland abgeschafft worden, diese nennt sich nun Kleingruppen- oder Kleinvolierenhaltung. Es ist jedoch zu erwähnen, dass dadurch den Hennen nur wenig mehr Platz zur Verfügung steht. Bis zur Abschaffung der Legebatterien wurden pro Huhn 550 Quadratzentimeter an Fläche berechnet (das sind knapp 90 Prozent eines DIN A4-Blatts), jetzt müssen 750 Quadratzentimeter zur Verfügung stehen (diese zusätzliche Fläche entspricht etwas mehr als einer Postkarte). Von artgerechter Haltung kann also auch bei der „verbesserten“ Käfighaltung nicht gesprochen werden. Dem normalen Bedürfnis der Tiere entsprechen nur die Freilandhaltung und die Haltung nach Kriterien des ökologischen Anbaus.

„DE“ bedeutet Deutschland als Erzeugerland
Fast jedes zweite in Deutschland angebotene Ei wird von den übrigen EU-Staaten eingeführt, wo das Verbot für das Halten von Hühnern in Käfigen erst ab dem Jahre 2012 gilt. Verbraucher, die sicher gehen wollen, dass die gekauften Eier aus Deutschland stammen, sollten eine Verpackung mit dem Buchstaben "DE" wählen.

Ebenso muss jedem Konsumenten klar sein: solange beim Kauf von Eiern nur der Preis entscheidet, ist man für das Leid der Tiere mit verantwortlich. Wer mit gutem Gewissen sein Frühstücksei essen möchte, sollte Eier aus Freilandhaltung oder Bio-Eier kaufen. Die Kosten dafür sind – natürlich – höher, aber das Wohl der Tiere und die Vorteile für die Umwelt sollten uns dies wert sein.

Weitere Informationen bekommen Sie auf der Internetseite
www.was-steht-auf-dem-ei.de

Saisonkalender für Obst und Gemüse

Erdbeeren im Winter, Spargel bis in den Sommer? Dank Treibhäusern und internationalen Transportnetzen ist das schon lange kein Problem mehr. Die städtischen Umweltberaterinnen Beate Gahlmann und Gisela Kuhlmann registrieren diesen Trend mit großer Sorge. Ein Saisonkalender für Obst und Gemüse im Scheckheftformat soll den Güterslohern helfen umweltbewusster einzukaufen - am besten frisch vom Wochenmarkt.
Ein Gang über den Markt auf dem Berliner Platz ist zu jeder Jahreszeit farbenfroh. Spargel, Mangold, Pastinaken oder Kürbisse bieten die regionalen Händler frisch vom Feld und passend zur jeweiligen Saison an ihren Ständen an – konventionell oder biologisch erzeugt. So mancher Besucher wird von der Vielfalt der heimischen Produkte überrascht sein. Und im direkten Gespräch mit den Standbetreibern gibt es oft noch Tipps für schmackhafte Rezepte dazu. Der im städtischen Umweltamt erhältliche Saisonkalender zeigt farbig markiert, wann beispielsweise Brokkoli in Deutschland wächst und frisch geerntet wird. Wer außerhalb dieser Zeit nicht auf das grüne Gemüse verzichten möchte, kann sich sicher sein, dass er ausländische Erzeugnisse oder im Treibhaus gewachsenen Brokkoli in seinem Einkaufskorb hat. Beate Gahlmann setzt sich für einen bewussten Lebensmittelkauf ein. „Früher haben sich die Menschen noch auf die Spargelzeit und frische Erdbeeren gefreut“, sagt die Umweltberaterin. Dieses Bewusstsein sei heute leider fast verlorengegangen.

Gemüsekalender

Selbstverständlich haben auch die Verkäufer auf dem Wochenmarkt Produkte aus anderen Ländern im Angebot. „Deshalb lohnt es sich genau auf das Etikett zu schauen“, sagt Beate Gahlmann. Es habe nur scheinbar Vorteile, wenn Obst und Gemüse in allen Sorten immer und überall verfügbar seien, meint sie. Außerhalb der bei uns üblichen Saison gäbe es immer nur ein kleineres Angebot, dass über lange Transportwege und verbunden mit einem hohen Kostenaufwand nach Gütersloh gelangt sei. Ein Kilogramm weitgereister peruanischer Spargel, konventionell oder biologisch erzeugt, verursacht durch den Flugtransport einen etwa 28 Mal höheren Kohlendioxid-Ausstoß als regionaler Spargel. Auch beheizte Treibhäuser und Folientunnel hier in Deutschland kosten viel Energie, was sich wiederum auf den Warenpreis niederschlägt. Gegenüber dem Freilandanbau ist die klimaschädliche Belastung bis zu 30 Mal höher.

Und noch etwas überzeugt die Umweltberaterinnen auf regionale Produkte zu setzen: der Geschmack. Wer in Indien einmal eine reife Banane direkt vom Baum gepflückt gegessen hat, wird dieses Obst nie wieder bei uns im Supermarkt kaufen wollen. „Unreif zu uns verschicktes Obst wird hier einfach nie so gut schmecken wie in seinem Heimatland“, da ist sich die Umweltberaterinnen sicher. Frische Äpfel direkt vom Bauern oder Tomaten aus dem eigenen Garten hingegen sind für sie ein Genuss.

Den praktischen Saisonkalender für Obst und Gemüse in Scheckkartenformat gibt es bei den Umweltberaterinnen Beate Gahlmann und Gisela Kuhlmann in der Friedrich-Ebert-Str. 54. Weitere Informationen finden Sie auch unter www.aid.de/verbraucher/saisonkalender.php .
Hinweise zu Direktvermarktern in Gütersloh, biologisch und konventionell, erhalten Sie hier.

In Gütersloh gibt es folgende Markttage:
Liste der Markttage und -orte:

Tag

Ort

Uhrzeit

Dienstag

Berliner Platz

8 - 14

Donnerstag

Berliner Platz
Friedrichsdorf

9 - 18
14 - 18

Freitag

Prekerstraße
Avenwedde
Isselhorst

7 - 13
14 - 18
14 - 18

Samstag

Prekerstraße
Berliner Platz

7 - 13
9 - 15

Kontakt und Informationen

Frau Beate Gahlmann
Umweltschutz

Rathaus Haus III1. ObergeschossRaumnummer155
Tel+49 5241 / 82-2088
Fax+49 5241 / 82-3392
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Frau Gisela Kuhlmann
Umweltschutz

Rathaus Haus III1. ObergeschossRaumnummer155
Tel+49 5241 / 82-2088
Fax+49 5241 / 82-3392
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Anschrift

Stadt Gütersloh
Der Bürgermeister
Berliner Straße 70
33330 Gütersloh

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F: +49 5241 / 82-2044
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