26. Februar 2026
„Begnadeter Netzwerker“: Andreas Kimpel geht in den Ruhestand
Beigeordneter für die Bereiche Kultur und Weiterbildung wirkte insgesamt 21 Jahre lang in Gütersloh.

Die letzten Mails sind geschrieben, die letzten Termine absolviert, der Schreibtisch ist aufgeräumt: Nach 21 Jahren als Beigeordneter für die Bereiche Kultur und Weiterbildung der Stadt Gütersloh geht Andreas Kimpel Ende Februar in den Ruhestand. Der Rat, Kolleginnen und Kollegen aus der Verwaltung sowie zahlreiche Weggefährten haben den 64-jährigen jetzt verabschiedet und seine Leistungen für die Entwicklung der Kultur in der Stadt gewürdigt.
In Vertretung des erkrankten Bürgermeisters Matthias Trepper hielt der Erste Beigeordnete Henning Matthes die Abschiedsrede und dankte im Namen von Rat und Verwaltung seinem Kollegen. Er beschrieb Andreas Kimpel als „begnadeten Netzwerker.“ „Einer, der Potenziale erkennt und Kontakte nicht wie Visitenkarten sammelt, sondern wie Beziehungen pflegt. Einer, der die richtigen Menschen zusammenbringt – und auch zusammenhält“, hob er Kimpels besondere Fähigkeit „Brücken zu bauen“ hervor.
Kultur habe Andreas Kimpel immer „als tragende Säule einer Stadtgesellschaft verstanden - nicht als ‚nice to have‘, sondern als Teil von Bildung, Teilhabe und Zusammenhalt.“ In seiner Funktion als Beigeordneter habe er der Kultur eine Stimme gegeben und sie in den vergangenen 21 Jahren als Netzwerk weiterentwickelt, „in dem Haupt- und Ehrenamt auf Augenhöhe miteinander arbeiten.“
Kommunikation sei die Basis von Andreas Kimpels Arbeit gewesen, immer mit der erklärten Zielsetzung, gemeinsam Ergebnisse zu erzielen. In diesem Sinne habe er Kulturforen eingerichtet und eine Kulturentwicklungsplanung als Orientierungsrahmen für Entscheidungen etabliert.
Die Zusammenführung von Theater und Stadthalle zu „Kultur Räumen“ sei nicht nur eine organisatorische Entscheidung gewesen, sondern Kimpel habe der Arbeit dort damit ein Profil gegeben: „Mit klarer Programmidee, mit neuen Formaten und einer Marke, die Strahlkraft hat.“ Die Reihe „Vier Jahreszeiten“ stehe dafür genauso wie zahlreiche Kooperationen mit Förderern aus der Wirtschaft, von Institutionen und einem kulturinteressierten Umfeld.