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01. Oktober 2018

Lass(t) uns laufen!

Stichwort „Elterntaxi“: Hol- und Bringzonen an der Grundschule Kattenstroth eröffnet

Bürgermeister Henning Schulz malt gemeinsam mit den Kindern gelbe Fußabdrücke auf den Bürgersteig. Diese sollen den Schülerinnen und Schülern den Weg von der Hol- und Bringzone zur Schule und zurück weisen.
Bürgermeister Henning Schulz malt gemeinsam mit den Kindern gelbe Fußabdrücke auf den Bürgersteig. Diese sollen den Schülerinnen und Schülern den Weg von der Hol- und Bringzone zur Schule und zurück weisen.

Vor allem in den Morgenstunden staut es sich vor den Schulen. Viele Eltern bringen ihre Kinder mit dem Auto zur Schule. Um den allmorgendlichen Verkehr zu entzerren, damit die Kinder sicherer zur Schule kommen und wenigstens noch ein Stück ihres Schulwegs zu Fuß zurücklegen, sind jetzt auch vor der Grundschule Kattenstroth in Gütersloh drei Zonen eingerichtet worden, die nun eröffnet wurden.

„Immer mehr Kinder werden von ihren Eltern mit dem Auto quasi bis zum Schultor gebracht. Dies führt häufig zu gefährlichen Verkehrssituationen vor den Schulen und belastet die Umwelt. Vor allem aber müssen Kinder die Chance haben, die Kompetenz zu erlernen, sich in öffentlichen Räumen sicher zu bewegen. Deshalb sind die Hol- und Bringzonen eine gute Idee und Gegenmaßnahme“, sagte Bürgermeister Henning Schulz beim gemeinsamen Eröffnungstermin mit Schülerinnen und Schülern, Eltern- und Schulvertretern sowie der Polizei.
Der Kreis Gütersloh und die Verkehrswacht Gütersloh e. V. initiierten das Projekt „Lass(t) uns laufen! Weniger Elterntaxis an meiner Schule“. Zusammen mit den Kommunen und der Kreispolizei wird das Projekt an fünf Pilotschulen im Kreis durchgeführt – eine davon die Grundschule Kattenstroth. Mit dem Projekt soll nicht nur der motorisierte Verkehr im Schul- und Wohnumfeld vermindert werden, sondern vor allem die Kinder gestärkt und ihnen sicher und selbstständig zurückgelegte, erlebnisreiche Schulwege ermöglicht werden.

Für die Auswahl der Hol- und Bringzonen waren mehrere Schritte nötig. Mit Hilfe von anonymen Elternbefragungen wurden die Verkehrsmittel und -wege der Kinder erfasst und analysiert. Auf Grundlage dieser Daten und Vor-Ort-Terminen mit Elternvertretern, Schulleitung, Lehrkräften, der Kreispolizei und der Kommune werden die Hol- und Bringzonen festgelegt. Wichtig für die Verkehrsführung ist es, sie so zu legen, dass weder die An- noch die Abfahrt an der Schule vorbeiführt.

Die Mitarbeit aller Eltern war ausdrücklich erwünscht. So hatten alle Eltern vor den Sommerferien die Möglichkeit, sich auf einem Elternabend einzubringen und sich an der Auswahl der Standorte für die Hol- und Bringzonen zu beteiligen.
Über die Verkehrssicherheit hinaus gibt es auch weitere gute Gründe, die Kinder nicht mit dem Auto direkt vor das Schultor zu fahren, so die Verantwortlichen: Der eigenständig gegangene Schulweg ermöglicht den Kindern wertvolle persönliche Erlebnisse – nicht vorbestimmt durch die Erwachsenwelt. Die Kinder werden durch ihre erweiterte Mobilität gestärkt und erhalten Verantwortung für ihren eigenen Schulweg und die damit verbundene Zeit. Sie erleben selbstbestimmt ihre Umwelt, stärken ihren Orientierungssinn und können sich mit anderen Kindern austauschen.