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Archiv

03. Mai 2018

Das Krankenhaus von morgen

Wie könnte das Klinikum Gütersloh 2035 aussehen? Wie wird dann gearbeitet und welche technischen Hilfsmittel könnten dann zur Verfügung stehen? 26 Schüler der Janusz-Korczak-Schule und der Anne-Frank-Schule unternahmen Mitte April eine Zeitreise ins Jahr 2035 und entwickelten beim Planspiel „Jugend und Gesundheit“ im Klinikum Gütersloh praxisnahe Lösungen für das Klinikum von morgen.

Schüler der Janusz-Korczak-Schule und der Anne-Frank-Schule präsentierten ihre Ideen zum Klinikum der Zukunft vor Vertretern der Osthushenrich-Stiftung, des Klinikum Gütersloh und der beiden Schulen.
Schüler der Janusz-Korczak-Schule und der Anne-Frank-Schule präsentierten ihre Ideen zum Klinikum der Zukunft vor Vertretern der Osthushenrich-Stiftung, des Klinikum Gütersloh und der beiden Schulen.

Dank der finanziellen Unterstützung der Osthushenrich-Stiftung in Höhe von 2.300 Euro konnte dieses erfolgreiche Innovationsspiel zum achten Mal in Folge im Klinikum Gütersloh angeboten werden. „Die Projektwoche verknüpft viele verschiedene Facetten: Zum einen lernen die Schüler die aktuellen gesellschaftlichen Megatrends sowie Trends der Gesundheitsbranche kennen und können eine Vorstellung von der Zukunft der Arbeitswelt entwickeln. Zum anderen erhalten sie einen Einblick in den Alltag eines Krankenhauses und lernen die vielfältigen Berufsmöglichkeiten im Bereich der Medizin kennen. Gleichzeitig werden viele Schlüsselqualifikationen wie Präsentationstechniken, Teamarbeit und Kreativität gefördert. All das kommt den Schülern bei der Berufsorientierung und in ihrem späteren Berufsleben zugute“, fasste Moderator Sascha Altenhoff, der das Spiel methodisch und inhaltlich begleitete, zusammen.

Während der fünf Tage im Klinikum Gütersloh durften die Jugendlichen einen Blick hinter die Kulissen des Klinikums werfen und erhielten Einblicke in aktuelle Herausforderungen der Gesundheitsbranche. Mit diesem Wissen entwickelten die Schülerinnen und Schüler zum Ende der Woche in fünf Gruppen ihre Vorstellung vom Krankenhaus der Zukunft. Dabei wurden ganz unterschiedliche Aspekte betrachtet: Eine Gruppe entwickelte die Vision von einem smarten Bett, welches dank sensibler Matratze, einem automatischen Patiententransportsystem und einer Sprachsteuerung die Arbeit der Pflegekräfte deutlich erleichtern soll. Eine weitere Gruppe begegnete mit dem Programm „Zivili“, bei dem ein bezahltes freiwilliges soziales Jahr auch für Arbeitslose, Rentner und andere Interessierte angeboten wird, dem Arbeitskräftemangel. Die Arbeitnehmer im Blick hatte auch das Projekt „Mental Care“, das die Arbeitsbedingungen dank intelligenter Pausenplanung und einem verbesserten Schichtsystem attraktiver machen möchte. Das „Exo Support System“, bei dem ein spezieller Neoprenanzug das Gewicht beim Lagern und Stützen von Patienten trägt, soll die Pflege weiter entlasten. Eine besondere Innovation für Patienten wurde von einer weiteren Gruppe vorgestellt: Der Chip „Medic“ wird bei Risikopatienten in die Herzkranzgefäße eingepflanzt und kann, dank der ständigen Aufzeichnung der Vitalparameter, im Notfall alle Rettungskräfte in der Nähe alarmieren. Bei der abschließenden Präsentation vor den Lehrern, der Stiftung und Mitarbeitern des Klinikums erhielten die Schüler viel Lob für ihre Ideen.