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Archiv

30. Oktober 2018

Doppelte Ehrung

Städtisches Gymnasium als MINT-freundliche Schule und Digitale Schule ausgezeichnet.

Im Vordergrund von links: Stellvertrende Schulleiterin Britta Jünemann, Medienbeauftragter Christian Hund, MINT-Koordinator Sebastian Aland und Schulleiter Axel Rotthaus bei der Verleihung der doppelten Auszeichnung in Dortmund. (c) MINT Zukunft
Im Vordergrund von links: Stellvertrende Schulleiterin Britta Jünemann, Medienbeauftragter Christian Hund, MINT-Koordinator Sebastian Aland und Schulleiter Axel Rotthaus bei der Verleihung der doppelten Auszeichnung in Dortmund. (c) MINT Zukunft

Auf dem Weg in die Zukunft: Das Städtische Gymnasium erhielt am 30.10.2018 in einer Feierstunde im Dortmunder Rathaus die Ehrung als „MINT-freundliche Schule“ und „Digitale Schule“. Die doppelte Auszeichnung dokumentiert, dass das SG die 19 vorgegebenen Prüfkriterien erfüllt und gilt drei Jahre. Die Veranstaltung stand unter der Schirmherrschaft der Beauftragten der Bundesregierung für Digitalisierung, Staatsministerin Dorothee Bär.

Die Förderung von MINT, also der Fachbereiche Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik, hat am SG einen festen Platz im Schulalltag. Im Zuge der Neuausrichtung des Leitbildes im Schuljahr 2016/17 kristallisierte sich der MINT-Bereich als eine wichtige Säule des Schullebens heraus. Vor diesem Hintergrund lag die Bewerbung um das Zertifikat nahe und der zuständige MINT-Koordinator Sebastian Aland, selbst Mathe- und Informatiklehrer, reichte in enger Zusammenarbeit mit der Schulleitung im vergangenen Mai die umfangreichen Bewerbungsunterlagen bei der Initiative „MINT Zukunft schaffen“ ein. „Die Bewerbung ist als Gemeinschaftsprojekt zu verstehen. Gemeinsam mit zwei weiteren Kollegen haben wir die notwendigen Informationen der MINT-Fachschaften zusammengetragen, sodass wir dann den Kriterienkatalog erstellen konnten“, würdigt Aland die breite Unterstützung im Kollegium.

Weitere Kriterien werden durch die regelmäßige Teilnahme an Wettbewerben wie der „Mathematik-Olympiade (Jg. 5-10), „Jugend experimentiert“ oder dem „Informatik-Biber-Wettbewerb“ sowie durch die besondere Anstrengung, mehr Mädchen für MINT-Fächer zu begeistern, erfüllt. „Gleichberechtigung wird am SG in jedem Aspekt des Schullebens gelebt. Das kann bei der Beratung zur Leistungskurswahl genauso sein wie bei der Empfehlung zur Teilnahme an einem MINT-Wettbewerb. Nicht selten sind die Mädchen dann die Leistungsspitzen“, erklärt Aland.

Die angeführten Kooperationen mit anderen Schulen und außerschulischen Partnern ist gerade im Bereich der MINT-Fächer sehr ergiebig. So werden zum Beispiel bereits Fünftklässler mit ökologischer Tier- und Pflanzenzucht auf dem Kiebitzhof vertraut gemacht und besonders begabte Schülerinnen und Schüler können im Rahmen des Programms „Studieren ab 15“ an der Universität Bielefeld ein Teilzeit-Studium absolvieren.

Nach der Einreichung des Bewerbungskatalogs wurde dem SG die Möglichkeit eröffnet, sich auch für das Zusatzzertifikat „Digitale Schule“ zu bewerben. Christian Hund, Beauftragter für das Medienkonzept am SG, übernahm federführend diesen zusätzlichen Bewerbungsprozess und reichte im Juni die erforderlichen Unterlagen ein. Sie weisen nach, dass am SG eine informatische Bildung konzeptionell implementiert ist und dass digitale Technologien und Medien zur Verbesserung sowohl der Unterrichtsorganisation als auch der Lernprozesse genutzt werden. „Besonders stolz sind wir auf unsere digitalen Unterrichtsangebote im Bereich der Oberstufe, wobei hier insbesondere BYOD (Bring your own device) im Regelunterricht zu nennen ist. Im Rahmen der voranschreitenden WLAN-Ausstattung er-arbeiten wir derzeit ein Konzept für digitale Lernangebote in der Sekundarstufe I. Dabei liegt uns sehr am Herzen, die Digitalisierung als Bereicherung des Unterrichts und nicht als Ersatz für erfolgreiche Unterrichtskonzepte zu sehen,“ ergänzt Hund.

Die Zertifikate ermöglichen zudem eine ausgeprägtere Profilbildung und Stärkung der mathematisch-naturwissenschaftlichen Fächer, eine stärkere Vernetzung mit Partnerunternehmen und MINT-Bot-schaftern, eine regionale und überregionale Darstellung der Angebote der Schule sowie die Teilnahme am MINTMAX-Programm, einem Partnerprogramm für MINT-freundliche Schulen.

Gerade die mit dem Programm verbundenen Zusatzangebote erfüllt das SG in besonderem Maße durch ein vielfältiges Angebot von Wahlpflichtfächern wie z. B. Astro-Physik, Bio-Chemie oder Ernährungslehre. Dazu kommen Arbeitsgemeinschaften wie die LEGO-Roboter-AG oder MINT-AG oder für Oberstufen-Schüler das Angebot eines „Mathematik-Vorkurses“, der auf ein Mathematik-Studium bereits während des Abiturs vorbereitet. „Durch diese doppelte Zertifizierung verpflichten wir uns als Schule, die MINT-Förderung und Digitalisierung im Einklang mit unserem Leitbild weiterhin in besonderem Maße voranzutreiben“, fasst Hund, auch Mitglied der für die Schulentwicklung zuständigen Steuergruppe, die zukünftigen Entwicklungsschwerpunkte am SG zusammen.