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Archiv

24. Januar 2018

Ohne Kraftaufwand die Treppe hoch

Mit einem neuen Transportsystem verbessert die Feuer- und Rettungswache der Stadt Gütersloh jetzt den Krankentransport und bringt Erleichterung für die Beförderung von sitzenden Patienten über Stufen jeglicher Art. Der „Ferno-Monorudder“, eine Raupenschiene mit elektrischem Antriebsmotor, kann in Kombination mit dem Tragsessel Auf- und Abstiege über Treppen ermöglichen.

Eine Raupenschiene am Tragsessel ermöglicht einen gleitenden Krankentransport über Treppen und Stiegen: v.l. Andreas Pollmeier, Alexander Horvath und Dr. Christoph Stepper.

Mit nur wenigen Handgriffen wird die 18 Kilo schwere Raupenschiene an dem Tragsessel montiert und dann mit Hilfe einer Steuerung bedient. Für den Transport braucht man zwei Personen, die vorab geschult wurden. Es stehen mehrere Geschwindigkeiten zur Verfügung, eine Bremsfunktion verhindert das unkontrollierbare Abgleiten.

Laut Dr. Christoph Stepper, der aus Wien angereist war, um das Gerät zu erläutern, finden 80 Prozent der Krankentransporte im Sitzen statt. Wenn es die Treppen rauf und runter geht, können die Patienten mit der Raupenschiene wesentlich leichter und ohne Rütteln transportiert werden, während die Einsatzkräfte gleichzeitig ihren Rücken schonen können.

Andreas Pollmeier, Leiter des Rettungsdienstes der Feuerwehr Gütersloh, hatte das Gerät von der Firma Dlouhy in Österreich auf einer Fachmesse in Fulda entdeckt und hatte sofort die Idee, diese Technik für Gütersloh anzuschaffen. Jetzt stehen zwei dieser Geräte mit Kosten für 5000 Euro pro Stück in den zwei Rettungswagen zur Verfügung und können von den Mitarbeitern je nach Bedarf eingesetzt werden. Der Gütersloher Rettungsdienst ist damit einer der ersten in Deutschland, die diese Technik nutzt.