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01. Oktober 2018

Notaufnahme in Not

Klinikum Gütersloh startet Informationskampagne zur Aufklärung von Patienten.

Notaufnahme in Not

Folgendes Szenario: Es ist Wochenende und man schneidet sich in den Finger. Ein Pflaster allein reicht nicht aus, ein Arzt soll sich die Wunde ansehen. Der Hausarzt jedoch hat am Wochenende keine Sprechstunde. Wo gibt es Hilfe? Immer mehr Menschen wenden sich bei solchen kleineren Verletzungen, aber auch bei Infekten, seit Wochen anhaltenden Schmerzen oder anderen kleineren medizinischen Problemen an die Notaufnahme eines Krankenhauses. Diese ist jedoch nur in akuten Notfällen die richtige Anlaufstelle. Für alle weiteren Fälle gibt es den Notfalldienst der Kassenärztlichen Vereinigung (KV), der von Haus- und Fachärzten außerhalb der üblichen Praxis-Öffnungszeiten angeboten wird. Mit Hilfe der Informationskampagne „Notaufnahme in Not“ möchten das Klinikum Gütersloh und die KV Westfalen-Lippe auf diesen Dienst aufmerksam machen und Patienten darüber aufklären, welcher Ansprechpartner in welchen Fällen zuständig ist.

„Gerade an Wochenenden oder in den Abend- und Nachtstunden ist unsere Notaufnahme überlastet, weil zunehmend Patienten mit Bagatell-Beschwerden wie zum Beispiel seit zwei Wochen andauernden Halsschmerzen oder juckenden Insektenstichen zu uns kommen. Diese Patienten müssen dann nicht nur lange warten, ihr Vorgehen birgt auch große Risiken: Die Versorgung und Behandlung echter Notfälle ist bedroht“, sagt Prof. Dr. Fikret Er, Chefarzt der Kardiologie. Zu diesen echten Notfällen zählen schwerere Verletzungen, die nicht mehr von einem Hausarzt behandelt werden können und bei denen die Infrastruktur eines Krankenhauses nötig ist, also zum Beispiel Knochenbrüche oder Verbrennungen. Auch lebensbedrohliche Symptome wie Bewusstlosigkeit, starke Blutungen, starke Herzbeschwerden, Lähmungserscheinungen, schwere Atemnot oder Komplikationen in der Schwangerschaft sollten in der Notaufnahme abgeklärt und behandelt werden.

Für alle anderen Fälle außerhalb der Öffnungszeiten von Arztpraxen ist die Notfalldienstpraxis der Kassenärztlichen Vereinigung zuständig, die sich für Patienten aus dem Kreis Gütersloh ebenfalls auf dem Gelände des Klinikum Gütersloh befindet. „Dieser ärztliche Bereitschaftsdienst ist immer dann zuständig, wenn Patienten abends oder am Wochenende gesundheitliche Beschwerden haben, wegen der sie normalerweise eine Arztpraxis aufsuchen würden, die Behandlung aber nicht bis zum nächsten Werktag warten kann“, erklärt Martin Neubürger, Geschäftsbereichsleiter Notfalldienst der KV Westfalen-Lippe (KVWL). Fälle für den Bereitschaftsdienst sind beispielsweise eine Erkältung mit Fieber höher als 39 Grad, anhaltender Brechdurchfall bei mangelnder Flüssigkeitszunahme, akute Bauschmerzen, starke Hals- oder Ohrenschmerzen, akute Harnwegsinfekte, kleinere Schnittverletzung und akute Rückenschmerzen.

Die KVWL-Notfalldienst-Praxis am Klinikum Gütersloh, die über einen separaten Eingang am Parkplatz an der Hochstraße erreicht werden kann, hat folgende Öffnungszeiten:

Montag, Dienstag, Donnerstag 19.00-22.00 Uhr
Mittwoch, Freitag 16.00-22.00 Uhr
Samstag, Sonntag, Feiertage 09.00-22.00 Uhr

„Sind sich Patienten nicht sicher, welche Anlaufstelle für sie die richtige ist, können sie die bundesweit gültige Rufnummer 116117 des ärztlichen Bereitschaftsdiensts anrufen“, so Martin Neubürger. Die dort eingesetzten Mitarbeiter können beurteilen, ob ein echter Notfall vorliegt oder ob es reicht, die KVWL-Notfallpraxis aufzusuchen.

„Von einer gezielteren Steuerung der Patientenströme profitieren alle Seiten: Einerseits wird die Notaufnahme des Krankenhauses entlastet, andererseits werden für den Patienten lange Wartezeiten bei leichten Erkrankungen vermieden“, so Maud Beste, Geschäftsführerin im Klinikum Gütersloh.

Pressekontakt für Rückfragen:

Marie-Kristin Schönknecht
Presse- und Öffentlichkeitsarbeit Klinikum Gütersloh
Telefon: 05241 / 83 – 29 109
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Jens Flintrop
Pressesprecher Kassenärztliche Vereinigung Westfalen-Lippe
Telefon: 0231 / 9432 – 3266
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