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Deutschlands größte Parkour-Anlage ist eröffnet

16.06.2018

Endlich geht es in Gütersloh über „Tische und Bänke“ – Auf dem Freigelände de der zukünftigen 3. Gesamtschule entstand ein Park, der mehr bietet als nur spektakulären Sport – Eine Spende machte es möglich.

Für alle offen: Maria Unger, Dr. Martina Schwartz-Gehring, Werner Gehring, Henning Schulz, Bildungsdezernent Joachim Martensmeier und Pit Mosner (v.l.) schneiden das „rote Band“ durch.
Für alle offen: Maria Unger, Dr. Martina Schwartz-Gehring, Werner Gehring, Henning Schulz, Bildungsdezernent Joachim Martensmeier und Pit Mosner (v.l.) schneiden das „rote Band“ durch.

Endlich ist es soweit: Am Samstag (16.6.2018) wurde die Parkour-Anlage an der Ahornalle im Freigelände der zukünftigen 3. Gesamtschule offiziell eröffnet – im Beisein des Ehepaares Gehring, das durch seine großzügige Spende die Realisierung dieser deutschlandweit größten Anlage dieser Art ermöglicht hatte, sowie der ehemaligen Bürgermeisterin Maria Unger. Auch sie hat sich in ihrer Amtszeit immer wieder dafür eingesetzt, dass diese besondere Sport- und Bewegungsform in einer adäquaten Umgebung ausgeübt werden.

„Traceure“ heißen die Sportler und Sportlerinnen, die im geschmeidigen Kletter- und Sprungrhythmus (fast) jedes Hindernis überwinden. In Gütersloh hat sich in den vergangenen Jahren eine große „Community“ gebildet, die jedes Jahr Gleichgesinnte aus ganz Deutschland oder darüber hinaus beim Parkour-Camp anzieht. Organisiert wird dieses Camp von den Jugendlichen selbst zusammen mit Claus-Peter „Pit“ Mosner, Sozialarbeiter bei der Stadt Gütersloh und selbst ein sachkundiger und begeisterter Anhänger des Parkour-Sports. Für ihn ist Parkour mehr als nur ein spektakulärer und spannender Sport sondern Jugendarbeit an der Basis. Bewegungskoordination, gegenseitige Rücksichtnahme, Körperbewusstsein und soziale Kompetenz lassen sich darüber vermitteln. Und wer es nicht glauben will, darf sich gern in der Gruppe davon überzeugen: Parkour ist nicht nur was für Artisten und athletisch gebaute Menschen – jeder kann Traceur werden mit der entsprechenden Anleitung.

Darauf verwies auch Bürgermeister Henning Schulz bei der Eröffnung. Ein ganz besonderes Dankeschön sprach er Werner Gehring aus, ohne den es die Anlage nicht geben würde: „Sie haben sich stark für dieses Projekt und die Jugendkultur der Traceure interessiert und sich von Herzen mit Ihrer Spende für den Bau der Parkour-Anlage entschieden. Damit haben Sie den Traceuren und der Stadt einen großen Wunsch – einen Traum erfüllt und nachhaltig zur Weiterentwicklung der Jugendarbeit in Gütersloh beigetragen.“ Auch seiner Vorgängerin im Amt dankte er für Engagemnt und Weitsicht in Sachen Parkour: „In Ihrer Amtszeit haben Sie die Aktivitäten, u.a. das „Parkour-Camp“, liebevoll gefördert und unterstützt und Sie haben auf Ihrem Geburtstag eine Auftaktspende für den Parkour-Park gesammelt, weil Sie von der Notwendigkeit, der Idee und der Tatkraft überzeugt waren und sind.“

Die Elemente symbolisieren eine urbane Umgebung

Die „Hardware“ steht nun mit der Anlage zur Verfügung. Von Anfang an haben die Jugendlichen selbst dabei Ihre Ideen und Vorstellungen in insgesamt drei Workshops eingebracht. Entsprechend dem Ursprung des Parkour-Sports aus dem großstädtischen Milieu sind auch in der Anlage an der Ahornallee natürliche kombiniert mit urbanen Elementen. „Eine Stätte der Begegnung soll es sein“, so Pit Mosner, „um neue Fähigkeiten spielerisch zu erwerben und das eigene menschliche Potential zu erweitern“.

Daniela Toman, beim städtischen Fachbereich Grünflächen für das Projekt verantwortlich, und Peter Fleckenstein aus Bochum, Fachplaner in Sachen Parkour, hatten die Projektleitung der Anlage inne.
Mit einem Naturhainbuchenwäldchen umfasst sie 1600 Quadratmeter und ist damit die größte in Deutschland sowie die Anlage mit den meisten Elementen. Denn was ursprünglich auf Mauern, an Hauswänden, Stufen und Rampen in der Stadt begann, findet inzwischen seine Fortführung in Geräten, die diese Umgebung geschickt simulieren. So steht auch hinter der Anlage im Gütersloher Norden eine klar strukturierte Konzeption, die Elemente aus Stahl, Beton und Holz mit einbezieht, mit Wegen, Räumen, Abständen und verschiedenen Untergründen spielt und auch die natürliche Umgebung zum Teil unendlich vieler Bewegungsvariationen macht. Denn hier ist wahrsten Sinn des
Wortes der Weg das Ziel. Folglich sind sieben Bänke auf dem Gelände zwar auch für Auszeiten vorgesehen, sie können aber ebenso als Bewegungselemente genutzt werden.

Die neue Parkour-Anlage ist wie ein Spielplatz - auf eigene Gefahr und bei Einhaltung klar definierter und angesagter Regeln - frei für jede(n) zugänglich, der diese Sportart ausprobieren will. Er wird schnell „Vorbilder“ finden, die bereit sind, ihn in das kleine Einmaleins der Traceure einzuweisen. Denn Traceure, so Pit Mosner, lieben die Gemeinschaft, achten gegenseitig auf sich, sind nicht wettkampforientiert und bereit, ihr Wissen anderen preiszugeben. Nicht zuletzt aus diesem Grund gibt es von Anfang an eine Verbindung zur Sozialarbeit in der internationalen Parkour-Szene.

Nächstes Event: Parkour-Camp vom 20-22.Juli
www.parkour-guetersloh.de

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