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Archiv

04. Oktober 2018

„Was tut mir gut?“

Vierte Gütersloher Woche der seelischen Gesundheit startet.

Die seelische Gesundheit steht im Mittelpunkt:  Jenny von Borstel (Bürgerinformation und Selbsthilfekontaktstelle des Kreises Gütersloh), Dr. Klaus-Thomas Kronmüller (Ärztlicher Direktor LWL-Klinikum Gütersloh), Bürgermeister und Schirmherr Henning Schulz und André Nienaber (LWL-Klinikum Gütersloh)
Die seelische Gesundheit steht im Mittelpunkt: Jenny von Borstel (Bürgerinformation und Selbsthilfekontaktstelle des Kreises Gütersloh), Dr. Klaus-Thomas Kronmüller (Ärztlicher Direktor LWL-Klinikum Gütersloh), Bürgermeister und Schirmherr Henning Schulz und André Nienaber (LWL-Klinikum Gütersloh)

„Nicht nur für die körperliche Gesundheit muss man etwas tun, sondern auch für die psychische Gesundheit“, sagt Dr. Klaus-Thomas Kronmüller, Ärztlicher Direktor des LWL-Klinikums in Gütersloh. Kronmüller ist Teil des Gütersloher Bündnisses gegen Depression, das jetzt bereits zum vierten Mal die Woche der seelischen Gesundheit in Gütersloh organisiert. Die psychische Gesundheit und wie man sie sich erhält, steht bei den zahlreichen und ganz verschiedenen Angeboten vom 5. bis zum 17. Oktober im Fokus. Die Schirmherrschaft hat wie in den vergangenen Jahren Bürgermeister Henning Schulz übernommen.

Bei körperlicher Gesundheit wisse man Bescheid: Sport und Bewegung sind wichtig, um gesund zu bleiben. Bei der psychischen Gesundheit sei es ganz ähnlich, so Kronmüller:„ Wer seinen Lieblingssport gefunden hat, der bewegt sich gerne. Genauso wichtig ist es, eine Beschäftigung mit Spaßfaktor für die psychische Gesundheit zu finden. Ganz egal, ob es der Waldspaziergang, der Abend mit Freunden oder einfach mal ‚fünf Minuten durchatmen‘ ist.“ Das Gütersloher Bündnis möchte die seelische Gesundheit mit „Spaßfaktor“ in den öffentlichen Diskurs bringen und bietet deshalb eine breite Palette aus Vorträgen, Lesungen, Gesprächen, Filmen und vielem mehr an. „Es gibt immer noch Stigmata und Tabus, wenn wir über seelische Gesundheit sprechen. Da wollen wir aufmerksam machen und auch zeigen, dass Depression viele Gesichter hat und jeden treffen kann“, sagt Kronmüller.

Die Woche der seelischen Gesundheit sind genau genommen sogar eineinhalb Wochen. „Es ist beeindruckend zu sehen, wie das Programm Jahr um Jahr wächst“, sagt Bürgermeister Henning Schulz. „Jeder sollte regelmäßig etwas für seine seelische Gesundheit tun und dieses Programm hat einen präventiven Charakter, der sagt: ‚Kümmert euch um euch‘ – das finde ich wichtig, so Schulz.

Was tut mir gut? Das ist die zentrale Frage, die bei den vielfältigen Angeboten innerhalb der Veranstaltungswoche im Blickpunkt steht. So auch beim „Essen für Körper und Seele“ im Flussbetthotel. „Bewusst essen, bewusst genießen – auch das kann die seelische Gesundheit fördern“, erklärt Kronmüller. Man wolle mit den ganz verschiedenen Veranstaltungen experimentieren. Es gebe nicht den Königsweg zur seelischen Gesundheit. Die Angebote sind (bis auf das erwähnte Abendessen – hier gibt es noch Karten zu erwerben) kostenlos. Los geht es am Freitag, 5. Oktober, um 11 Uhr. Zur Eröffnung der Woche der seelischen Gesundheit kommt der Selbsthilfetruck der NRW-Selbsthilfe auf den Berliner Platz. Außerdem wird dort das Programm vorgestellt. Dazu gibt es Interviews und Musik. Das Programmheft findet sich an den bekannten Auslagestellen in der Stadt oder auf der Interseite der LWL-Klinik Gütersloh.