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Im Einsatz für eine saubere Stadt

30.08.2019

Ulrike Beimdiek ist Güterslohs erste Fahrerin bei der Stadtreinigung.

Seit zehn Jahren hinter dem Steuer: Ulrike Beimdiek ist die erste Fahrerin im Team der Gütersloher Stadtreinigung.
Seit zehn Jahren hinter dem Steuer: Ulrike Beimdiek ist die erste Fahrerin im Team der Gütersloher Stadtreinigung.

Müllabfuhr, Winterdienst, Sperrmüllabholung, Straßenunterhaltung, Bauhof oder Innenstadtreinigung: Die Aufgaben der Gütersloher Stadtreinigung sind vielfältig. Täglich sind die Mitarbeiter des Fachbereichs mit ihren Fahrzeugen im Einsatz, um für eine saubere Stadt zu sorgen. Ulrike Beimdiek ist eine von ihnen. Seit zehn Jahren sitzt sie am Steuer der orangenen Fahrzeuge – als erste und bisher einzige Fahrerin im Gütersloher Team.

„Große Fahrzeuge haben mich schon immer interessiert“, sagt Ulrike Beimdiek. Fünf Mal pro Woche lenkt sie die etwa 10,5 Meter langen und 2,5 Meter breiten Drehtrommel- und Pressmüllwagen des Fachbereichs Stadtreinigung. Sie ist hauptsächlich für die Abholung des Sperrmülls und die Reinigung rund um die Containerplätze im Stadtgebiet zuständig. „Die Menschen entsorgen neben den Containern einfach alles: alte Sofas, Türen oder ganze Schrankwände.“ Wenn sie bei solchen Einsätzen allein unterwegs ist, heißt es Kraft aufwenden und die Gegenstände selbstständig in die Presse befördern. „Das ist manchmal schon eine schwere Arbeit, aber ich mache es gern und schaffe das auch allein“, unterstreicht Beimdiek. Die 55-Jährige ist stolz auf ihre Arbeit: „Ich fahre unsere Fahrzeuge unwahrscheinlich gern und ich weiß, dass ich etwas Gutes und Sinnvolles tue.“

Auf Umwegen kam Ulrike Beimdiek zu ihrem Traumjob: Mit ihrem Ex-Mann, einem britischen Armeemitarbeiter, zog sie oft um, lebte fünf Jahre in England und kam schließlich nach Gütersloh. Keine unbekannte Gegend, denn gebürtig stammt sie aus Werther. Nach der Trennung stand sie dann vor der Aufgabe, für ihre Kinder sowie die Miete allein aufkommen zu müssen, und suchte eine berufliche Perspektive. Durch eine Annonce in der Zeitung wurde sie aufmerksam auf eine Förderung zum Erlangen des LKW-Führerscheins durch das Jobcenter. Ulrike Beimdiek zögerte nicht lange und ging zur Fahrschule. Nach Theorie- und Praxisstunden hatte sie den Führerschein für Lastkraftwagen in der Tasche. Für ein sechswöchiges Praktikum zum Sammeln von Erfahrung bewarb sie sich zunächst bei einer Spedition. Fand dann aber eine Stelle bei der Stadtreinigung. Geregelte Arbeitszeiten, ein sicherer, nahegelegener Job und ein gutes Umfeld – das Praktikum gefiel Beimdiek so gut, dass ihr bewusst wurde: „Hier möchte ich bleiben.“ Also bemühte sie sich um eine feste Anstellung und es klappte. Seit 2009 fährt Ulrike Beimdiek alle 14 Fahrzeuge, die die Stadtreinigung in Gütersloh zu bieten hat. Am liebsten sind ihr die großen Pressmüllfahrzeuge. „Dort habe ich eine gute Übersicht über die Straße und die Autofahrer, muss aber auch besonders aufpassen.“ Schwierig wird es, wenn in Einbahnstraßen parkende Autos auf beiden Seiten den Weg für ihr großes Fahrzeug versperren. „Dann helfen die Kollegen beim Rangieren.“ Noch größer müssten die Fahrzeuge für Ulrike Beimdiek aber auch gar nicht sein: „Ich bin mit unserem Fuhrpark sehr zufrieden“, sagt sie.

In ihren Anfangszeiten musste Ulrike Beimdiek lernen, sich unter 65 männlichen Kollegen zu behaupten. „In so einer Männerdomäne ist der eingespielte Kollegenkreis natürlich schon gegeben“, erzählt sie. „Da musste ich zeigen, dass ich dazugehören und akzeptiert werden möchte.“ Von dem ungewissen „Was hab ich mir dabei nur gedacht“-Gefühl der ersten Wochen im neuen Job ist heute nichts mehr übrig. Die Zusammenarbeit im Team sei klasse und gegenseitige Unterstützung jederzeit gegeben. Und der Frauenanteil bei der Stadtreinigung im Außenbetrieb wächst: Mittlerweile ist Ulrike Beimdiek nicht mehr die einzige Frau im Team. Eine weitere Kollegin kümmert sich um die Reinigung und Instandhaltung der Bushäuschen.

Und wie reagieren Bürgerinnen und Bürger, wenn die Gütersloherin bei ihren Einsätzen mit dem Presswagen aus dem Fahrzeug steigt? „Einige gucken zunächst schon erstaunt.“ Insgesamt erhalte sie viel Respekt und Lob für ihre Arbeit. Viele Kinder seien sehr interessiert, und besonders junge Menschen hielten schon mal den Daumen anerkennend hoch. Ihren Beruf würde Ulrike Beimdiek immer wieder wählen: „Ich mache meinen Job wirklich gern.“ Nur eine Sache, die hätte noch ausbaufähiges Potenzial: „Die Arbeitshosen könnten eine Nummer kleiner sein, die gibt es leider nur in Männergrößen“, sagt sie und lacht.

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