30. September 2019
Höhenrettungstruppe übt Notfalleinsatz
Proben für den Ernstfall.

Die Versorgung Schwergewichtiger stellt im Rettungsdienst ein zunehmendes Problem dar. Immer wieder müssen die Einsatzkräfte die Rettungswagen der Feuerwehr anfordern. Hier kommen die Spezialisten der Höhenrettungstruppe der Berufsfeuerwehr zum Einsatz. Sie verfügen über eine besondere Ausrüstung wie die Spezialtrage, die mit bis zu 1.100 Kilogramm belastet werden kann. Aufgrund der Maße der Trage ist ein Transport durch normale Türen oft nicht möglich. So muss der Patient mittels Seiltechnik durch das Fenster gerettet werden. . Der Patient wird hier während des gesamten Transports von einem Höhenretter begleitet. Alle Höhenretter verfügen über eine rettungsdienstliche Ausbildung, sodass der Patient permanent medizinisch betreut ist.
Die Höhenrettung der Berufsfeuerwehr Gütersloh verfügt aktuell über elf Einsatzkräfte. Die Grundausbildung dauert 80 Stunden. Neben dem Stadtgebiet kommt die Höhenrettungstruppe auch im gesamten Kreisgebiet und in den Nachbarkreisen zum Einsatz.
Schon am übernächsten Tag folgte der Übung dann der Ernstfall: Auf einem Dach in Gütersloh musste ein Dachdecker mit einem schweren Bandscheibenvorfall gerettet werden. Der Patient wurde auf dem Dach von den Rettungskräften versorgt und so wie auf der Wache geübt, begleitet in einer Korbtrage abgeseilt