09. Mai 2019
Lesen gegen das Vergessen
Initiative des Gütersloher Kulturausschusses und des Fachbereichs Kultur.

Zur Erinnerung an die Bücherverbrennung am 10. Mai 1933 durch die Nationalsozialisten finden an verschiedenen Orten in Deutschland Lesungen statt. Die Veranstaltung zum „Lesen gegen das Vergessen“ auch in Gütersloh zu etablieren, hatte der Kulturausschuss im letzten Jahr einstimmig beschlossen. „Mit der Initiative soll die Erinnerungskultur gestärkt werden, für den Fachbereich Kultur ein ganz wichtiger Aspekt“, sagt Lena Jeckel, Leiterin des städtischen Fachbereichs Kultur.
Für die Lesung stellt die evangelische Kirchengemeinde Gütersloh die Martin-Luther-Kirche als Veranstaltungsort zur Verfügung. Auch aus Sicht von Pfarrerin Wiebke Heine bietet sich diese Kooperation an. „Das Profil der Veranstaltung passt zur Arbeit und Ausrichtung unserer evangelischen Kirchengemeinde, dafür öffnen wir die Kirche gerne.“ Auch der Standort und die Größe der Martin-Luther-Kirche bieten sich optimal an, um die vorgetragenen Texte in den Mittelpunkt zu stellen.
Neben der stellvertretenden Bürgermeisterin Monika Paskarbies werden folgende Mitglieder des Rates bzw. des Kulturausschusses lesen: Thomas Ostermann, Tassilo Hardung, Marco Mantovanelli, und Almuth Wessel, die eine entsprechende Veranstaltung bereits in Bielefeld mit initiiert hat.
Die Lesung gegen das Vergessen soll sich im Veranstaltungskalender der Stadt Gütersloh fest etablieren und jedes Jahr zeitnah zum 10. Mai stattfinden. Weitere Institutionen sind eingeladen, sich in die zukünftige Veranstaltungsplanung einzubringen, betonen die Initiatoren. So sollen zum Beispiel in den kommenden Jahren auch Schülerinnen und Schüler mit einbezogen werden. „Wir hoffen, dass ein möglichst breites Spektrum von Bürgerinnern und Bürgern der Stadt Gütersloh die Veranstaltung in Zukunft mitträgt,“ bringt Almuth Wessel die Absicht der Initiatoren auf den Punkt.