27. März 2019
Märchen als Brücke der Kultur
Musikschule zeigt Bilder aus der Kunstschule in Rshew.

Die beiden Städte können in diesem Jahr ihr zehnjähriges Jubiläum feiern, die Kontakte sind aber bereits viel früher entstanden. Schafmeister erinnerte an die Gruppe Veteranen beider Städte, die sich im Krieg als Feinde gegenüber standen und sich vorgenommen hätten, alles zu tun, damit so etwas nicht noch einmal passiert. „Wir stehen auf den Schultern von Riesen“, sagte Schafmeister. Bürgermeister Henning Schulz erinnerte vor allem an das Engagement von Rolf Furtwängler, der sich mit seinem unermüdlichen Einsatz für ein friedliches Miteinander eingesetzt habe. Seinen Tod im letzten Jahr hätten viele mit Bestürzung und Betroffenheit aufgenommen. Es sei das Verdienst von Rolf Furtwängler und der Mitstreiter des Kuratoriums Rshew, dass sich eine lebendige Zusammenarbeit und ein reger Austausch zwischen Russen und Deutschen unter der Beteiligung mehrerer Generationen entwickelt hätten.
Die Leiterin der Kunstschule in Rshew, Vera Dolgaya, hatte die Bilder bereits im letzten Jahr bei ihrem Besuch mitgebracht. Zusammen mit den Russischlehrerinnen bedankte sie sich jetzt bei der Musikschule, die die Bilder nun an diesem kreativen Ort präsentiert, der am Dienstagnachmittag auch musikalisch – mit dem Violinen-Spiel von Veronika Borkowski und Margarita Rittmann am Klavier - die Herzen öffnete.