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Archiv

13. Juni 2019

Einblicke in die Historie der Bauerschaft Sundern

Ausstellung im Stadt- und Kreisarchiv Gütersloh.

Michael Erichreineke (Mitte) zeigt Stephan Grimm, Stadt- und Kreisarchiv Gütersloh (links), und Harald Rethage, Mitglied des Bürgervereins Sundern (rechts), die aufbereiten Urkatasterkarten.
Michael Erichreineke (Mitte) zeigt Stephan Grimm, Stadt- und Kreisarchiv Gütersloh (links), und Harald Rethage, Mitglied des Bürgervereins Sundern (rechts), die aufbereiten Urkatasterkarten.

Über die Geschichte der Höfe der Bauerschaft Sundern hat Michael Erichreineke viele Informationen auf Grundlage von Urkatasterkarten zusammengetragen. Einblicke zu den Besitzverhältnissen und der Flächennutzung können bei einer Ausstellung im Stadt- und Kreisarchiv Gütersloh bis zum 29. August gewonnen werden. Die aufbereiteten Informationen sollen demnächst auch in einer digitalen Datenbank im Stadtarchiv einsehbar sein.

Begonnen hat das Interesse an der Hofforschung für Michael Erichreineke mit der Frage nach der Herkunft seines eigenen Nachnamens. Bei seinen Nachforschungen stieß er auf Urkatasterkarten der Preußen aus den 1820er-Jahren, die Heinrich Amtenbrink, ehemaliger Katastermitarbeiter beim Altkreis Wiedenbrück, zwischen 1927 und 1977 aufbereitet hatte. Diese Karten digitalisiert Erichreineke und kennzeichnet die verschiedenen Flächennutzungen der einzelnen Besitz- und Nutzungsverhältnisse farbig. Begonnen hat er mit seinem Wohnort Verl, seine Nachforschungen weiteten sich aber immer weiter aus, sodass er sich zum Ziel gemacht hat, alle Bauerschaften und ihre Höfe aus Gütersloh zu dokumentieren und den Wandel über die Jahrzehnte in einer Datenbank zu erfassen. Mit der Bauerschaft Sundern ist Erichreineke gestartet, bei seinem Vortrag im Stadt- und Kreisarchiv Gütersloh stellte er nun seine zusammengetragenen Ergebnisse vor. Harald Rethage vom Bürgerverein Sundern ergänzte mit einem Kurzvortrag zur Geschichte. Ein Teil dieses aufbereiteten Kartenmaterials kann jetzt in der Ausstellung während der Öffnungszeiten des Archivs besichtigt werden.

Die Arbeit von Michael Erichreineke schlägt weitere Wellen: die gesammelten Daten über die Eigentums- und Nutzungsverhältnisse der Hofanlagen sollen auch interessierten anderen Bürgerinnen und Bürgern zugänglich gemacht werden. So ist in der Zukunft ein digitaler Zugang zur großen Datenbank aus Karten, Fotos und Informationsmaterial von Erichreineke im Gütersloher Archiv geplant, berichtet Stephan Grimm vom Stadt- und Kreisarchiv. Und auch auf einer von Michael Erichreineke ins Leben gerufenen Internetseite sind die kategorisierten Inhalte der Haus- und Höfelisten aus der Vergangenheit des ganzen Kreises Gütersloh online abrufbar. „Ich möchte Interessierten hier die Möglichkeit zur Recherche bieten und ihnen Hinweis geben, wo sie weiteres Material und Ansprechpartner für ihre persönlichen Nachforschungen finden“, erklärt Michael Erichreineke. Die Seite Westfalenhöfe.de ist ein offenes Projekt, jeder ist eingeladen, eigene Informationen aktiv zu ergänzen und die Plattform mitzugestalten. „Auch Vertreter aus anderen Kreise sind bereits auf mich zu gekommen und ergänzen ihre Inhalte“, berichtet Erichreineke.

Weitere Informationen unter: www.westfalenhoefe.de.