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Archiv

29. August 2019

24 Stationen öffnen am Tag des offenen Denkmals

Mit dem Sonderbus kostenlos unterwegs.

Zum ersten Mal dabei: Die „Manufaktur“ (ehemals Firma Elmendorf) in Isselhorst diente bis zum Jahr 2001 als Kornbrennerei. Heute versammelt das Gelände kreatives Handwerk, Finanzen, Hotel und Gastronomie.
Zum ersten Mal dabei: Die „Manufaktur“ (ehemals Firma Elmendorf) in Isselhorst diente bis zum Jahr 2001 als Kornbrennerei. Heute versammelt das Gelände kreatives Handwerk, Finanzen, Hotel und Gastronomie.

Zahlreiche Denkmäler, die zum Teil über das Jahr für Besucher nicht zugänglich sind, öffnen am bundesweiten Tag des offenen Denkmals am Sonntag, 8. September 2019, ihre Türen. In diesem Jahr steht der Tag unter dem Motto „Modern(e): Umbrüche in Kunst und Architektur“. In der Gütersloher Innenstadt und in den Ortsteilen gibt es viel zu entdecken – Kirchen, Fachwerk, Gaststätten, Brücken, Grünanlagen und passend zum diesjährigen Motto umgebaute, modernisierte Fabrikgebäude. Manches lässt sich auf eigene Faust erkunden, bei vielen Stationen werden auch Führungen angeboten. In der Weberei findet erstmals eine Talkshow zum Thema „Denkmäler in Gütersloh“ statt. Außerdem besteht an vielen Orten die Möglichkeit zu einem Imbiss.

Für die „Stammgäste“ gibt es auch in diesem Jahr Denkmäler, die zum ersten Mal dabei sind: Die „Manufaktur“ (ehemals Firma Elmendorf) im Zentrum von Isselhorst diente bis zum Jahr 2001 als Kornbrennerei. Seit 2015 ist sie eine Plattform für Inspiration und Kreativität. Auf 8800 Quadratmetern findet man eine außergewöhnliche Symbiose aus unterschiedlichsten Bereichen – kreatives Handwerk trifft auf Finanzen, Hotel und Gastronomie.

Auch der Schenkenhof im denkmalgeschützten Fachwerk, ehemals Gaststätte Upmann an der Bielefelder Straße, ist mit von der Partie. Außer Live-Musik werden am 8. September einige Köstlichkeiten nach Upmanns Speisenkarte aus dem Jahr 1936 kredenzt.

Das Angebot ist insgesamt vielfältig. Im Parkbad lockt ein Bäuerinnenmarkt. Im Stadtmuseum wird die Ausstellung „Gütersloh und die Psychiatrie“ eröffnet. An der Dampfkleinbahn Mühlenstroth können Groß und Klein den Fahrbetrieb mit Güterverladung und Rangieren erleben. In Isselhorst werden die ersten zehn Stationen eines Stelenpfads eröffnet: Aufwändig gestaltete Informationstafeln lassen die Vergangenheit von Gebäuden und Straßen lebendig werden. Die Villa Wolf gestattet Einblicke in ein herrschaftliches Wohnhaus. Am Alten Kirchplatz dürfen Besucher im Keller eines Fachwerkhauses archäologische Funde aus dem 11. Und 12. Jahrhundert in Augenschein nehmen – die ältesten bisher gesicherten Bauspuren in der Stadt Gütersloh. Und in der Weberei wird getalkt: In Kooperation mit dem Ortskuratorium der Deutschen Stiftung Denkmalschutz diskutieren Gütersloher Experten im Kesselhaus der Weberei über die erhaltenswerte Bausubstanz in der Stadt.

Insgesamt locken 24 Stationen in Gütersloh mit offenen Türen und Programm. Damit Besucher, die nicht motorisiert sind, auch die Denkmäler in den Außenbezirken erreichen können, wird ein Sonderbus eingerichtet, der verschiedene Stationen anfährt. Die Fahrt mit dem Bus ist kostenlos.