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Umzug im Konvoi

04.12.2019

Berufsfeuerwehr ist in den Neubau der Feuer- und Rettungswache gezogen

Der Konvoi der Fahrzeuge der Berufsfeuerwehr Gütersloh auf dem Weg in die "neue Heimat".
Der Konvoi der Fahrzeuge der Berufsfeuerwehr Gütersloh auf dem Weg in die "neue Heimat".

25 Fahrzeuge und rund 100 Feuerwehrleute der Berufsfeuerwehr Gütersloh haben sich am Mittwoch (4.12.2019) auf den Weg von ihrem bisherigen Arbeitsort in den Neubau der Feuer- und Rettungswache gemacht. Der Konvoi hatte nur ca. 200 Meter zurückzulegen, denn der Neubau befindet sich rund 200 Meter weiter an der Friedrich-Ebert-Straße, am Marktplatz. Dort ist ab sofort die Einsatzzentrale der Berufsfeuerwehr Gütersloh und der Kreisleitstelle für den Rettungsdienst, der Brand- und Katastrophenschutz. Der Umzug wurde sozusagen im laufenden Geschäft vorgenommen, die Sicherheit der Bürger und Bürgerinnen hatte auch an diesem Tag die oberste Priorität, eine Erreichbarkeit war zu jeder Zeit gewährleistet und wurde durch mehrere Einsätze auch gleich auf die Probe gestellt.

Das neue Gebäude fügt sich mit seiner eleganten Form und seiner Klinkerfassade harmonisch in den Straßenverlauf und die umgebende Bebauung ein. Die vier Gebäuderiegel – drei von ihnen zweigeschossig – umschließen einen großen Innenhof. Die Zufahrt zum 9500 Quadratmeter großen Grundstück erfolgt von der Vennstraße, die Ausfahrt der Einsatzfahrzeuge über die Prekerstraße. Im Erdgeschoss des Komplexes befinden sich unter anderem die Hallen mit Stellplätzen für 32 Fahrzeuge sowie Werkstatt, Desinfektionshallen, Waschräume, Bestückungsgasse und Lagerräume. Im Obergeschoss sind die Dienst- und Aufenthaltsräume der Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen untergebracht. Der Neubau verfügt über rund 7550 Quadratmeter Nutzfläche. Architektonisch ragt der 22 Meter hohe Übungsturm heraus: Dieses offene Treppenhaus dient zu Trainingszwecken, etwa für die Höhenrettung. Willkommen sind gefiederte Untermieter: Ganz oben in der Turmfassade befinden sich zwölf Nistöffnungen für Mauersegler. Damit wurde eine Anregung des städtischen Fachbereichs Umweltschutz umgesetzt.

An allen Planungen war die Feuerwehr von Beginn an beteiligt. Hans-Joachim Koch, Leiter der Feuerwehr Gütersloh, hat mit seinem Team diesem Umzug entgegengefiebert: „Hier können alle Abläufe deutlich besser gestaltet werden. Die Funktionalitäten und Bereiche sind klar und sinnvoll gegliedert.“ Am alten Standort an der Friedrich-Ebert-Straße 40-42, wo die Feuerwehr seit 1985 untergebracht war, herrschte seit Jahren Raumnot. Koch: „Wir sind personell stark gewachsen. Vieles am alten Standort war zuletzt ein Behelf.“ Im Neubau befindet sich alles auf dem neuesten Stand der Technik, vom vollständigen An- und Absaugen der Luft in der Fahrzeughalle bis hin zu den Bereichen der Desinfektion für Einsatzfahrzeuge und Einsatzpersonal.
Der Neubau wurde im Passivhaus-Standard errichtet, ausgenommen sind die Fahrzeughallen. Eine Photovoltaik-Anlage soll den Energiebedarf der Wache abdecken. Außerdem wurden 1000 Quadratmeter Flachdach als Blumenwiese angelegt. Und sollte in der Zukunft irgendwann einmal Erweiterungsbedarf bestehen, so besteht die Möglichkeit, auf den derzeit eingeschossigen Gebäuderiegel zum Marktplatz hin ein Stockwerk aufzusetzen.

Für die Baumaßnahme wurden knapp 23,9 Millionen Euro bewilligt. Dieser Kostenrahmen wird nach jetzigem Stand eingehalten. Baustart war im Oktober 2017.

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