24. September 2020
Sechste Gütersloher Woche der seelischen Gesundheit
Aktionswoche vom 26. September bis zum 11. Oktober.
Zum sechsten Mal findet die „Woche der seelischen Gesundheit“ des Gütersloher Bündnisses gegen Depression statt, und zwar vom 26. September bis zum 11. Oktober. Über zwei Wochen gibt es vielfältige Angebote rund um Ursachen, Möglichkeiten der Behandlung und Prävention. Bürgermeister Henning Schulz hat in diesem Jahr erneut die Schirmherrschaft über die Veranstaltungswoche übernommen.
„Diese sechste Woche der seelischen Gesundheit ist wahrscheinlich die wichtigste“, meint Prof. Dr. Michel Löhr, Pflegedirektor am LWL-Klinikum. Die Corona-Pandemie habe die Lebenssituationen der Gesellschaft sowohl ökologisch als auch sozial ins Trudeln gebracht. So wurden auch die Planungen zur „Woche der seelischen Gesundheit“ durch die Corona-Krise beeinflusst. Überlegungen, die Veranstaltungen ausfallen zu lassen, wurden allerdings schnell verworfen. Stattdessen fanden die Vorbereitungen in diesem Jahr hauptsächlich digital statt, um ein vielfältiges Programm entstehen zu lassen. Dieses macht nicht nur auf mögliche Ursachen aufmerksam, sondern befasst sich auch mit Möglichkeiten der Behandlung und Prävention. „Wichtig ist zu verstehen, dass seelische Gesundheit nicht von irgendwoher kommt. In bestimmten Situationen müssen wir uns Raum dafür nehmen“, unterstreicht Bürgermeister Hennig Schulz, der seit 2017 die Schirmherrschaft innehat. Die vergangenen Monate mit Homeoffice, Homeschooling und Isolation hätten zwar ein gewisses Maß an Freiheiten gebracht, aber auch neue Umgangsformen für die eigene seelische Gesundheit verlangt. „Jeder Mensch braucht Anknüpfungspunkte. Das vielfältige Programm der Woche der seelischen Gesundheit bietet dazu Gelegenheit“, so Schulz.
Von Vorträgen über eine Lesung bis hin zur Teilnahme an Sport- und Yogakursen ist das diesjährige Angebot weit gefächert. Die Diskussionsrunden zum Thema „Psychische Belastung pflegender/ begleitender Angehöriger“ am 7. Oktober oder zum Thema „Depression und Sucht“ am 29. September, der „Achtsame Parkspaziergang“ im Botanischen Garten“ am 11. Oktober oder die Text- und Kunst-Aktion „Lichttupfer“ des Wertkreisladens am 9. Oktober laden Interessierte ein, sich mit den vielfältigen Themen auseinanderzusetzen. „Jeder kann etwas für seine seelische Gesundheit tun“, betont Prof. Dr. Klaus-Thomas Kronmüller, Vorsitzender des Gütersloher Bündnisses gegen Depression und Ärztlicher Direktor des LWL-Klinikums. Die Wochen sollen Anregungen geben, sodass jeder seinen persönlichen Weg finden könne, um auch über die Veranstaltungen hinaus etwas für seine Gesundheit zu tun.
Aufgrund der möglichen kurzfristigen Entwicklungen in Bezug auf die Corona-Krise bitten die Veranstalter darum, sich kurzfristig auf der Website des LWL-Klinikums über mögliche Änderungen und Anpassungen an die Gegebenheiten zu informieren. Bis auf das Angebot „Essen für Körper und Seele“ am 9. Oktober ist die Teilnahme an den Veranstaltungen kostenlos. Alle Informationen zum Programm unter: www.lwl-klinik-guetersloh.de/de/service/veranstaltungen/woche-der-seelischen-gesundheit/