Zum Inhalt (Access key c)Zur Hauptnavigation (Access key h)Zur Unternavigation (Access key u)

Privatsphäre-Einstellung

Unsere Webseite nutzt externe Komponenten (Schriften von Fonts.com, Youtube-Videos, Google Maps, OpenStreetMaps). Diese helfen uns unser Angebot stetig zu verbessern und Ihnen einen komfortablen Besuch zu ermöglichen. Durch das Laden externer Komponenten, können Daten über Ihr Verhalten von Dritten gesammelt werden, weshalb wir Ihre Zustimmung benötigen. Ohne Ihre Erlaubnis, kann es zu Einschränkungen bei Inhalt und Bedienung kommen. Detaillierte Informationen finden Sie in unserer Datenschutzerklärung.

19. November 2020

Blaue Fahne weht am Rathaus

Stadt Gütersloh zeigt eine Woche lang Flagge zum weltweiten Aktionstag gegen Gewalt an Mädchen und Frauen.

Am Rathaus weht jetzt eine Woche lang die blaue Fahne mit dem Slogan „Frei leben – ohne Gewalt!“.  Die Aktion unterstützen (v. l.) Petra Strauss (Verein Frauen für Frauen e.V.), Bürgermeister Norbert Morkes, Meike Hoffmann (Vorstand Frauen für Frauen e.V.) und die städtische Gleichstellungsbeauftragte Inge Trame.
Am Rathaus weht jetzt eine Woche lang die blaue Fahne mit dem Slogan „Frei leben – ohne Gewalt!“. Die Aktion unterstützen (v. l.) Petra Strauss (Verein Frauen für Frauen e.V.), Bürgermeister Norbert Morkes, Meike Hoffmann (Vorstand Frauen für Frauen e.V.) und die städtische Gleichstellungsbeauftragte Inge Trame.

Am Freitag, 20. November, werden blaue Fahnen mit dem Slogan „Frei leben – ohne Gewalt“ am Rathaus und an anderen Orten in Gütersloh gehisst. Die Initiative wurde vor 19 Jahren von der Frauenrechtsorganisation Terre des Femmes aus Anlass des Internationalen Gedenk- und Aktionstags der Vereinten Nationen „NEIN zu Gewalt an Frauen“ (25. November) ins Leben gerufen. In diesem Jahr liegt der Schwerpunkt auf Zwangsverheiratung und Frühehen. Die Fahnen werden bis zum 27. November vor dem Rathaus zu sehen sein.

„Zwangsheirat ist nicht auf religiöse Traditionen zurückzuführen und kommt auf der ganzen Welt in unterschiedlichsten sozialen, ethnischen und kulturellen Kontexten vor“, betont die Gleichstellungsbeauftragte der Stadt Gütersloh, Inge Trame. Zwangsheiraten sind Straftaten und zählen zu den Menschenrechtsverletzungen. Sogar sehr junge Mädchen sind betroffen. Um eine Zwangsehe in der Familie durchzusetzen, wird häufig psychische, aber auch körperliche Gewalt angewendet. Beratung, Hilfe und Zuflucht finden die Betroffenen in Mädchen- oder Frauenhäusern sowie bei Frauenberatungsstellen. „Im vergangenen Jahr haben 95 Frauen und 113 Kinder im Gütersloher Frauenhaus vor häuslicher Gewalt Schutz gesucht“, berichtet Petra Strauss vom Frauenhaus. Dazu Bürgermeister Norbert Morkes: „Diese Zahlen machen – leider – deutlich, wie wichtig eine Einrichtung wie das Frauenhaus ist.“ Und er ergänzt: „Wir als Stadt Gütersloh unterstützen Mädchen, junge Frauen und Familien mit vielfältigen Angeboten in der Jugendhilfe und Jugendförderung darin, bewusste Lebensentscheidungen zu treffen.“ Je früher Anzeichen für häusliche Gewalt oder eine drohende Zwangsverheiratung von Sozialarbeitern, Ärztinnen und dem weiteren sozialen Umfeld erkannt werden, umso schneller lassen sich Hilfesysteme mobilisieren, die betroffenen Mädchen und Frauen in Sicherheit bringen können.

Wichtige Telefonnummern für Frauen, die im familiären Kontext psychischer, körperlicher oder sexualisierter Gewalt ausgesetzt sind und nach Wegen in ein selbstbestimmtes Leben ohne Gewalt suchen:

  • Frauenberatungsstelle/Fachstelle gegen sexualisierte Gewalt: Tel. 05241/25021
    Frauenhaus Gütersloh: Tel. 05241/34100
  • Verein Trotz Allem e.V. (Beratung für Frauen mit sexualisierten Gewalterfahrungen): 05241/238289
  • Wendepunkt e.V. (Anlauf- und Beratungsstelle bei sexualisierter Gewalt gegen Kinder und Jugendliche): Tel: 05241/822115
  • Bundesweites Hilfetelefon Gewalt gegen Frauen: kostenfreie Rufnummer 08000 116 116
  • Hilfetelefon "Gewalt an Männern": kostenfreien Rufnummer 0800 12399000
  • Internetseiten zum Thema: www.stopchildmarriage.de; www.zwangsheirat.de