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Archiv

23. Juli 2020

Farbenfrohe Blühwiesen als Hingucker

Neues Mähkonzept im öffentlichen Stadtgrün.

Reduzierter Mähaufwand lässt Blühwiesen entstehen: (v.l.) Ingo Dieding, Gärtner beim städtischen Fachbereich Grünflächen, und Dirk Buddenberg, Leiter Fachbereich Grünflächen, überprüfen die Entwicklung der Wiesenflächen.
Reduzierter Mähaufwand lässt Blühwiesen entstehen: (v.l.) Ingo Dieding, Gärtner beim städtischen Fachbereich Grünflächen, und Dirk Buddenberg, Leiter Fachbereich Grünflächen, überprüfen die Entwicklung der Wiesenflächen.

Zurzeit kann man sie im öffentlichen Stadtgrün entdecken: Rasen- und Wiesenflächen mit farbenfroh blühenden Sommerblumen. Der städtische Fachbereich Grünflächen wendet bei 37 Rasen- und Wiesenflächen ein neues Mähkonzept an, bei dem bewusst nur ein bis zwei Mal im Jahr gemäht wird. Dadurch wird auch ein Beitrag zur Artenvielfalt und zum Insektenschutz geleistet, denn die Vegetation kann sich natürlicher und nachhaltiger entwickeln. Das Konzept wurde im vergangenen Jahr im Umweltausschuss vorgestellt und beschlossen.

Diese naturnahe Pflege mit reduziertem Mähaufwand wird bereits seit einiger Zeit an geeigneten Standorten in Gütersloh, vor allem im innerstädtischen Verkehrsgrün, umgesetzt. Der Fachbereich Grünflächen hat das Konzept jetzt ausgeweitet. Mithilfe einer bewährten A-B-C-Methode, die von Biodiversitätsplaner Dr. Philipp Unterweger in Zusammenarbeit mit der Stadt Tübingen entwickelt wurde, wurden alle Rasen- und Wiesenflächen im Stadtgebiet charakterisiert. Im Fokus liegen dabei sogenannte B-Flächen. Dies sind Rasenflächen, die bislang aus eher optischen Gründen regelmäßig geschnitten wurden. Insgesamt 37 Standorte haben die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Fachbereichs Grünflächen in diesem Jahr in die neue Umwandlung aufgenommen, das sind etwa 1,5 Hektar Wiesenfläche. „Dort haben wir das Pflegemanagement nun angepasst“, erklärt Dirk Buddenberg, Leiter des Fachbereichs Grünflächen bei der Stadt Gütersloh. „Dies ist ein langfristiger Methodenwechsel, denn der Erfolg ist immer auch standort- und lichtabhängig. Wichtig ist, das Mähgut immer aufzunehmen, um die Flächen abzumagern.“

Die Mähzeiträume werden auf den ausgewählten Rasen- und Wiesenflächen jetzt völlig flexibel gewählt. Die Flächen werden nur noch ein, höchstens zwei Mal im Jahr gemäht, und zwar zwischen Ende Juni und Anfang Mai. Der konkrete Zeitpunkt spielt dabei keine Rolle, so bleiben zum Beispiel auch Winterquartiere für Insekten erhalten. „Je unterschiedlicher die Zeiträume sind, desto besser ist es für die Natur“, so Buddenberg. Blütenreiche Flächen sollten jedoch zweimal pro Jahr gemäht werden, denn dadurch wird die Blütenvielfalt gefördert. „Neue Blumenarten säen sich aus und dem Wachstum von Kraut und Gräsern wird entgegengewirkt“, erläutert Ingo Dieding, der als Stadtgärtner im Fachbereich Grünflächen mit seinen Kolleginnen und Kollegen für die Pflege dieser extensiven Wiesen- und Rasenflächen zuständig ist.

„Durch eine behutsame Entwicklung ausgewählter Flächen erhoffen wir uns eine erhöhte Akzeptanz der Gütersloherinnen und Gütersloher“, unterstreicht Dirk Buddenberg. „Diese und auch das Bewusstsein für Umweltschutz steigen aber bereits.“ Regelmäßig gehen beim Fachbereich Grünflächen jedoch Bürgerbeschwerden über zu hoch stehendes Kraut vor allem im Verkehrsgrün sowie im unmittelbaren Wohnumfeld ein. Während blühende Wiesen im Allgemeinen als schön und wünschenswert empfunden werden, erscheinen verblühte und unscheinbare Randflächen für einige Betrachter auf den ersten Blick als ungepflegt. Dem wirken die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Fachbereichs Grünflächen entgegen. Die Lösung: ein kurz geschnittener „Akzeptanzstreifen“ an den Flächenrändern. „Dadurch entsteht ein gepflegter Eindruck, der die Methodik erkennbar macht“, so Buddenberg. Gleichzeitig dient der Streifen der Verkehrssicherheit, indem er verhindert, dass sich der Aufwuchs auf die Wege neigt. Der Unterhaltungsaufwand dieser Flächen ist trotz der geringeren Schnittanzahl nicht geringer als bei einer regelmäßigen Mahd, da das Mähgut aufgenommen und entsorgt werden muss. Eine Wiederverwendung als Viehfutter scheidet aus, da eine Verunreinigung mit Müll und Hundekot nicht ausgeschlossen werden kann. Künftig sollen weitere geeignete Flächen im Stadtgebiet in das reduzierte Mähkonzept aufgenommen werden, dabei soll der Natur Zeit und Raum gegeben werden.