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Archiv

07. Oktober 2020

Gründachkataster nun in allen Städten und Gemeinden abrufbar

Initiative ‚Grün sucht Dach‘ weitet seine Aktivitäten aus.

Geben den Startschuss für das kreisweite Gründachkataster: (v. l.) Caroline Hüttemann (Gemeinde Herzebrock-Clarholz), Gabriele Knabe (Stadt Gü-tersloh), Gabriele Siepen (Gemeinde Steinhagen), Dr. Fabian Humpert (Stadt Verl), Projektleiterin Ursula Thering (Kreis Gütersloh), Moritz Groß (Stadt Rheda-Wiedenbrück), Svenja Schröder (Stadt Rietberg), Stefanie Schäfer (Stadt Schloß Holte-Stukenbrock) und Annika Nagai (Stadt Werther/Westf.) Foto: Kreis Gütersloh
Geben den Startschuss für das kreisweite Gründachkataster: (v. l.) Caroline Hüttemann (Gemeinde Herzebrock-Clarholz), Gabriele Knabe (Stadt Gü-tersloh), Gabriele Siepen (Gemeinde Steinhagen), Dr. Fabian Humpert (Stadt Verl), Projektleiterin Ursula Thering (Kreis Gütersloh), Moritz Groß (Stadt Rheda-Wiedenbrück), Svenja Schröder (Stadt Rietberg), Stefanie Schäfer (Stadt Schloß Holte-Stukenbrock) und Annika Nagai (Stadt Werther/Westf.) Foto: Kreis Gütersloh

Ab sofort können Gebäudebesitzer im gesamten Kreisgebiet mit Hilfe des kreisweiten Gründachkatasters kostenlos checken, wie gut ihr Dach für eine Begrünung geeignet ist. Dazu gibt es Hinweise zu Planung und Bau einer eigenen Gründachanlage und Links auf weiterführende Seiten. Lokale Förderprogramme einzelner Kommunen sind ebenfalls in der interaktiven Datenbank abrufbar. Zudem halten der Kreis und die Kommunen Broschüren zum Thema bereit und helfen bei der Suche nach Fachfirmen weiter. Das Angebot ist Bestandteil der regionalen Initiative Grün sucht Dach, die der Kreis Gütersloh im Januar 2020 mit vier Kommunen gestartet hat und nun als mehrjähriges Projekt mit allen Städten und Gemeinden fortführt.

Das kreisweite Gründachkataster ist leicht zu bedienen. Über die Auswahl von Ort, Straße und Hausnummer können die Nutzer zügig zum eigenen Gebäude navigieren. Anhand der Dachneigung wird bestimmt, wie gut das Gebäude sich für ein Gründach eignet, angezeigt durch unterschiedliche Färbungen. In der Detailanalyse werden für das angeklickte Haus zum Beispiel die eingesparte Abwassermenge und -gebühr sowie die Kohlenstoffdioxid-Bindung und der gehaltene Feinstaub errechnet. Zusätzlich kann man sich eine Liste mit geeigneten Pflanzenarten anzeigen lassen. Diese richtet sich nach dem Beschattungsgrad und der geplanten Nutzung.
„Das Ergebnis des Online-Checks stellt eine grobe Ersteinschätzung dar. Es ersetzt keine Prüfung der Statik und weiterer Standortgegebenheiten durch Experten vor Ort“, erklärt Ursula Thering, Projektleiterin beim Kreis Gütersloh. „Um die Entscheidungsfindung und Umsetzung von Dachbegrü-nungen für Gebäudebesitzer zu erleichtern, wollen wir im nächsten Schritt regional ansässige Fachleute, wie Planer und ausführende Fachbetriebe, als Partner der Initiative Grün sucht Dach gewinnen und in einer Datenbank veröffentlichen.“ So finden Gebäudebesitzer und Dachbegrünungsexperten leichter zueinander.
Die ökologischen Vorteile grüner Dächer sind vielfältig und im Zuge des Klimawandels und des Insektensterbens nicht zu unterschätzen. „Wer stauende Hitze und Hochwasserereignisse in besiedelten Gebieten reduzieren oder dem Insektensterben entgegenwirken will, kann mit einer Dachbegrünung einen wertvollen Beitrag leisten“, erklärt Thering. Der Online-Check ist ein erster Schritt dahin.

Das kreisweite Gründachkataster kann ab sofort unter www.gruendach-kreis-gt.de abgerufen werden. Informationen zu weiteren Aktivitäten der Initiative Grün sucht Dach im Kreis Gütersloh sind unter www.alt-bau-neu.de/kreis-guetersloh oder bei der Koordinierungsstelle Energie und Klima des Kreises unter Telefon 05241- 85 2762 oder per E-Mail an UThrngkrs-gtrslhd erhältlich.