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Archiv

21. Juni 2021

Der Kneipenwirt als Virologe

Das Theater Gütersloh verfilmt Joachim Zelters Drehbuch „Der Virologe“.

Andreas Ksienzyk als der Virologe. Foto: Kai Uwe Oesterhelweg
Andreas Ksienzyk als der Virologe. Foto: Kai Uwe Oesterhelweg

Mit der Verfilmung von „Corona zu zweit“ von Joachim Zelter hat für das Theater Gütersloh im März 2020 die künstlerische Auseinandersetzung mit der Pandemie begonnen. Das Team um den Künstlerischen Leiter Christian Schäfer und die jungen Gütersloher Filmemacher Marwin Gansauge und Kai Uwe Oesterhelweg hofft, mit Zelters „Der Virologe“ nun einen Schlusspunkt unter die coronabedingten Online-Produktionen setzen zu können. Ab kommender Spielzeit soll dann wieder live im Theater am Hans-Werner-Henze-Platz gespielt werden.

Mit „Der Hauptmann von Köpenick reloaded“ hat der vielfach preisgekrönte Tübinger Autor Joachim Zelter seinen Text untertitelt und Carl Zuckmayers (populär verfilmtes) Theaterstück als Ausgangspunkt für seine tragikomische Geschichte genommen. Nur konsequent, dass auch der Kneipenwirt, den Zelter eine fantastische Karriere hinlegen lässt, in Anlehnung an Zuckmayers „Hauptmann“ Willy Vogt heißt.

Vogt wird gespielt vom Gütersloher Schauspieler Andreas Ksienzyk, der unter anderem bereits in der Erfolgsproduktion von Zelters „Der Prediger“ (Theater Gütersloh, 2019) zu sehen war. Seine Freundin Hannah wird gespielt von Christine Diensberg, die wie Miriam Berger (Musik) und Anna Sun Barthold-Torpai (Kostüme) zu den „festen Gästen“ am Theater Gütersloh zählt.

Gedreht wurde der Film überwiegend in der „Alten Heuwaage“, einer der ältesten Kneipen der Stadt mit absolutem Kultcharakter, außerdem unter anderem in der Stadtbibliothek, im Stadtpark, an der Ems und im Theater.

Zum Inhalt: Wenn der Kneipenwirt Willy Vogt nach einem endlosen Lockdown am Ende seines Geldes ist und auf die Idee kommt, seinen berühmten Flammkuchen „Tarte à la Willy“ bei einem Virologenkongress feilzubieten, dann ist das nur der Auftakt zu einem aberwitzigen Schelmenstück, in dem die Zahlen zu tanzen beginnen und Willy Vogts Stern unaufhaltsam aufsteigt – bis zu den Pforten des Kanzleramts und den innersten Weihen politischer Macht… Zu Risiken oder Nebenwirkungen lesen Sie die Packungsbeilage und fragen Sie Ihren Arzt oder Deutschlehrer.

Die Spieldauer beträgt gut 30 Minuten. Der Film wird ab Freitag, den 25.06.2021 um 19.30 Uhr frei verfügbar auf dem YouTube-Kanal der Kultur Räume Gütersloh und über die Website www.theater-gt.de zu sehen sein. Es können virtuelle Tickets zur Unterstützung der Eigenproduktionen des Theaters erworben werden, für die zumeist freischaffende Künstlerinnen und Künstler engagiert werden.