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Archiv

26. August 2021

Neues Brustkrebs-Diagnoseverfahren am Klinikum Gütersloh

Digitale Tomosynthese.

Sind begeistert von dem neuen Gerät für die digitale Tomosynthese: MTRA Helga Krieft (v.l.), Prof. Dr. Boris Buerke (Chefarzt der Klinik für Diagnostische und Interventionelle Radiologie und Magnetresonanztomographie), Dr. Wencke Ruhwedel (Chefärztin der Klinik für Frauenheilkunde und Geburtshilfe) und Dr. Farzad Soleimankhani (Oberarzt für Diagnostische Radiologie).
Sind begeistert von dem neuen Gerät für die digitale Tomosynthese: MTRA Helga Krieft (v.l.), Prof. Dr. Boris Buerke (Chefarzt der Klinik für Diagnostische und Interventionelle Radiologie und Magnetresonanztomographie), Dr. Wencke Ruhwedel (Chefärztin der Klinik für Frauenheilkunde und Geburtshilfe) und Dr. Farzad Soleimankhani (Oberarzt für Diagnostische Radiologie).

Deutschlandweit erhalten ca. 70.000 Frauen jährlich die Diagnose Brustkrebs. Damit ist das Mammakarzinom die häufigste Krebserkrankung bei Frauen. Umso wichtiger ist für Vorsorge und Diagnostik die Röntgenuntersuchung der Brust (Mammographie). Zu diesem Zweck verfügt die Klinik für diagnostische und interventionelle Radiologie und Magnetresonanztomographie des Klinikum Gütersloh ab sofort über ein Gerät für die digitale Tomosynthese (3D-Mammographie). „Mit diesem Gerät sind wir technisch auf universitätsmedizinischem Niveau ausgestattet“, betont Prof. Dr. Boris Buerke, Chefarzt der radiologischen Klinik.

Im Unterschied zur gewöhnlichen Mammographie (2D-Mammographie) wird bei der Tomosynthese aus unterschiedlichen Winkeln eine Serie von Schichtaufnahmen gemacht. So entsteht eine dreidimensionale Ansicht der Brust. „Wir erhalten mit dieser Methode bei ähnlicher Strahlenbelastung ein viel besseres Bild als bei der herkömmlichen Mammographie“, erläutert Prof. Dr. Buerke die Vorteile der technischen Neuanschaffung. Auf diese Weise kann das Brustdrüsengewebe besser beurteilt werden. Dies lässt die Entdeckungsrate des Brustkrebses deutlich steigen und reduziert zugleich die Anzahl falsch-positiver Befunde. Außerdem lässt sich die Lage des Karzinoms auf diese Weise genauer bestimmen als bei der 2D-Mammographie.

Doch nicht nur für die mammographische Diagnostik kann das neue Tomosynthese-Gerät verwendet werden. Es kann auch bei der genauen Steuerung minimal-invasiver Brustbiopsien und präoperativer Markierungen von Befunden zum Einsatz kommen. Bei diesen Interventionen habe die Klinik für Radiologie einen besonders hohen Qualitätsanspruch, wie sich durch die Einbindung in das deutschlandweite Screening-Programm zeige.

„Dieses Gerät fühlt sich an wie ein technologischer Quantensprung“, freut sich Prof. Dr. Buerke über die Möglichkeiten des Tomosynthese-Geräts. Und Dr. Wencke Ruhwedel, Chefärztin der Klinik für Frauenheilkunde und Geburtshilfe am Klinikum Gütersloh, ist sich sicher: „Die Anschaffung des Geräts für die 3D-Mammographie trägt dazu bei, dass wir zukünftig unseren Patientinnen des Kooperativen Brustzentrum Gütersloh eine qualitativ noch hochwertigere Behandlung bieten können.“