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Archiv

16. März 2021

Erste kurzfristige Maßnahmen gehen auf den Weg

„Task Force Innenstadt“ hat Anregungen zur Unterstützung von Einzelhandel und Gastronomie sondiert.

Die Task Force steht auf dem Konrad Adenauer Platz.
Die Task Force steht auf dem Konrad Adenauer Platz.

Kulturaktionen, Vergünstigungen bei Parkgebühren und Bus-Tickets, Aussetzung von Sondernutzungsgebühren und erweiterte Möglichkeiten für Außengastronomie und Warenpräsentation: Am Samstag (13.3.2021) hat sich die „Task Force“ zur Unterstützung von Einzelhandel und Gastronomie in der Stadt getroffen und erste kurzfristige Maßnahmen in die Wege geleitet. Bürgermeister Norbert Morkes hatte Vertreter und Vertreterinnen des Einzelhandels, der Werbegemeinschaft, der Gastronomie, der Immobilien- und Standortgemeinschaft Mittlere Berliner Straße, des städtischen Fachbereichs Kultur und der freien Kulturszene zum Runden Tisch eingeladen.

Klares Votum auch in dieser Runde, zu der neben dem Bürgermeister und Stadtmarketing-Geschäftsführer Jan-Erik Weinekötter, Markus Finke (Werbegemeinschaft), Anne Vospeter (Handel), Peter Oesterhelweg (ISG Mittlere Berliner Straße), Michael „Micky“ Grohe (freie Kulturszene), Lena Jeckel (Fachbereich Kultur der Stadt), Andreas Kerkhoff (Hotel und Gaststättenverband) gehörten: Praktische Unterstützung statt Geld mit der „Gießkanne“ ist gefragt. Darauf hatten in der Sitzung des Ausschusses für Stadtmarketing auch Vertreter und Vertreterinnen der politischen Fraktionen verwiesen, die mit verschiedenen Anträgen bereits Anregungen für kurzfristig umsetzbare Maßnahmen gegeben hatten.

„Diese Ideensammlung, aber auch die Vorschläge, die von den Beteiligten selbst kamen, waren die Basis für unsere Sitzung am Samstag,“ sagt Bürgermeister Morkes und gibt eine erste Zusammenfassung: „Seitens der Verwaltung haben wir bereits in der vergangenen Woche beschlossen, die Sondernutzungsgebühren für die Außengastronomie auszusetzen. Außerdem haben wir dem Einzelhandel unbürokratisch ermöglicht, Warenangebote auch vor den Geschäften zu präsentieren. Kurzfristig umsetzen wollen wir kulturelle Aktionen in Abstimmung zwischen Fachbereich Kultur, freier, Kulturszene und den Innenstadt-Akteuren,“ so Morkes weiter. „Das könnten die Illuminierung von Gebäuden sein, mobile Kunstausstellungen, Musikauftritte oder Walk Acts. Alles was Corona-Vorgaben erlauben und die City trotz allem lebendig hält – auf jeden Fall Maßnahmen, die nur geringen Vorlauf brauchen.“ Wichtig ist ihm aber auch, dass nicht nur die City in den Blick genommen wird: „Auch in den Ortsteilen besteht Bedarf und auch dort lassen sich Kulturangebote umsetzen.“

Kurzfristig von der Verwaltung geprüft werden sollen die Stundung von Gewerbesteuerzahlung, kostenfreie Parkmöglichkeiten für einen „Einkaufszeitraum“ von zwei Stunden in der ganzen Stadt und die „Wiederbelebung“ des so genannten „1-Euro-Baustellentickets“ unter einem anderen Namen. Hierzu werden Gespräche mit der Stadtbus GmbH geführt. Mit dem Kreis soll eine Abstimmung über die Verwendung einer einheitlichen App fürs ganze Kreisgebiet gesucht werden, mit der Buchungen für Gastronomie und Handel vorgenommen werden. Morkes: „Eine einheitliche App wäre ein Fortschritt gegenüber vielen einzelnen Buchungsapps.“ Ebenfalls ein Ergebnis aus der Samstagsrunde auf Anregung der Beteiligten: ein Gespräch mit den Wochenmarkt-Betreibern, die laut Satzung vorgegebenen Öffnungszeiten einzuhalten.

Die Koordination der Maßnahmen soll die Gütersloh Marketing in Abstimmung mit dem Bürgermeister übernehmen. Die „schnelle Eingreiftruppe“ (Morkes) wird sich das nächste Mal im April treffen. Bis dahin läuft auf jeden Fall eine Maßnahme, die auch unter Corona-Bedingungen für gute Stimmung in der Innenstadt sorgen dürfte: der „Gütersloher Frühling“ mit seiner attraktiven Garten-, Blumen- und Grünflächengestaltung.