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19. Februar 2022

Post-Covid, was wissen wir heute und welche Behandlungsmöglichkeiten gibt es?

Online-Vortrag am 21. Februar um 19 Uhr von Prof. Axel von Bierbrauer in der Reihe „Gesund in GT“ .

Beim Thema Covid-19 lag der Fokus der Medizin bisher auf dem Schutz vor Infektionen und dem Verlauf der akuten Erkrankung. Doch wie sieht es mit den langfristigen Folgen von Covid-19-Erkrankungen aus? Bei den meisten Infizierten gehen die Beschwerden nach der Infektion wieder zurück. Bei einigen Patienten treten nach der akuten Erkrankung weitere Einschränkungen auf. Dazu können eine eingeschränkte Leistungsfähigkeit, Müdigkeit, Gedächtnisstörungen oder Kurzatmigkeit gehören. Prof. Dr. von Bierbrauer geht in seinem Vortrag auf die aktuellen Forschungsergebnisse zum Thema Long-Covid ein und erklärt, welche Behandlungsmöglichkeiten es gibt.

Der Vortrag findet online über die Videokonferenzplattform ‚Zoom‘ statt.
Den Zugangslink finden Interessierte unter www.klinikum-guetersloh.de/gesund. Die Teilnahme ist kostenlos. Im Anschluss nimmt sich Prof. Dr. von Bierbrauer Zeit, um Fragen zu beantworten.

Wann spricht man von Post-Covid oder Long-Covid und wie oft sind Covid-19-Patienten davon betroffen?

Prof. Dr. Axel von Bierbrauer:
Als Long-Covid bezeichnet man alle Langzeitfolgen, die nach mehr als vier Wochen nach einer Corona-Erkrankung auftreten. Sind die Symptome auch 12 Wochen nach der Erkrankung noch da oder treten erstmals auf, spricht man von Post-Covid. Die Beeinträchtigungen der Patienten sind sehr verschieden, weil es unterschiedliche Typen dieser Langzeiterkrankungen gibt. Einige Patientinnen und Patienten leiden unter einer verminderten Leistungsfähigkeit der Atemwege oder des Herz-Kreislaufsystems, andere leiden unter neurologischen Einschränkungen wie dem Verlust von Sinneswahrnehmungen oder Gedächtnisproblemen. Ein häufiges Phänomen ist das sogenannte Fatigue-Syndrom, also Erschöpfung und Müdigkeit. Internationalen Studien zufolge erkranken etwa 10 bis 15 Prozent der Covid-19-Patienten an Long-Covid.

Sind Frauen häufiger betroffen als Männer und gibt es dafür eine Erklärung?
Prof. Dr. Axel von Bierbrauer:
Frauen leiden tatsächlich häufiger unter den Langzeitfolgen von Covid-19, es liegt möglicherweise an der unterschiedlichen Funktion des Immunsystems von Frauen und Männern. Frauen entwickeln häufiger als Männer eine immunologische Reaktion des Körpers infolge einer Erkrankung, und das, was wir als Post-Covid und Long-Covid bezeichnen, ist zumindest in Teilen eine solche Immunreaktion.

Welche Behandlungsmöglichkeiten gibt es und besteht die Chance auf eine vollständige Heilung?
Prof. Dr. Axel von Bierbrauer:
Gegen Long-Covid und Post-Covid gibt es keine standardisierte Therapie und nicht das eine Medikament. Das liegt wie beschrieben daran, dass es sehr unterschiedliche Typen von Post- und Long-Covid gibt. Deshalb muss jede Therapie immer individuell auf den Patienten abgestimmt sein. Eine gute Reha-Einrichtung arbeitet interdisziplinär, das heißt, wenn mehrere Organe betroffen sind, arbeiten Lungenexperten, also Pneumologen, mit Kardiologen, Neurologen und Psychologen zusammen. Eine gute Vorbeugung gegen Post- und Long-Covid-Symptome ist übrigens eine Impfung. Bei geimpften Personen treten Long-Covid Symptome laut internationalen Studien um ca. 50 Prozent seltener auf, als bei ungeimpften Personen.

Am 21. Februar, 19.00 Uhr, hält Prof. Axel von Bierbrauer in der Reihe „Gesund in GT“ einen Online-Vortrag zu den Langzeitfolgen einer Covid-19-Erkrankung.  Interessierte finden den Link unter
www.klinikum-guetersloh.de