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Sanft aufgesetzt

16.07.2022

Das größte Segment der Brücke über die B61 ist an seinem Platz – logistische Meisterleistung

60 Tonnen schweben über der B61: das 45 Meter lange Brückensegment nähert sich aus der Luft seinem Standort.
60 Tonnen schweben über der B61: das 45 Meter lange Brückensegment nähert sich aus der Luft seinem Standort.

Das darf man wohl eine logistische Meisterleistung nennen: Seit heute (16.7.2022) 10 Uhr ruht das größte Element der neuen Fußgänger- und Radfahrbrücke über die B61 am Westring auf seinen Betonpfeilern.

Pünktlich gegen 1 Uhr in der Nacht zum Samstag erreichte das 45 Meter lange und 60 Tonnen schwere Mammut-Teil aus Cortén-Stahl sicher seinen zukünftigen Standort nach einer Fahrt vom Stahlbaubetrieb in Stemwede über die A2. Gegen 9 Uhr begannen zwei Kräne – ein siebenachsiger 400-Tonnen- und ein sechsachsiger 300-Tonnen-Kran damit, das Riesen-Segment im so genannten „Tandemhub“ in die Luft zu heben: Millimeter-Präzisionsarbeit über Baumkronen und Straßenlampenspitzen hinweg bis hin zum Aufsetzen auf den Betonpfeilern auf beiden Seiten des Westrings – alles fast geräuschlos.

Um 10 Uhr war der spektakuläre Akt, der von etlichen Menschen gespannt verfolgt wurde, ohne Verzögerungen geschafft.

Mit dem Übergang über die B61 ist das größte Teil der zukünftigen Brücke an seinem Platz, es folgen in den kommenden Wochen weitere acht Elemente in Längen zwischen 14 und 25 Metern, bis die Verbindung für Fußgänger und Radfahrerinnen sich komplett über den Dalkeweg schlängelt. Mit Verschweißen und anderen Arbeiten am Ort folgt dann die letzte Arbeitsetappe. Im Lauf des Herbstes soll die Brücke dann frei gegeben werden.

Ursprünglich sollte am Samstag noch ein Seitenteil angeliefert werden. Darauf hatte man aus organisatorischen Gründen jedoch kurzfristig verzichtet. Alfons Buske, Leiter des städtischen Fachbereichs Tiefbau, gibt zu, dass er aufgeatmet hat, als das Segment so sanft an seinen Platz befördert worden ist: „Eine tolle logistische Leistung.“ Er schickte ein dickes Dankeschön an alle Beteiligten, darunter auch Stahlbauer Heinrich Rohlfing, der selbst nach Gütersloh gekommen war, um das Aufsetzen zu begleiten.

Die neue Brücke: ein filigranes Bauwerk

Die neue Brücke über die B 61 und die Dalke ist aus korrosionsbeständigem Cortenstahl und ist rund 200 m lang.

Das Besondere an dem Brückenbauwerk sind die seitlichen Brüstungen aus 40 und 50 mm starken Stahlblechen mit ihren Bogen- und Seillinien. Sie sind Teil des tragenden Querschnittes, was aus statisch-konstruktiver Sicht die Brücke zu einem innovativen, sehr filigranen, schlanken Bauwerk macht.

Zur Herstellung der Linienstruktur wurden aus den 400-Meter-Blechen rund 20.000 unterschiedlich große Felder im Brennschneideverfahren herausgeschnitten und die Schnittkanten sowie rund 80.000 Ecken der Felder anschließend nachgeschliffen.

Für den Neubau der Brücke wurde 2019 ein Realisierungswettbewerb durchgeführt. Von den eingereichten 13 Entwürfen hat das Preisgericht einstimmig den jetzt umgesetzten Entwurf zum Sieger gekürt.

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