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Archiv

13. November 2022

Volkstrauertagsgedenken unter dem Einfluss des Ukraine-Kriegs

Feierstunden in Gütersloh und in den Stadtteilen.

Unter dem Schatten des aktuellen Kriegs in der Ukraine hat das Gedenken am Volkstrauertag (13.11.2022) in Gütersloh gestanden. Zahlreiche Menschen folgten der Einladung der Stadt Gütersloh und des Volksbunds Deutsche Kriegsgräberfürsorge und versammelten sich am Gräberfeld für getötete Zivilisten und Soldaten auf dem Friedhof „Unter den Ulmen“ neben der St.-Pankratius-Kirche, um gemeinsam der Opfer von Krieg und Gewalt zu gedenken. Mehrere durch Abordnungen mit Fahnen vertretene Vereine, unter anderem Schützen, Reiter, Zucht- und Karnevalsvereine, trugen ebenso wie das Symphonische Blasorchester der Feuerwehr Gütersloh mit seinen Musikbeiträgen zum würdigen Rahmen der Veranstaltung bei. Zwei Schülerinnen und zwei Schüler der Elly-Heuss-Knapp-Schule trugen Friedensbitten in Deutsch, Aramäisch, Russisch und Englisch vor. Bürgermeister Norbert Morkes verlas das Totengedenken und legte gemeinsam mit dem stellvertretenden Bürgermeister Matthias Trepper im Namen der Stadt einen Kranz nieder. Für den Volksbund taten dies Generalsuperintendent Prof. Dr. Rolf Wischnath und Pfarrerin Wiebke Heine.

Wischnath hielt die Hauptansprache der Gedenkfeier. Darin warnte er vor einem Einsatz atomarer Waffen im Russland-Ukraine-Krieg, der „in den gemeinsamen atomaren Abgrund führen“ würde. „Nichts möchte ich mehr, als dass Sie mir in einem Jahr sagen: Du hast zu schwarz gesehen“, so Wischnath an seine Zuhörerschaft gerichtet. Äußerste diplomatische Anstrengungen mit Putin seien nötig, um Waffenstillstand und Friedensverhandlungen zu ermöglichen.

Weitere Gedenkveranstaltungen haben am Vormittag außerdem in den Stadtteilen stattgefunden.