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Über Lochkarten, Disketten und Bildschirmtext

19.09.2023

Erzählcafé zur Digitalisierung in Gütersloh gastiert in der Innovationsmanufaktur (IMA).

Diskutierten die Geschichte und die Zukunft der Digitalisierung in der Stadt Gütersloh auf dem Podium der IMA: (v.l.) Stadtarchivarin Julia Kuklik, Moderator und Historiker Dr. Malte Thießen, Wolfgang Hein, Referentin für Digitales bei der Stadt Gütersloh Sandra Causemann, Horst-Dieter Santjer und der Beigeordnete für den Bereich Digitalisierung Carsten Schlepphorst.
Diskutierten die Geschichte und die Zukunft der Digitalisierung in der Stadt Gütersloh auf dem Podium der IMA: (v.l.) Stadtarchivarin Julia Kuklik, Moderator und Historiker Dr. Malte Thießen, Wolfgang Hein, Referentin für Digitales bei der Stadt Gütersloh Sandra Causemann, Horst-Dieter Santjer und der Beigeordnete für den Bereich Digitalisierung Carsten Schlepphorst.

Wenn künftige Generationen in Geschichtsbücher oder Datenbanken schauen, wird sich dort auch das digitale Zeitalter wiederfinden. Um genau diese Phase aufzuarbeiten, hat der städtische Fachbereich Kultur die „Digitalisierung in Gütersloh“ zum Thema gemacht und interessierte Bürgerinnen und Bürger in die Innovationsmanufaktur (IMA) zum dritten Erzählcafé des Jahres eingeladen. Unter der Moderation von Dr. Malte Thießen, dem Leiter des LWL-Instituts für westfälische Regionalgeschichte in Münster und Autor des Themas „Digitalisierung“ für den Jubiläumsband zur Fortschreibung der Gütersloher Stadtgeschichte, wurden nicht nur persönliche Erinnerungen an die Anfänge des World Wide Web geteilt, sondern es wurde auch der Frage nachgegangen, inwiefern sich die Entwicklungen in Gütersloh anders gestaltet hat.

Von den Anfängen der Digitalisierung erzählte unter anderem Horst-Dieter Santjer, der bei der Stadt Gütersloh im Jahr 1968 in die elektronische Datenverarbeitung – kurz EDV – einstieg. Er erlernte erste Programmiersprachen wie Cobol und arbeitete in der Stadtverwaltung mit Lochkarten, als Server noch mehrere Quadratmeter einnahmen – für wenige Kilobytes. Auch Wolfgang Hein als Mitorganisator eines der ersten Internetcafés in Gütersloh und Gründungsmitglied des IT-Vereins „GATE“ kam schon früh mit der digitalen Welt in Kontakt. Gemeinsam mit der Referentin für den digitalen Wandel bei der Stadt Gütersloh, Sandra Causemann, und Carsten Schlepphorst, Beigeordneter für Digitalisierung und zuständig für den „Digitalen Aufbruch“ sowie das Smart-City-Projekt, wurden nicht nur auf die Anfänge, sondern auch auf den Status quo der elektronischen Datenverarbeitung geblickt. Gemeinsam diskutierten die Podiumsteilnehmenden und das Publikum über altbekannte Ängste, über Chancen und Vorteile der Digitalisierung. Über mobiles Arbeiten, verbesserte Servicefreundlichkeit und das Bürgerportal der Stadt Gütersloh, aber auch von Schwierigkeiten bei der Realisierung berichtete der Beigeordnete Carsten Schlepphorst.

Auf die Frage hin, was besonders Gütersloh auszeichnet, waren sich die Teilnehmenden einig: Gütersloh war und ist ein digitaler Standort. Auch der Ort des Erzählcafés hatte bereits eine digitale Geschichte, denn nicht nur die Scanfabrik, sondern besonders die RegioIT befinden sich in direkter Nachbarschaft der Innovationsmanufaktur. Das Fazit von Moderator Dr. Malte Thießen: „Digitalität hat eine spannende Geschichte, es ist eine Geschichte des gesellschaftlichen Wandels.“

Das Video zu diesem Erzählcafé wird in den nächsten Tagen online abrufbar sein. Und auch das Thema für die nächste Ausgabe der Reihe am Montag, 4. Dezember, steht: „Die Briten in Gütersloh“. Weitere Informationen zum Erzählcafé gibt es unter
www.kulturportal-guetersloh.de.