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„Der Bauteil 5 ist für viele Jugendliche Familie“

22.12.2023

200 Gäste feiern das 20-jährige Bestehen des städtischen Jugendtreffs an der Bogenstraße.

Freuen sich über die gelungene Party zum 20-jährigen Bestehen des Bauteil 5: (v.l.) Henning Matthes, Erster Beigeordneter und Jugenddezernent der Stadt Gütersloh, das aktuelle Team des Bauteil 5 bestehend aus Nicole Vive, Sara Aydin (Einrichtungsleiterin), Devrim Celik, Anatoli Sachanidou und Teamleiter Jörg Teckemeier.
Freuen sich über die gelungene Party zum 20-jährigen Bestehen des Bauteil 5: (v.l.) Henning Matthes, Erster Beigeordneter und Jugenddezernent der Stadt Gütersloh, das aktuelle Team des Bauteil 5 bestehend aus Nicole Vive, Sara Aydin (Einrichtungsleiterin), Devrim Celik, Anatoli Sachanidou und Teamleiter Jörg Teckemeier.
Gratulation zum 20-jährigen Bestehen des städtischen Jugendtreffs Bauteil 5: (v.l.) Henning Matthes (Erster Beigeordneter und Jugenddezernent der Stadt Gütersloh), Sara Aydin (Einrichtungsleiterin), Teamleiter Jörg Teckemeier (Fachbereich Jugend und Familie der Stadt Gütersloh) und die frühere Bürgermeisterin Maria Unger.
Gratulation zum 20-jährigen Bestehen des städtischen Jugendtreffs Bauteil 5: (v.l.) Henning Matthes (Erster Beigeordneter und Jugenddezernent der Stadt Gütersloh), Sara Aydin (Einrichtungsleiterin), Teamleiter Jörg Teckemeier (Fachbereich Jugend und Familie der Stadt Gütersloh) und die frühere Bürgermeisterin Maria Unger.
 

„Bauteil 5 ist für viele Jugendliche nicht nur ein Treffpunkt, sondern Familie“: Mit dieser Feststellung hat Henning Matthes, Erster Beigeordneter und Jugenddezernent der Stadt Gütersloh, am Mittwochnachmittag die Feier zum 20-jährigen Bestehen des städtischen Jugendtreffs Bauteil 5 an der Weberei eröffnet. Und gefeiert wurde ordentlich: Etwa 200 Besucherinnen und Besucher kamen den Abend über verteilt zum Bauteil 5. Es wurde gelacht, getanzt und mitgesungen. Unter den Gästen waren nicht nur Jugendliche, sondern auch Politikerinnen und Politiker, die ehemalige Bürgermeisterin Maria Unger, Kooperationspartner sowie frühere und aktuelle Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Stadt. Für gute Stimmung und ein abwechslungsreiches Programm war gesorgt: Außer einem Stationenparkour mit unterschiedlichen Spielen und tollen Gewinnen gab es verschiedene Tanz-Acts zu erleben. Außerdem wurde der Bauteil-5-Rap-Song präsentiert, den sieben Künstler aus Gütersloh gemeinsam für den runden Geburtstag geschrieben hatten.

Eine Rap- und Hip-Hop-Show läutete schließlich die Aftershow-Party ein. Die Jugendlichen konnten sich Songs wünschen, miteinander singen und rappen oder das eine oder andere Tanzbattle austragen. „Unsere Stammbesucher haben am Ende alle zusammen auf der Bühne gesungen“, freute sich Sara Aydin, Einrichtungsleiterin des Bauteil 5, über die gute Stimmung am späten Abend. Bis 1 Uhr nachts wurde ausgelassen gefeiert. Das Programm für die Geburtstagsparty hatten die Jugendlichen mitgeplant und auf die Beine gestellt.

In einer lockeren Plauderrunde hatten einleitend Beteiligte aus der Gründungszeit des Jugendtreffs sowie heutige Akteure auf die Geschichte des Bauteil 5 geblickt. Henning Matthes machte deutlich, wie wichtig der Jugendtreff für die Stadt Gütersloh ist: „Im Bauteil 5 lernen sich junge Menschen aus allen Kulturkreisen, aus allen Altersschichten kennen und unterstützen sich gegenseitig. Viele Jugendliche haben sich hier durch das vielfältige Angebot von Skaten über Graffiti bis hin zu Rap und Breakdance verwirklicht – begleitet durch die Fachkräfte der Stadt Gütersloh, die den Jugendlichen Unterstützung bieten und auf die individuellen Begabungen und Wünsche eingehen. Hier werden Verbindungen für das ganze Leben geknüpft.“ Einer derjenigen, bei denen der Bauteil 5 Spuren hinterlassen hat, ist Fadi Matusch. Er ist mittlerweile Sozialpädagoge, geprägt durch seine eigene Zeit beim Bauteil 5 und sein dort absolviertes Praktikum: „Ich bin sehr dankbar, dass ich als Jugendlicher meine Freizeit hier verbringen durfte. Als wir damals nach Deutschland kamen, war es für mich ein richtiges Highlight, hier im Jugendtreff mit meinen Freunden Playstation spielen zu können, weil wir selbst keine Konsole zuhause hatten.“ Matusch rief damals den Hip-Hop im Bauteil 5 ins Leben, der mittlerweile ein Schwerpunkt in der Arbeit im Jugendtreff ist.

Als der Bauteil 5 im Jahr 2003 erstmals seine Türen öffnete, war viel und heftig diskutiert worden in Gütersloh: Welcher Ort ist für die junge Leute gut zu erreichen? Welcher kann zugleich in die Jugendzentren der Ortsteile ausstrahlen? Nach sieben Jahren als Teil einer gGmbh, also eines Zusammenschlusses mehrerer Träger, ging der Jugendtreff 2010 in die alleinige Trägerschaft der Stadt über. „Der Bauteil 5 war damals schon eine der Grundfesten in Gütersloh und ist es heute noch immer“, betonte Andreas Reinhold, Leiter des Fachbereichs Jugend und Familie der Stadt Gütersloh. Er erinnert sich an die unterschiedlichen Gruppen, die schon zu Anfang den Bauteil 5 ausmachten: „Da gab es die Yu-Gi-Oh!-Gruppe, die Mädchengruppen, ein Treffen homosexueller Jungen und Konzerte mit jungen Erwachsenen.“ Auf die Nachfrage, was den Treffpunkt heute ausmacht, erklärte Sara Aydin: „Am allermeisten macht den Bauteil 5 aus, dass es keine genaue Antwort auf diese Frage gibt. Es gibt kein starres Konzept, nach dem wir arbeiten, sondern wir passen die Arbeit immer wieder an die Bedürfnisse der Jugendlichen an. Hier kommen die verschiedensten Gruppen zusammen und die Jugendlichen verändern die Arbeit mit. Viele unserer Honorarkräfte waren selbst einmal Besucher bei uns und unterstützen jetzt bei unseren Angeboten.“

Zum Abschluss der Talkrunde gab es – wie zu jedem Geburtstag – noch Geschenke. So überreichte Ines Lehn, Leiterin der Abteilung Kinder- und Jugendförderung bei der Stadt Gütersloh, im Namen der gesamten Abteilung einen 500-Euro-Gutschein. Mit dieser Unterstützung soll ein kleines Fitnessstudio im Jugendtreff eingerichtet werden, um dem Wunsch der Jugendlichen nach mehr Sportangeboten nachzukommen. „Eine Familie lebt von ihren Familienmitgliedern“, so Lehn. „Ohne die Fach- und Honorarkräfte, auch der vorangegangenen Generationen, wäre so ein umfangreiches Angebot nicht möglich.“